Sieg mit Hundertstel vor Jörg Becker

Reiterin Christina Grebe gewinnt hauchdünn

Und drüber: Die Vöhlerin Anna Maria Klaus wurde auf dem Wallach Quax in der Springprüfung der Klasse M* mit Stechen in Bad Arolsen Dritte.
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Und drüber: Die Vöhlerin Anna Maria Klaus wurde auf dem Wallach Quax in der Springprüfung der Klasse M* mit Stechen in Bad Arolsen Dritte.

Spannenden Pferdesport gab es beim zweitägigen Reitturnier in Bad Arolsen zu sehen.

Bad Arolsen – Ferdinand Kähn hat mit seinem zehnjährigen Wallach Bernie die schwerste Springprüfung beim großen Sommerreitturniers des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Bad Arolsen gewonnen. In der Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde blieb der Oberkaufunger in beiden Runden ohne Abwurf und war mit 43,33 Sekunden Schnellster des Finalquartetts.

Hinter Sebastian Holtgräve-Osthues (Delbrück) wurde der Diemelseer Markus Engelhard (RV Altenautal) mit Wallach Chester K nach einem Abwurf in der Extrarunde Dritter vor Daniel Erd (RFV Bad Wildungen) mit Cape Town de Pierre, der acht Fehlerpunkte in der Siegerrunde aufwies. Pech hatte Richard Friedrich (Sachsenhausen), der im Normalparcours fehlerfrei blieb, jedoch mit der seiner Zeit den Sprung ins Finale verpasste. Insgesamt waren in der höchsten Prüfung witterungsbedingt nur zehn Teilnehmer gestartet.

Knapp zwei Stunden hatte zuvor Holtgräve-Osthues eine Springprüfung der Klasse M* mit steigenden Anforderungen gewonnen, während Engelhardt mit verschiedenen Pferden die Ränge zwei bis vier belegte.

Die „inoffizielle Kreismeisterschaft“ der Waldecker Springreiter war der Höhepunkt am zweiten Turniertag und wurde wie schon oft in den Vorjahren ein Spektakel der besonderen Art. In der offenen Springprüfung der Klasse L siegte zwar Anastasia Rose (RG Keilsberghof Kassel) nach einem fehlerfreien Umlauf in 48,15 Sekunden, zählte aber nicht zur Waldecker Wertung. Die gewann Christina Grebe vom gastgebenden Verein mit einer Hundertstel Sekunden Vorsprung vor Titelverteidiger Jörg Becker aus Sachsenhausen hauchdünn. Grebes Schwester Stefanie hatte das Springen 2012 gewonnen.

Mit ihrem nur 1,44 Metern großen und schnellen Pony Holsteins hatte Christina Grebe auf dem nassem, aber griffigem Geläuf bei ihrem fehlerfreien Ritt 48,83 Sekunden benötigt. „Mit der schnellen Zeit war ich natürlich zufrieden und habe gehofft, dass sie am Ende reicht. Aber ich wusste, dass noch eine starke Konkurrenz folgt“, sagte sie auch in Bezug auf Becker.

Der gab als letzter Waldecker Starter mit seiner Stute Corenne, zehnjährig, von Beginn an Gas und benötigte 48,84 Sekunden, was für leichte Enttäuschung bei ihm sorgte. Der Titelverteidiger wusste aber schnell, wo er Zeit verloren hatte und gab zu, „dass ich auch bei einigen Passagen etwas Glück hatte“. Dritter in der Waldecker Wertung wurde Stefanie Jäger vom gastgebenden Verein.

Christina Grebe war zuvor schon in der Springprüfung der Klasse A** mit steigenden Anforderungen hinter der Korbacherin Louisa Tent Dritte geworden. Rang drei erreichte auch Jennifer Prehn (RFV St. Kilian Lelbach) in der Springprüfung der Klasse A*.

Am Auftakttag am Königsberg hatte Kähn eine Springprüfung der Klasse M* mit Stechen vor Engelhard gewonnen.

Vöhlerin Anna Maria Klaus überrascht

Ins Konzert der Berufsreiter konnte Anna Maria Klaus einbrechen. Die junge Vöhlerin blieb mit dem zwölfjährigen Wallach Quax wie weitere acht Konkurrenten im ersten Umlauf fehlerfrei und wurde im Stechen vor Daniela Hocke (Korbach), Richard Friedrich (Sachsenhausen) und Engelhard Dritte.

Am Samstag hatte Becker die Springprüfung der der Klasse L mit Corenne vor der Frankenbergerin Madeleine Rinninsland auf Centia gewonnen. Finja Gräbe (Lelbach) siegte in einer Punktespringprüfung der Klasse A*, in der Jil Langerzik (RFV Korbach) Dritte wurde.

Nicht nur die Corona-Bestimmungen, sondern zusätzlich auch das regnerische Wetter sorgten in Bad Arolsen wie schon beim Turnier in Rosenthal in der Vorwoche für ein dezimiertes Teilnehmerfeld und einen geringeren Zuschauerzuspruch.

„Unter dem Strich sind wir durchaus zufrieden. Die Zuschauerzahl am Samstag war ungewohnt gut. Die Bestimmungen sind aktuell gut umsetzbar“ sagte Patrick Viering. „Wir haben wieder, wie im Vorjahr, ein Turnier angeboten und das ist sehr wichtig, auch für den Nachwuchsbereich“, fügte der Vorsitzenden des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Bad Arolsen noch an.

Aufgelockert worden war das zweitägige Turnier mit einer Voltigiervorführung am Sonntagmittag in der Reithalle. bb

Siegerschleife: Christina Grebe vom Ländlichen Reit- und Fahrvereins Bad Arolsen gewann auf Holsteins Julienne das Waldecker Springen.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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