Teil 3 der WLZ-Radserie

Lieblingsstrecken für kleine und große Radtouren im Waldecker Land

Mountainbiker auf dem Trail am Diemelsee im Sauerland Willingen Deutschland Sauerland.
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Eine von vielen Touren mit Panorama gibt es zum Beispiel auf den Radwegen rund um den Diemelsee.

Radfahren wird Volkssport – zumal die Menschen sich nach Abwechslung im Freien sehnen. Teil 3 unserer Serie zeigt, wo man den Landkreis erlebnisreich erradeln kann.

Lieblingsstrecken gibt es viele in Waldeck-Frankenberg. Die einen fahren am liebsten am See entlang; die anderen mögen es bergig und mit wechselndem Untergrund. Wieder andere haben sich eine eigene „Hausroute“ erradelt. Etwas besonderes haben sie wohl alle.

Die Auswahl an Routen für alle Ansprüche ist groß, vor allem, wenn der Hobbyradler quasi beim Null anfängt. Edersee, Kellerwald und das Upland rund um Willingen sind längst nicht alles, was der Landkreis zu bieten hat.

Hervor stechen drei überregionale Routen: Der 171 Kilometer lange Eder-Radweg führt auf dem Weg von Erndtebrück (NRW) bis zur Mündung in die Fulda (Ziel: Baunatal-Guntershausen) viel durch das Waldecker Land. Auf dem Diemelradweg (112 km) begleiten Sie die Diemel von ihrer Quelle in Usseln bis zur Mündung in Bad Karlshafen.

Und die GeoRadroute Ruhr-Eder verbindet auf 210 Kilometern das Sauerland mit dem Waldecker Land. Ausführliche Radfahrer-Infos, zum Beispiel auch über geführte Touren, gibt es online auf waldecker-land.de. Neue Touren bietet auch der gerade fertig gestellte Diemelseer Raderlebnispark

WLZ-Leser haben uns ihre Lieblingstouren geschickt. Wir stellen sie hier und in den nächsten Tagen vor.

Tourtipp 1: Über Nordwaldecks Grenze hinaus

Viel im Norden des Landkreises unterwegs ist Friedrich Kreh. Ist ja auch seine Heimat. Der Vorsitzende des SV Neudorf hat folgenden Tipp: Nordwaldeck-Tour mit Abstecher nach Warburg.

Start ist in Bad Arolsen am Schloss. Am Fischhaus vorbei führt die Strecke nach Wetterburg, vorbei an den Aussiedlerhöfen nach Külte und weiter nach Volkmarsen. Über Welda verlasen wir den heimischen Landkreis, auf dem radweg entlang der Twiste geht es weiter über Wormeln nach Warburg. Dort mündet die Twiste in die Diemel.

Über die Diemelbrücke gelangt man direkt auf den Diemel-Radweg. Auf diesem geht es weiter nach Germete – für mich die schönste Etappe des Radwegs mit einer tollen Baumallee. Von Germete führt die Fahrt weiter nach Wethen und Rimbeck-Scherfede, dann nach Wrexen und von dort über den Radweg R6 nach Rhoden, Schmillinghausen und zurück nach Bad Arolsen.

Tipp: Wer etwas abkürzen will, kann auch von Wethen auf über Feldwege nach Laubach (Rhoden) fahren. Bei Start in Volkmarsen kann auch von Rhoden über Dehausen, Ammenhausen, Herbsen und Külte zurückgefahren werden. Die Runde kann man in vielen Orten starten.

Tourtipp 2:  Bach-, Wiesen- und Mühlentour ab Netze

Jörg Büchse aus Netze lässt uns an einer seiner Lieblingsrouten teilhaben. Sie ist 37,4 Kilometer lang und führt von Netzte nach Landau und wieder zurück.

Wir starten am ehemaligen Netzer Bahnhof auf dem Ederseebahn-Radweg in Richtung Sachsenhausen. Über das Eisenbahn-Viadukt fahren wir in Höhe des früheren Selbacher Bahnhofs nach rechts Richtung Selbach und folgen dem Radweg R6 auf 5,5 km Länge. In Freienhagen angekommen, geht es auf dem R6 bis über die „Netzer Straße“, um dann nach Überqueren der Bundesstraße 485 in Richtung Dehringhausen zu fahren. In Höhe des Kindergartens geht es über die Kreisstraße auf dem R6 weiter bis zum Waldrand. 10,2 km sind schon geschafft.

Jetzt ab nach rechts in ein Waldstück, und nach ca. 600 Metern nehmen wir an der Kreuzung den Abzweig nach links. Auf dem R6 erreichen wir auf gut befestigten Waldwegen nach fast 4 km die „Waldschmiede“ (ehemaliges Ausflugslokal) bei Volkhardinghausen. Vorbei an der „Franzosen-Eiche“ führt uns die Strecke weiter nach Landau. Bei Kilometer 15,9 müssen wir halbrechts dem Radweg R6 weiter folgen. Dabei bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf Landau. Jetzt geht es bergab vorbei am Freibad zur „Wasserkunst“, einer Wassergewinnungsanlage aus dem 16. Jahrhundert.

An vielen alten Mühlen vorbei führt die 37 Kilometer lange Tour rund um Netze.

Wir folgen dann der Landesstraße Richtung Volkhardinghausen. Nach ca. 400 Metern biegen wir ein auf einen gut befahrbaren Waldweg (L4-5) an der Siebringhäuser Mühle vorbei. Wenn es dann kurz danach rechts ab geht und bei nächster Gelegenheit wieder nach links in Richtung Freienhagen, sind schon 21 km absolviert. Entlang des Waldes und des links liegenden Wiesentals fahren wir 2 km bis zu einer T-Kreuzung, an der wir zuerst nach links und nach 50 Metern nach rechts fahren. Zur Orientierung: Der Bachlauf verläuft jetzt rechts von uns.

Am Abzweig „Wattertalmühle“ geht es dann weiter in Richtung Freienhagen. Vorbei an den beiden Mühlen, kurz vor Freienhagen, verlassen wir das Waldstück nach links auf den „Wattertalweg“ und überqueren nach 1,3 km die Bundesstraße in Höhe der Tankstelle in den „Schwedenweg“. . Nach 1 km geht es an einer T-Kreuzung rechts ab; wir fahren bis zur „Königseiche Freischiessen 1952“ (Kilometer 28,6), um dort nach links auf den Kassel-Edersee-Radweg abzufahren. Nach ca. 1 km führt der Weg nach links, nach ca. 150 Metern gleich wieder am Waldrand entlang nach rechts fahren.

Schöne Plätze für ein Päuschen gibt es am Wegesrand.

Auf einer leichten Gefällstrecke streifen wir die „Elbequelle“. Beim Durchfahren einer „S-Kurve“ besteht die Möglichkeit, das „Dreiländereck“ (Grenzen von Mainz, Waldeck und Hessen bis 1803) zu besichtigen. Wir folgen allerdings dem Anstieg auf 1,5 km Länge. Auf der Höhe nehmen wir den Abzweig nach links „D“ und fahren ca. 1,4 km bis zum Dr.-Bossel-Platz, um dort der abschüssigen Straße nach rechts zu folgen.

Das letzte Teilstück von 4 Kilometern Länge erfolgt nach Überfahren der Landesstraße in Richtung „Netzer Tiergarten“ und auch dort erwartet uns ein herrliches Panorama mit der Netzer Kirche und Schloss Waldeck. Um an den Startpunkt zu gelangen, setzen wir die Fahrt über die „alte Bundesstraße“ parallel zum Ederseebahn-Radweg fort und fahren entlang des Blumenfeldes zum „Netzer Pfannkuchenhaus“. (schä/red)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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