Antonia Kleinschmidt im L-Springen auf Rang zwei

Reitturnier in Rosenthal: Daniela Hocke verpasst Podest knapp

Antonia Kleinschmidt (RSG Waldeck-Edersee) mit ihrer Stute Valencia 
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Sechs Sekunden fehlten Antonia Kleinschmidt (RSG Waldeck-Edersee) mit ihrer Stute Valencia zum Sieg in der Springprüfung der Klasse L.

Das nennt man wohl Heimvorteil genutzt. Bei der zweitägigen Pferdeleistungsschau in Rosenthal sammelten die Aktiven des Reit- und Fahrvereins Rosenthal-Willershausen einige Siegerschleifen.

Rosenthal – In der Dressur gelangen den Reiterinnen und Reitern des Gastgebers zwei Siege. Die Springreiter toppten dieses Resultat am Sonntag nochmals. Drei Siegerschleifen in den sechs Prüfungen und vier Podestplätze krönten den Heimauftritt.

Mit einer Hygieneverordnung hatte der gastgebende Verein zahlreiche Zuschauer für sich gewonnen, die ihm der Wettergott am Sonntagmittag mit viel Regen aber wieder abspenstig machte. Bereits im Vorfeld war das Springen auf den Sandplatz verlegt, der eigentlich als Abreiteplatz dient. Trotzdem starteten in der höchstdotierten Springprüfung des Sonntags, eine Punktespringprüfung der Klasse M* mit Joker, nur noch sieben Teilnehmer.

Die Prüfung gewann Johanna Hüttich (RFV Wetschaftstal) mit 65 Punkten vor Lokalmatadorin Ann-Kristin Freitag, die mit ihren Stuten Quenti und Batumi die Ränge zwei und drei belegte. Auf Rang vier folgte die Korbacherin Daniela Hocke mit 57 Punkten.

Ann-Kristin Freitag sammelt viele Medaillen

Doch damit hatte Ann-Kristin Freitag noch nicht genug, denn in der Springprüfung der Klasse L gewann sie mit Quenti mit einem fehlerfreien Umlauf in 55,75 Sekunden vor Antonia Kleinschmidt (RSG Waldeck-Edersee). Sie ging mit der Holsteiner-Stute Valencia ebenfalls ohne Fehler, benötigte dafür aber 60,62 Sekunden. Damit verhinderte die Waldeckerin einen Doppelsieg von Ann-Kristin Freitag, die mit ihrem zweiten Pferd Bantumi (0/64,09) auf Rang drei kam.

Nach den vielen coronabedingten Turnierabsagen im Vorjahr konnte in Rosenthal endlich die erste Wertungsprüfung des neu geschaffenen Walter-Bergmoser-Förderpreises gestartet werden. Die Walter-Bergmoser-Springsportförderung aus Reddighausen möchte damit für Pferdesportvereine in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf einen Anreiz schaffen, Turniere zu veranstalten, bei denen jugendlichen Reiter und Amateure besonders gefördert werden sollen. Für Reiter mit Stammmitgliedschaft in Hessen und Nordrhein-Westfalen wird jeweils eine Springleistungsprüfung der Klasse E und A ausgeschrieben. Der Sieger erhält so viele Punkte, wie Paare gestartet sind. Der Zweite einen Punkt weniger, der Vierte zwei Punkte weniger....

Sechs Turniere waren vorgesehen, um den Gesamtsieger des Förderpreises zu ermitteln. Doch davon sind bereits drei wegen Corona ausgefallen, in Korbach, Marburg-Wehrda und Ernsthausen. Bei der letzten Veranstaltung in Gemünden werden die Prüfungen mit einem Stechen ausgeschrieben. Hierbei werden die Punkte mit dem Faktor 1,5 multipliziert.

Regen leert die Zuschauerränge

Zu Beginn dieser Prüfung verfolgte noch eine recht ansprechende Zuschauermenge den Wettbewerb. Dann setzte der Gewitterschauer ein und die Ränge leerten sich deutlich. Die Siegerschleife ging nach Gemünden. Julia Schneider und ihre Stute Contefinchen trotzten dem einsetzenden Regen mit null Fehlern in 50,21 Sekunden, eine Zeit, die selbst der erfahrene Reitersmann Arno Reitze aus Borken nicht toppen konnte.

Die Rosenthalerin Paula Dersch erreichte Rang vier. Sie hatte die Siegerschleife in der Stilspringprüfung der Klasse A* gewonnen vor der Korbacherin Finja Gräbe (St. Kilian Lelbach). In dieser Prüfung starteten 32 Teilnehmer.

In der Springprüfung der Klasse E platzierten sich die Rosenthalerinnen Antonia Scheuch (4.) und Anne Schleiter (6.). Fehlt noch die nächste Siegerschleife von Ann-Kristin Freitag. Mit Quenti gewann sie die Stilspringprüfung der Klasse L mit der tollen Wertnote von 8,50 vor Johanna Hüttich (Wetschaftstal) und Teamgefährtin Luisa Dersch, die mit 7,90 auch eine starke Leistung zeigte.

Vier Dressurprüfungen

Vier Dressurprüfungen standen am Samstag auf dem Programm. Die höchste, die Kategorie der Klasse M, gewann der Rosenthaler Daniel Balzer mit seinem Wallach Wolkentänzer mit der Note 7,20. Die beste Platzierung einer Waldecker Reiterin im Dressurviereck erreichte die Wildungerin Bettine Schraps in eine Prüfung der Klasse A*.

Hinter der Siegerin Emily-Sophie Briel (Wehrshausen) mit 7,7 und Lokalmatadorin Anne Schleiter (7,5) kam sie mit ihrer Stute Allenstein vom Liebetal auf Rang drei, vor ihrer Teamgefährtin Hanna Grell (beide 7,0).

Zum Abschluss des Tages auf der Reitanlage „Aueweg“ stand eine Dressurprüfung der Klasse L*, geritten auf Kandare, im Blickpunkt: Die Prüfung gewann Ralf Wenzel aus Ziegenhain. Mit der Sachsenhäuserin Ariane Riebe und Lokalmatadorin Jana Dersch erreichten zwei Teilnehmerinnen aus dem Kreisreiterbund Rang fünf und sechs. In der Dressurprüfung der Klasse L* kam Ariane Riebe (Sachsenhausen) auf Rang sieben.  bb

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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