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Reiten: Peter Kopecky gewinnt S-Springen in Bad Arolsen

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Voller Einsatz: Jörg Becker aus Sachsenhausen siegte auf Corenne das Waldecker Springen in Bad Arolsen.
Voller Einsatz: Jörg Becker aus Sachsenhausen siegte auf Corenne beim Waldecker Springen in Bad Arolsen. © bb

Beim Bad Arolser Reitturnier zeigten die heimischen Teilnehmer gute Leistungen. Der Sieg in der schwersten Prüfung aber holte sich ein Springreiter vom RV Borken.

Bad Arolsen – Peter Kopecky gewann mit zwei fehlerfreien Umläufen die Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde beim Bad Arolser Reitturnier. Bei der schwersten Springprüfung der dreitägigen Veranstaltung des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Bad Arolsen benötigte der für den RV Borken startende Slowake auf der 13-jährigen Stute Quite Magic 46,74 Sekunden in der Extrarunde und siegte so vor dem Adorfer Markus Engelhard (RV Altenautal) mit Wallach Cuno (48,96). Seine hervorragende Turnierform in Bad Arolsen bestätigte Richard Friedrich (Sachsenhausen) mit Rang drei eindrucksvoll. Mit der elfjährigen Stute Cyppy absolvierte er ebenfalls beide Runden fehlerfrei und verwies Engelhard auf Nerrada auf Rang vier.

Insgesamt blieb ein Sextett im Normalparcours ohne Abwurf, darunter die Bad Wildungerin Mona Strenk deren Zeit nicht zum Finaleinzug reichte. Favorit Frank Plock (Borken) konnte sich nicht für das Finale qualifizieren, auch nicht der Delbrücker Sebastian Holtgräve-Osthues.

Markus Engelhard mit 77 Punkten

Die Punktespringprüfung der Klasse S* gewann Engelhard mit Wallach Cuno. Der Diemelseer Berufsreiter erreichte dabei die maximale Punktzahl von 77 und seine Zeit von 63,10 Sekunden war von den nachfolgenden Reitern nicht zu schlagen. Zweiter wurde Plock, vor Martin Respondeck (Wippertal). Mit 71 Zählern wurde Friedrich auf Rang sieben platziert.

In der Punktespringprüfung der Klasse M* distanzierte Strenk mit Wallach Accorado Ass mit der Höchstpunktzahl die Konkurrenz um mehr als acht Sekunden. Dritte wurde die Korbacherin Daniela Hocke mit Stute Friederike, die am Vortag in einer gleichwertigen Prüfung auf Rang sieben platziert worden war. Durchweg gute Resultate konnte die heimischen Talente in den Nachwuchsprüfungen verbuchen. In einer Stilspringprüfung der Klasse E mit Stechen siegte Tessa Biermann (Niederwarolden), die in einer ähnlichen Prüfung am Samstag Rang zwei vor Emma Becker (Sachsenhausen) erreichte. Der ausrichtende Verein konnte sich über die Siege von Clara Ricken (Führzügel-WB), Frieda Gottmann (Springreiter-WB) und Maya-Auguste Köhler (Reiter-WB) freuen.

Das traditionsreiche Waldecker Springen wird immer mehr zum „Wohnzimmer“ von Jörg Becker (Sachsenhausen). Nach 2018 und 2020 siegte er mit der zwölfjährigen Sture Corenne zum dritten Mal in nur vier Jahren. Nicht zu vergessen sein zweiter Rang 2021 mit nur einer hundertstel Sekunde Rückstand auf Vorjahressiegerin Christina Grebe (Bad Arolsen). In der Gesamtwertung der Springprüfung der Klasse L* war Becker hinter Arno Reitze (Sieger in 2020), Marc Riecher (beide Borken) und Anastasia Rose (Kassel) Vierter mit einem fehlerfreien Ritt in 55,04 Sekunden geworden, in der internen Kreiswertung distanzierte er Hocke mit der elfjährigen Stute Coralie aber um mehr als fünf Sekunden distanzierte.

Bei der inoffiziellen Kreismeisterschaft der Springreiter gingen 25 Teilnehmer vor großer Kulisse an den Start. Doch es waren nur sieben Starter aus dem Kreisreiterbund zu Gast, aus dem Frankenberger Altkreis keiner. Immerhin neun Teilnehmer blieben ohne Fehlerpunkte, Kopecky musste nur einen Zeitfehlerpunkt einstecken.

Voller Einsatz: Richard Friedrich aus Sachsenhausen wurde auf Cyppy Dritter beim S-Springen in Arolsen.
Voller Einsatz: Richard Friedrich aus Sachsenhausen wurde auf Cyppy Dritter beim S-Springen in Arolsen. © bb

Überraschte Siegerin Louisa Marie Vollbracht 

44 Teilnehmer starteten beim mit 850 Euro dotierten Sparkassen-Cup. Der begann mit einer Stilspringprüfung der Klasse A* mit Stechen. Die Gewinnerin der ersten Wertungsprüfung war etwas überrascht. Zwar wurde Louisa Marie Vollbracht (RFV Sachsenhausen) nur auf Rang zwei in der ersten Abteilung platziert, doch in der Gesamtaddition war das der Erfolg in der ersten Wertungsprüfung.

„Das habe ich so überhaupt nicht mitbekommen“, sagte sie. Dieser Cup hat die Förderung von Junioren, Jungen Reitern und Reitern bis einschließlich 27 Jahren, die Stamm-Mitglied in einem Verein des Kreisreiterbundes Waldeck-Frankenberg sind und in den Leistungsklassen 4, 5 oder 6 reiten, zum Ziel

Hinter Vollbracht mit dem 15-jährigen Wallach Sir Lennox wurden Tessa Biermann (SV Nieder-Waroldern Reitabteilung) mit Stute Clara be cool und die Korbacherin Gil Langerzik mit Wallach Wilbert auf den Rängen zwei und drei platziert. Die erste Abteilung dieser Prüfung gewann Lokalmatadorin Grebe mit Damira Star, die einen klassischen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Die Siegerschleife der zweiten Abteilung ging nach Borken. Sophie Schneider war mit Wallach De Rubin hier nicht zu schlagen.

„Der Turnierverlauf und das Wetter waren für uns fast schon wie ein Sechser im Lotto“, freute sich Patrick Viering, der Vorsitzende des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Bad Arolsen, was auch was auch Vorstandsmitglied Jürgen Schieferdecker bestätigte. „Die Nennungszahlen waren gut, wir hatten am Ende 650. Die Neuorganisation der Bewirtung, unter anderem mit einem Mittagstisch, wurde prima angenommen“, freute sich der Vorsitzende. Die hohe Nennungszahl hatte für Zeitverzug im Ablauf gesorgt. „Wir haben trotzdem für unser Turnier und die Rahmenbedingungen sehr viel Zuspruch bekommen, das motiviert“, sagte Viering. (bb)

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