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Rumpfkader hält den Sieg fest: Twistetaler Handballer schlagen Rotenburg mit 31:29

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An der gegnerischen Hand vorbei: Nils Pohlmann (Twistetal) lässt sich vom Rotenburger Tomislav Balic nicht mehr am Torwurf hindern.
An der gegnerischen Hand vorbei: Nils Pohlmann (Twistetal) lässt sich vom Rotenburger Tomislav Balic nicht mehr am Torwurf hindern. © Spitzkopf

Die Handballer der HSG Twistetal sind nach dem Ausrutscher in der vergangenen Woche wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Sie behielten im Landesligaspiel mit 31:29 (18:16) die Oberhand über die TG Rotenburg.

Twistetal – Bis zur letzten Minute war diese Begegnung nichts für schwache Nerven, aber die Mannschaft von Trainer Steffen Fingerhut behielt stets die Kontrolle über die Partie und sie nicht zu, dass Rotenburg die zwei Punkte entführt. Damit bliebt die HSG auch im vierten Heimspiel der Saison ungeschlagen.

Die Rotenburger sorgten mit ihrer Leistung dafür, dass dieses Spiel jederzeit in die eine oder andere Richtung hätten kippen können. Kein Team konnte sich in diesen 60 Minuten mal entscheidend absetzen und etwas durchatmen.

Die Gäste erarbeiteten sich eine 22:20-Führung, schafften es in dieser Phase aber nicht der HSG zu enteilen und die Twistetaler waren nicht in der Lage, eine Vier-Tore-Führung zu verteidigen. Dafür war die Fehlerquote der Gastgeber im Angriff an diesem Tag zu hoch. Außerdem stand der Mittelblock der HSG nicht so sicher. Dort wurden einige Duelle verloren, die auch zu Gegentoren führten.

Doch trotz der Ausfälle durch Erkältungen und eine kurzfristige Verletzung von Luca Meier hat das Team von Steffen Fingerhut sich immer wieder seiner eigenen Stärken besinnt und dieses Spiel mit nur acht Spielern dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und dank einer guten Zuschauerunterstützung siegreich über die Ziellinie gebracht. „Ich kann den Jungs nicht hoch genug anrechnen, dass sie trotzdem so Gas gegeben haben“, lobte Fingerhut.

Torwart Fingerhut liefert „super Job“ ab

„Da bin ich wirklich stolz drauf, dass alle in die Bresche gesprungen sind und an einem Strang gezogen haben.“ Ein Garant für diesen Sieg war Torwart Patrick Fingerhut, der laut seinem Trainer einen „super Job abgeliefert hat“. Der Keeper wurde nach seinem Rücktritt wieder reaktiviert.

Er entschärfte viele freie Bälle der Rotenburger und wurde dafür von den Zuschauer ebenso so laut bejubelt, wie ein Torschütze im Angriff. Am Ende brachten sich die Rotenburger selbst um den Lohn ihrer Arbeit, denn auf sie prasselte zum Schluss eine Strafenflut ein, die den Twistetalern mit ihrer schmalen Bank sehr entgegenkam. Nicht nur Spieler, auch der Trainerstab ließ sich wegen der drohenden Niederlage sich zu Äußerungen gegen das Schiedsrichtergespann hinreißen. Die Folge waren drei Zwei-Minuten-Strafen. Doch im 6:3-Angriff schaffte es die HSG zum Schluss kaum, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen und machte es sogar noch einmal spannend. „Diese Torchancen darf man nicht auslassen“, kritisierte Fingerhut, der aber zugab, dass dieser der Sieg sehr gut tue. (his)

Tore für Twistetal: Happe 12/5, Heß 5, Krouhs, Bitter, Bender je 4, Pohlmann 2.

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