Landesliga startet am Samstag

Auf in die Saison I: Einzug in Aufstiegsrunde soll Fortschritte der Twistetaler Männer bestätigen

Die Landesliga-Männer der HSG Twistetal – hinten von links: Betreuer Gerd-Christian Pohlmann, Physiotherapeut Uwe Facca, Jannik Bitter, Joshua Sturm, Lars Fingerhut, André Krouhs, Luc Dietmann, Lennard Schmidt, Trainer Steffen Fingerhut, Torwart-Trainer Tobias Mettenheimer; vorn von links: Glenn Fait, Torben Bender, Nils Pohlmann, Patrick Fingerhut, Manuel Schmidt, Jakob Gleumes, Luca Meier, Michael Köhne.
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Die Landesliga-Männer der HSG Twistetal – hinten von links: Betreuer Gerd-Christian Pohlmann, Physiotherapeut Uwe Facca, Jannik Bitter, Joshua Sturm, Lars Fingerhut, André Krouhs, Luc Dietmann, Lennard Schmidt, Trainer Steffen Fingerhut, Torwart-Trainer Tobias Mettenheimer; vorn von links: Glenn Fait, Torben Bender, Nils Pohlmann, Patrick Fingerhut, Manuel Schmidt, Jakob Gleumes, Luca Meier, Michael Köhne.

Mit Kantersieg an die Spitze“, titelte die WLZ am 19. Oktober 2020. Die Schlagzeile galt in der vorigen Saison dem ersten Spiel der Männer der HSG Twistetal in der Landesliga Nord – es war auch gleich das letzte.

Es kam die zweite Corona-Welle, die Saisonunterbrechung, später der Abbruch. Danach standen für die Handballer aus Berndorf, Twiste und Mühlhausen andere Dinge im Mittelpunkt: Regeln, Auflagen, Sportverbote. Kein Wunder, dass nicht nur Steffen Fingerhut nach dieser langen Pause sagt: „Wir freuen uns unglaublich auf die anstehende Saison 2021/22.“

Der Trainer und seine Mannschaft spielen dann in der Landesliga Nord 1, und sie müsse sich an einen neuen Modus gewöhnen, nachdem coronabedingt die 13 Landesligisten aufgeteilt worden sind, Die HSG Hofgeismar, die vor Jahresfrist in besagtem Spiel mit 33:23 so klar bezwungen wurde, sehen die Twistetaler auch diesmal wieder, andere wie der Hünfelder SV, einer der Favoriten in Gruppe 2, sähen sie erst im zweiten Teil der Saison.

Nach der Vorrunde würde über Teil zwei „Aufstiegsrunde“ stehen, geht es nach dem Willen der HSG. Diese zu erreichen, ist das Ziel; also Platz eins bis drei ihrer Gruppe. Die Punkte aus den Spielen gegen die unmittelbare Konkurrenz nimmt man mit in die nächste Runde.

Twistetal: Trainer Fingerhut kennt Chancen und Risiken

„Wir müssen alles dafür geben, die Aufstiegsrunde zu erreichen“, fordert Fingerhut. Dies könne nur das Ziel sein. „Seit dem Aufstieg vor fünf Jahren konnten wir uns stetig weiterentwickeln. Diese Entwicklung hoffen wir weiter vorangetrieben zu haben.“ Mut macht dem Übungsleiter, dass die HSG in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Gegner der oberen Region der Tabelle punkten konnte.

Gleichwohl weiß der Coach, dass seine Truppe gerne mal Punkte liegen ließ gegen Gegner der unteren Tabellenhälfte. „So birgt der neue Modus ein erhebliches Risiko: Schlägst du die Mannschaften, die später Platz eins bis drei belegen, verlierst aber gegen die aus der unteren Tabellenhälfte, dann stehst du unter Umständen mit wenigen Punkten in der Abstiegsrunde“, weiß Fingerhut und folgert: Es ist in dieser Saison noch wichtiger, dass wir als Team reifen, in entscheidenden Phasen cooler bleiben und die Spiele gegen die direkten Tabellennachbarn gewinnen.“

In der langen Vorbereitung auf die neue Spielzeit, die mit dem Kracher gegen die HSG Baunatal am 30. Oktober in der Mühlhäuser Mehrzweckhalle beginnt, haben sich die Twistetaler Verantwortlichen ein insgesamt sehr abwechslungsreiches Training einfallen lassen – auch mit Elementen, die auf andere Weise neue Reize setzen sollten. Beliebt war beispielsweise eine Schnitzeljagd im Freien über drei Wochen.

Von Februar bis April konnten die Spieler nur individuell arbeiten, im Juni zeichnete sich dann ein Ende des Lockdowns ab und eröffnete der Trainingsgruppe wieder die Ausübung in gemeinsamen Einheiten in der Halle. „Die Freude über diese Entwicklung war allen Akteuren anzumerken“, berichtet Steffen Fingerhut.

Er absolvierte dann mit seinem Kader in den verschieden Phasen der Saisonvorbereitung unter anderem auch zwei Trainingslager in Battenberg und Mühlhausen. Themen neben vielen Grundlagen: das Entscheidungsverhalten in Drucksituationen und das Überzahlspiel. Auch ein Medizincheck gehörte zur Vorbereitung.

Twistetaler Kader ist zusammengeblieben

Getestet wurde natürlich auch, unter anderem gegen den TSV Korbach (27:19) und den Oberligisten TSV Vellmar (26:32). „Es ging im taktischen Bereich vor allem um die Bewegungsabläufe im Angriff, aber auch die Absprachen in der Abwehr zu verinnerlichen“, erklärt Trainer Fingerhut, der vor der letzten Vorbereitungsphase Anfang Oktober eine Woche trainingsfrei einstreute.

Kennenlernen musste sich der Kader nicht groß. Abgänge gibt es keine, der einzige „Neuzugang“ ist mit Michael Köhne ein Spieler der eigenen zweiten Mannschaft. Ein wichtiger Punkt ist laut Trainer, dass sich auf dem Spielfeld Führungspersönlichkeiten entwickeln, die die Mannschaft mental leiten und die Richtung auch mal lautstark vorgeben könnten.

„Wir erwarten alle sehnlichst die kommende Spielzeit und hoffen, mit unserer jungen Truppe die Landesliga aufmischen zu können“, sagt Fingerhut. Prognosen über die Stärke der Gegner kann er schwer abgeben. „Bleibt abzuwarten, wie die anderen Mannschaften in der langen handballfreien Zeit gearbeitet und sich entwickelt haben; ebenso ob die bekannten Gesichter noch alle auf der Platte sind.“ (Frank Schmidt)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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