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Rote Karte als Knackpunkt: Twistetal startet mit 34:25-Sieg in Gensungen

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Kann sich die Ecke aussuchen: Twistetals vierfacher Torschütze Torben Bender wirft frei vor ESG-Keeper Jonas Bickert, rechts Christian Rohde.
Kann sich die Ecke aussuchen: Twistetals vierfacher Torschütze Torben Bender wirft frei vor ESG-Keeper Jonas Bickert, rechts Christian Rohde. © Artur Schöneburg

Die ersten zwei Punkte sind eingefahren: Die Handballer der HSG Twistetal haben den Saisonauftakt in der Landesliga Nord mit 34:25 (17:13) beim Aufsteiger ESG Gensungen/Felsberg II gewonnen.

Gensungen – Die Twistetaler kamen nicht leicht in die Gänge. Bis kurz vor der Halbzeit schafften sie nie mehr als ein Tor Vorsprung. Trainer Steffen Fingerhut hatte sie mit ihrer Standardformation, der 5:1-Deckung, aufs Parkett geschickt. Seine Mannschaft tat sich schwer. Sie ließ sich immer wieder hinten reindrängen und hatte ihre Probleme mit Tim Schanze. Der Mittelmann der ESG erzielte insgesamt sieben Treffer selbst und setzte seine Mitspieler immer wieder ein.

Ab der 15. Minute stellte Fingerhut auf eine 6:0-Deckung um, um mehr Rückraumwürfe zu produzieren und mehr Stabilität ins Spiel zu bekommen. Schließlich ließ er Schanze in Manndeckung nehmen, was diesen zunehmend frustrierte. Nach einem Foul gegen Linksaußen Johannes Happe sah Schanze die Rote Karte (29.) und schwächte seine Mannschaft entscheidend, die ohne ihn keine Lösungen mehr im Angriff fand.

Die HSG hatten bis dahin vor allem Torwart Manuel Schmidt und Linkshänder Andre Krouhs, der in den ersten 15 Minuten in Eins-zu-eins-Situationen vier Tore erzielte, im Spiel gehalten. Zudem brachte Routinier Johannes Happe nach seiner Einwechslung mehr Schwung und Mentalität aufs Feld; insgesamt agierte die HSG nun konzentrierter.

Fingerhut kritisiert schlechte Chancenverwertung

Den Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit bauten die Gäste im zweiten Teil kontinuierlich aus. Wieder in ihrer gewohnten 5:1-Formation agierend, trugen sie ihre Angriffe mit mehr Tempo vor und standen stabil in der Abwehr. Der eingewechselte Philipp Pohlmann knüpfte im Tor nahtlos an Schmidts sehr gute Leistung an und trug dazu bei, dass sich seine Mannschaft immer weiter absetzen konnte.

Trotzdem war Trainer Fingerhut nicht ganz zufrieden mit der Leistung seines Teams. „Wir haben im Angriff viel liegen lassen, weil wir zu schön spielen wollten. Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen können“, sagte er. Gleichwohl sollte der gute Start der HSG den Rücken für das erste Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Eschweger TSV stärken.  his

Tore für Twistetal: Glenn Fait 2, Johannes Happe 4, Andre Krouhs 6, Jannik Bitter 8/3, Michael Köhne 1, Nils Pohlmann 1, Florian Heß 5, Torben Bender 4, Luca Meier 3.

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