Aktive sollen auf Heimstand schießen

Schützenverband: Qualifikation zur „Deutschen“ erfolgt nicht über die Bezirksmeisterschaften

„Besonderes Jahr“: Landessportleiter Otmar Martin stellte die Änderungen vor.
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„Besonderes Jahr“: Landessportleiter Otmar Martin stellte die Änderungen vor.

Erneut müssen sich die hessischen, also auch die heimischen Schützen coronabedingt auf eine Änderung für die Ausübung ihres Sports einstellen.

Der Hessische Schützenverband hat sich aufgrund der aktuell schwierigen Lage in der Coronapandemie vom ursprünglich geplanten Qualifikationsmodus zur Deutschen Meisterschaft verabschiedet. Über die entsprechende die Entscheidung des Bundesausschusses Sportschießen hat Landessportleiter Otmar Martin die Bezirkssportleiter des Hessischen Schützenverbandes informiert.

Demnach soll die Qualifikation für die DM nicht über die Bezirksmeisterschaften erfolgen, was zu Jahresbeginn noch vorgesehen war. Es zeichnete sich ab, dass dies kaum noch möglich ist, da aktuell nur wenige Landkreise niedrige Inzidenzwerte aufweisen. Die Landesmeisterschaften hatte der Verband ohnehin bereits abgesagt, um den Bezirken mehr Zeit zu geben für die Austragung ihrer Titelkämpfe. Sie muss nun nicht mehr absolviert werden.

Wer sich Chancen ausrechnet, darf DM-Quali schießen

Offenbar wird auch für Plan B die Zeit zu knapp. Neuer Plan: Die DM-Qualifikation soll jetzt über die Vereine erfolgen. „Jeder, der das Leistungsniveau hat, oder sich Chancen für die DM-Qualifikation ausrechnet, hat die Möglichkeit, ein Qualifikationsergebnis unter den aktuell für seinen Verein geltenden Corona-Bedingungen mit Aufsicht des Vereinssportleiters oder des Vorsitzenden zu schießen. Das Ergebnis und die ordnungsgemäße Durchführung wird dann auf einem Meldeformular bescheinigt“, erläutert Otmar Martin in der Mitteilung des Verbands die Alternative zur Absage der Quali über die Bezirksmeisterschaften.

Als Orientierung sollen die Limitzahlen des vorigen Jahres dienen. „Es ist ein besonderes Jahr“, fügte Martin an. „Wir würden es uns anders wünschen“, stellt Martin fest. „Meisterschaftsbedingungen werden wir nicht hinbekommen, das ganze Schießgeschehen ist abhängig von der Coronalage.“

Auch das  Programm der Deutschen Meisterschaften auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück werde abgespeckt und die Titelkämpfe werden zweigeteilt. Teil eins ist vom 26. August bis 5. September, Teil zwei vom 30. September bis 3. Oktober vorgesehen. Die Team-Mixed-Wettbewerbe sowie die Endkämpfe bei den Großkaliber-Kurzwaffendisziplinen werden ganz gestrichen.

Nach der Streichung der Sommer-Punktrunde geht es für die Schützen in den Bezirken dann im Oktober mit den Rundenwettkämpfen weiter.  (had/schä)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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