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Schlechter Tag mit Happy end für Tom Barbe bei der DM der Sportschützen

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Tom Barbe (SV Goddelsheim)
Hat für 2023 einen Platz in der Nationalmannschaft der Herren sicher: Tom Barbe (SV Goddelsheim) © pr

Ohne Podestplatz endete für Sportschütze Tom Barbe die deutsche Meisterschaft am Olympiastützpunkt Hochbrück. Der Goddelsheimer musste seine Hoffnungen auf eine Finalteilnahme begraben

Vor allem mit dem Luftgewehr hatte sich Barbe etwas ausgerechnet. Er beendete den Wettkampf aber auf Platz zwölf hinter seinen Erwartungen. Nach sechs Serien mit je zehn Schuss und Zehntelwertung standen für Barbe 624,0 Ringe zu Buche - genau einer zu wenig, um zumindest den fürs Finale notwendigen achten Rang zu erreichen. Die letzte Serie von 102,7 war die schwächste und kostete den Top-acht-Platz.

Ein Zehntel vor Barbe, aber auch nicht im Finale, landete der aus Ernsthausen stammende Robin Zissel (10.), der inzwischen im Rheinland lebt und aktiv ist. Maximilian Ulbrich von der bayerischen SG Wilzhofen lag nach dem Vorkampf auf Platz eins und war auch im Finale der Stärkste. Seine 628,0 lagen nur knapp unter dem deutschen Rekord, einen neuen Rekord stellte Ulbrich mit 247,8 im Finale dann auf.

Platz fünf im Mixed-Team für Barbe

Nur ein Zehntel schlechter war der Odenwälder David Koenders, der inzwischen für den bayerischen Landesverband schießt. Wie Koenders hatte sich auch Tom Barbe Anfang August für die Weltmeisterschaften in Kario qualifiziert, bei der DM lag der Lichtenfelser aber mehr als sechs Ringe hinter seiner Bestleistung von der WM-Ausscheidung.

Das beste Resultat für den EM-Bronzemedaillen-Gewinner im Team war der fünfte Rang im Luftgewehr-Mixed. Im hessischen Team mit Leah Faust erreichte der Goddelsheimer, der zweitbester unter den Männern war, das Finale, in dem das Duo aber als erstes aussteigen musste.

Barbe sieht mit LG „kein gutes Ergebnis“, schafft aber sein Ziel

Da sich Barbe auf die Luftgewehr-Disziplinen spezialisiert hat, war mit dem Kleinkaliber erwartungsgemäß kein Top-Ten-Platz drin, zumal der 20-Jährige die Disziplin deutlich weniger trainiert. Im KK Dreistellungskampf (3x40 Schuss) landete Barbe mit 568 Ringen auf dem 39. Rang; nicht ganz wunschgemäß, denn in der Qualifikation war er mit 578 Ringen noch 18. gewesen. Im KK-Liegendkampf sprang mit 618,7 Ringen ein 25. Platz heraus, in der Disziplin KK 3x20 Schuss mit 566 Ringen der 48. Platz unter 102 Schützen.

Das Abschneiden mit dem Kleinkaliber habe er in etwa so erwartet, bilanzierte Barbe. „Der Luftgewehr Einzel-Wettkampf hat mich aber schon geärgert, weil 624 Ringe einfach kein gutes Ergebnis für mich sind und ich in das Finale kommen wollte. Aber ich hatte eine schlechte Tagesform, was manchmal einfach so ist beim Schießen.“

Gleichwohl konnte der Deutsche Juniorenmeister des Vorjahres die Heimreise mit guter Laune antreten. Denn sein Hauptziel für dieses Jahr neben der WM-Quali hat er erreicht: Er führt die Rangliste des Deutschen Schützenbundes für 2022 an, in der die Ergebnisse der beiden WM-Ausscheidungs-Wettkämpfe sowie der deutschen Meisterschaft zusammen gewertet werden. Als Ringbester mit 628,8 im Durchschnitt hat sich Barbe vor Koenders und Ulbrich einen Platz in der Nationalmannschaft der Erwachsenen gesichert – gleich in der ersten Saison bei den Herren.

„Außerdem war mein LG- Mixed-Wettkampf relativ gut, sodass ich trotzdem ein positives Fazit von der Deutschen ziehen kann“, meint Barbe. (schä)

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