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Reiten: Erst der große Regen, dann gewinnt Frank Plock

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Markus Engelhard aus Diemelsee, hier auf Cuno über dem Hindernis.
Zweiter im Punktespringen der Klasse S: Markus Engelhard aus Diemelsee, hier auf Cuno über dem Hindernis. © bb

Frank Plock, wer sonst. Der Borkener hat am Samstag zum Auftakt der „Grünen Saison“ in Waldeck-Frankenberg die schwierigste Prüfung beim Reitturnier des RuFV Vöhl gewonnen.

Vöhl. - Die Freude über das erste heimische Springturnier einer (hoffentlich) wieder normalen Saison nach zwei Coronajahren war überall greifbar, bei Teilnehmenden, Zuschauern und auch bei den Gastgebern. Und am ersten Tag war, so die Vorsitzende Astrid Döhlert, über sieben Stunden „alles super gelaufen“ - bis zum Höhepunkt, einer Punktespringprüfung der Klasse S*.

Beinahe pünktlich zum vorgesehen Start der finalen Prüfung am Homberg begann es wie aus Eimern zu regnen, eine halbe Stunde lang. Alle Protangonisten suchten Unterschlupf. Je länger der Regen dauerte, desto mehr Zuschauer verließen das Turniergelände. Mit 75 minütiger Verspätung konnte dann die S*-Prüfung starten.

Reitplatz unter Wasser
Unter Wasser: So sah der Parcours für kurze Zeit nach dem großen Regen in Vöhl aus. © bb

„Unser Sandplatz kann auch solche Witterungseinflüsse verkraften. Der Boden trocknet schnell ab und der Parcours ist jederzeit griffig und bedeutet keine Gefahr für Reiter und Pferd“, so die Vorsitzende Döhlert. „Wenn wir jetzt einen Rasenplatz hätten, müssten wir das Turnier zumindest für heute abbrechen“ fügte die Vorsitzende hinzu.

Markus Engelhard verhinderte Doppelsieg von Plock

Nur eine Handvoll Starter hatte ihre Nennung für das S*-Springen letztendlich zurückgezogen. Die 21 Reiter und Reiterinnen fanden gute Bedingungen vor und sahen einen Favoritensieg. Der Borkener Frank Plock hatte mit der zwölfjährigen Stute Aquarelle de Choizy die undankbare Aufgabe, die Prüfung zu eröffnen. Kein Problem für Plock.

Das Paar legte die Messlatte mit der maximalen Punktzahl von 65 und der Zeit von 51,55 Sekunden so hoch, das die Konkurrenz nicht herankam Einen Doppelsieg von Plock, der mit Stute Fantasie Rang drei erreichte verhinderte der Diemelseer Markus Engelhard (RV Altenautal) mit der zehnjährigen Stute Nerrada, er benötigte 3,3 Sekunden im Parcours mehr..

Von der Resonanz auf das Turnier war Astrd Döhlert sehr angetan. „Wir hatten zuvor in der Springprüfung der Klasse M* mit 50 Startern ein erfreuliches großes Starterfeld“, sagte sie.

Borken/Twistetal überraschend Sieger im Mannschaftsspringen

In der ersten Abteilung siegte Frank Plock vor Daniel Erd (Bad Wildungen) mit seiner Stute Medoly. Fehlerfrei blieben beide, doch der Borkener hatte fast fünf Sekunden Vorsprung  Die zweite Abteilung gewann er auch, mit Fantasie; Zweiter wurde nun der Sachsenhäuser Richard Friedrich mit der elfjährigen westfälischen Stute Cyppy, der nur knappe zwei Sekunden mehr benötigte.

Der erste Turniertag in Vöhl hatte mit dem traditionellen Mannschaftsspringen begonnen. Es gewann die Startgemeinschaft (SG) Borken/Twistetal mit Mohammad Omeish, sowie Isabell und Jeanett Salzmann etwas überraschend den „Martin-Göbel-Gedächtnispreis“ vor dem Team des RuFV Rosenthal-Willershausen (Dersch, Freitag, Groß und Hielscher). Dritter wurde die SG Fritzlar/Mengsberg). Nur der Sieger war ohne Abwurf geblieben. Die Rosenthalerin Paula Dersch belegte in der Einzelwertung Platz zwei.

In den Springpferdprüfungen der Klassen A** und L konnte sich der Twistelaler Markus Friedel (Nethegau-Brakel) zwei Siege sichern, unter den Top Drei platzierten sich auch Markus Engelhard und Sophia Haschlar (jetzt Rosenthal). Zur Mittagszeit hatte sich auch der Nachwuchs in einem Stilspringprüfung-Wettbewerb dem Publikum präsentiert. Die Vöhlerin Mia Eisenmann belegte hinter der Doppelsiegerin Anna-Maria Friedel Rang drei. (bb)

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