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Erste Nachtschicht am Mühlenkopf: Schneeproduktion für Skisprung-Weltcup hat begonnen

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Von: Dirk Schäfer

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Schneekanonen beschneien den Auslauf der Mühlenkopfschanze Willingen
Los ging‘s: Fünf Schneekanonen beschneien seit der Nacht von Freitag auf Samstag den Auslauf der Mühlenkopfschanze in Willingen. © SC Willingen/pr

Gut 60 Tage vor dem ersten Sprung auf der Mühlenkopfschanze hat es geschneit in Willingen. Vom Himmel. Und aus den Schneekanonen.

Irgendwann kommt sie, die erste Nachtschicht von Andreas Rohn. Das ist so, wenn man Schanzenchef beim Ski-Club Willingen ist. Von Freitag auf Samstag war es soweit: Der zweite Schneefall des Winters wurde an der Mühlenkopfschanze ausgenutzt, um den ersten Schnee für das Weltcup-Skispringen vom 3. bis 5. Februar zu produzieren. Im vorigen Jahr war es der 1., diesmal der 2. Dezember, an dem es losging.

Nach ersten Arbeiten am Aufsprunghang vor wenigen Wochen geht der Ski-Club damit sozusagen in die nächste Phase der Vorbereitung. „Es war ein erfolgreicher Testlauf ohne technische Probleme“, sagte Schanzenchef Andi Rohn am Samstagmorgen über seine erste Nachtschicht der Saison. Die diente wie immer vor allem auch dem Blick darauf, ob alle Geräte und Maschinen nach der „Sommerpause“ einsatzfähig sind.

Freitagabend wurden sieben Schneekanonen an der Mühlenkopfschanze angeworfen, nachdem die Temperaturen tief genug gefallen waren. „Ab minus zwei Grad legen wir los“, wird Rohn in den aktuellen Ski-Club-News auf der Homepage weltcup-willingen.de zitiert. Gut für die Weltcupmacher: Es soll auch weiterhin frisch bleiben, das spielt Andi Rohn und seinem Team in die Karten. „Wir werden jetzt Tag und Nacht beschneien, vermutlich bis Montag. Und dann haben wir schon mal eine gute Menge an Schnee zusammen.“

Insgesamt 4000 Kubikmeter werden für die Durchführung des Weltcup-Springens gebraucht, bei dem diesmal auch wieder die Frauen am Start sind. Wenn genug Schnee produziert ist, dann kommt im Anschluss die Pistenraupe zum Einsatz, um die weiße Pracht im weiten Rund zu verteilen. Die Präparation des Anlaufs steht erst in der Woche vor dem Weltcup auf dem Einsatz- und Arbeitsplan der Willinger. (schä/red)

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