Vielseitige, zufriedene Gastgeber

Lelbacher Reitturnier: Mona Strenk gewinnt den Homberg-Cup

Nicht nur über die Hindernisse gut: Katharina Bähr (hier auf Dibaba) gehört zu den vielseitigen Reiterinnen des gastgebenden RFV St. Kilian, die beim Lelbacher Turnier auch in der Dressur erfolgreich waren.
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Nicht nur über die Hindernisse gut: Katharina Bähr (hier auf Dibaba) gehört zu den vielseitigen Reiterinnen des gastgebenden RFV St. Kilian, die beim Lelbacher Turnier auch in der Dressur erfolgreich waren.

Ein ganzer Tag Dressur, ein ganzer Tag Springen: Das Turnier des RFV St. Kilian Korbach war zweigeteilt. Beim Fazit gab es aber keine geteilte Meinung.

Lelbach – Elf Sekunden zwischen Platz eins und drei – im Springreiten sind das Welten. Mona Strenk hat diesen Unterschied auf und zwischen den Hindernissen herausgaloppiert, und die Bad Wildungerin machte sich und Wallach Accorado Ass damit zur Siegerin des abschließenden M*-Springens beim Turnier des RFV St. Kilian Korbach am Sonntag in Lelbach.

Strenk wurde durch den Erfolg in der schwersten Springprüfung gleichzeitig Gewinnerin des Homberg-Cups 2021 und behauptete sich gegen 17 Teilnehmer. Fehlerfrei in 57,39 Sekunden verwies sie Richard Friedrich aus Sachsenhausen mit Stute Cyppy um fast vier Sekunden auf den Silberrang. Und die drittplatzierte Korbacherin Daniela Hocke auf Coralie lag noch einmal weitere sieben Sekunden zurück.

Mit nur sechs Hundertstel Rückstand folgte der Badestädter Lutz Ricken auf Rang vier. Das Paar blieb ebenfalls fehlerfrei. Einen Abwurf musste Lokalmatadorin Carina Pöttner mit der erfahrenen 17-jährigen Pertina hinnehmen, wurde aber noch auf fünf platziert.

Am Sonntagmittag stand eine Wertungsprüfung zum PSJ-Springcup und Hessenpreis des Pferdejournals und Equiva auf dem Zeitplan. Die Siegerschleife ging an Carolin Grebe (Elnhausen) mit der starken Note von 8,5. Auf den weiteren Plätzen folgten Hanna Otto (Bad Arolsen; 7,8), Sophia Kesting (Sachsenhausen; 7,6) und Lilly-Manu Paul (Nieder-Waroldern; 7,4).

Vielseitiger Wallach Waldemar Windspiel

Wallach Waldemar Windspiel MHH, vorgestellt von Caterina Steffen (St. Kilian) macht nicht nur im Dressurquadrat eine gute Figur. Das Paar wurde hinter Doppelsiegerin Christine Wecke (RFV Exter) Dritte im Stilspringen der Klasse L. Mit der tollen Note von 8,3 lag die Sportwartin von St. Kilian nur um 0,2 Zähler hinter der Siegerin.

„Vor wenigen Jahren war ich nur im Springsattel unterwegs, seitdem ich Waldemar ausbilde, fühle ich mich im Dressursattel genauso wohl“, erklärte Caterina Steffen, die auch die Vereinsphilosophie erläuterte: Die Trainer legten viel Wert auf die vielseitige Ausbildung der Reiter und Pferde. So waren auch Katharina Bähr, Anna Pieper, Finja Gräbe und Elena Pillkahn am Wochenende im Viereck und im Parcours erfolgreich. „Ein bisschen Heimvorteil haben wir alle genutzt, aber letztendlich entscheidet das Können der Reiter-Pferd-Paare – und ein bisschen Glück“, so die Sportwartin.

Christina Grebe (Bad Arolsen) trumpfte in der Springprüfung der Klasse A** mit einem ganz schnellen Ritt mit Holsteinstute Julienne auf und sicherte sich fehlerfrei in 51,33 Sekunden die Siegerschleife. Rang drei blieb in Lelbach. Jennifer Prehn folgte mit respektablem Abstand auf Rang drei. Am Sonntagmorgen jubelten die Gastgeber über Rang eins von Katharina Bähr im Stilspringen der Klasse A*. Finja Gräbe machte mit Rang zwei und drei den dreifachen Erfolg des Gastgebers perfekt.  

Das Fazit: Das Fazit: Viel Lob für den Dressurtag und das Gesamtkonzept

Als sehr positiv hat Erik Rasner, Vorsitzender des RFV St. Kilian Korbach das Dressur- und Springturnier am vergangenen Wochenende bewertet. „Es war gut, dass wir nicht gleich wieder voll eingestiegen sind, sondern unter den derzeitigen Bedingungen ein reduziertes, aber attraktives Programm angeboten haben. Das war der richtige Weg“, freute sich Rasner.
Heinrich Pöttner vom gastgebenden Verein war vor allem voll des Lobes über den Samstag. „Es waren sehr viele Zuschauer bei den Dressurprüfungen. Viele Teilnehmer, vor allem aus Westfalen lobten das Ambiente und schlugen vor, dieses Angebot zu wiederholen oder zu erweitern“. Laut Erik Rasner habe der Verein einen Dressurtag auf der Reitanlage schon länger im Blick. „Der Samstag war ein deutliches Votum dafür“, so der Vorsitzende. Man werde sich in naher Zukunft darüber beraten. (bb)

Der erste Turniertag auf der Reitanlage „Auf den Brüchen“ stand im Zeichen des Dressursports, Corona bedingt unter freiem Himmel und nicht in der Reithalle. In der Prüfung der Klasse M* siegte Carla Düring aus Hellefeld bei Sundern und gewann damit den Homberg-Cup. Mit Wallach San Francisco siegte das Paar mit einer Note von 7,4 vor Johanna Kronenberger (Dillenburg. 7,2). Auf Rang drei hatte Silke Metzger vom RFV Rosenthal-Willershausen mit Don Ami nur 0,10 Zähler Rückstand auf Rang zwei.

Knapp 120 Minuten zuvor hatte Carla Düring bereits die L-Dressur mit Trense gewonnen. Große Freude herrschte im Lager des Gastgebers, denn Caterina Steffen errang mit dem achtjährigen Wallach Waldemar Windspiel und einer guten Kür mit der Note 7,0 den dritten Rang.

Sieg im A**-Springen: Christina Grebe (Bad Arolsen) gewann mit einem schnellen Ritt auf Julienne.

In der Dressurreiterprüfung der Klasse L* stand eine heimische Reiterin ganz oben auf dem Treppchen: Anne Schleiter (RFV Rosenthal-Willershausen) und ihre siebenjährige Stute Delia Rouge bekamen vom Richterkollegium eine 7,7 – eine Note, die 18 Konkurrenten nicht mehr erreichen konnten. Ariane Riebe (Sachsenhausen) auf Rang vier platzierte sich ebenfalls im Vorderfeld.

Die Dressurreiterprüfung der Klasse A mit 22 Teilnehmerinnen war am Vormittag ein Auftakt nach Maß für den RFV St. Kilian: Hinter Siegerin Michelle Planer (Diemeltal) erreichte das Lelbacher Duo Katharina Bär und Finja Gräbe die Ränge zwei und drei. Ebenfalls noch platziert auf Rang sieben, gleich mit zwei Stuten: Elena Pillkahn. (bb)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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