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SG Bad Wildungen zu Gast in Altenlotheim - Trainer Leimbach fordert: „Charakter zeigen“

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Zweikampf Fußball
Nur Fliegen ist schöner: Der Wildunger Björn Schnedler (links) wird hier von Nils Backhaus (Altenlotheim) zu einer Flugeinlage genötigt. © malafo

Wo geht’s hin SG Bad Wildungen/Friedrichstein? Zeigt die Mannschaft beim Spiel am Sonntag (15 Uhr) in Altenlotheim eine Reaktion auf die enttäuschende Leistung beim 0:3 gegen Mengeringhausen?

Altenlotheim – „Damit hatte keiner von uns gerechnet. Jetzt ist Wiedergutmachung angesagt“, betont SG-Trainer Jan Leimbach. „Wir wollen den Zuschauern zeigen, dass wir ein Team sind und Charakter haben.“

Auch der Coach grübelt über die Gründe für die zweite Niederlage in Folge. „Es ist schwierig zu erklären, warum nach der guten Vorbereitung mit nur einer Niederlage von einer Woche zur anderen all das Gute weg ist.“ Eine Ursache sieht der Coach darin, dass sich die Personalsituation derzeit schnell und bisweilen auch heftig verändert – wegen Corona und Verletzungen. „Zurzeit ist es schwer, zwölf Leute zu bringen“.

Wildunger Trainer fordert: Abstiegskampf annehmen

Und nun folgt der schwere Gang nach Altenlotheim. Leimbach gibt sich demütig. „Es wäre vermessen zu sagen, wir wollen aus Altenlotheim nach dem letzten Auftritt drei Punkte mitnehmen. Wir wollen erst einmal ein gutes Bild abgeben und zeigen, dass wir bereit sind zu kämpfen und den Abstiegskampf annehmen“. Das dazugehörige Personal muss er kurzfristig benennen, denn hinter fünf bis sieben Spielern stehen wieder Fragezeichen, unter anderem hinter Kevin Wathling. Tom Windhausen ist gelb-rot gesperrt und Torwart Mario Wöhrmann weilt im Urlaub.

Eine ganz andere Stimmung herrscht gerade im Altenlotheimer Lager. Vorfreude auf dieses Spiel hört man aus den Worten von TSV-Spielertrainer Robin Wissemann heraus: „Die Derbys gegen Bad Wildungen sind immer intensiv, besonders und machen Spaß. Wir wissen, dass es für Wildungen um viel geht.“ Bei „besonders“ denkt der Trainer auch an das torreiche 6:4 Hinspiel. „Wir versuchen uns auf unser Spiel zu konzentrieren und eine gute Partie abzuliefern“, betont der Spielertrainer und weist daraufhin, dass „der Gegner hat auch sehr gute Fußballer in seinen Reihen hat“. Seit zehn Pflichtspielen (mit Pokal) ist der TSV nun schon ohne Niederlage. Und Wissemann ist sich sicher: „Wenn wir weiter so gierig sind, kommt automatisch ein gutes Ergebnis heraus.“

Die Hürde Neuenthal/Jesberg wurde am Samstag mit 3:0 genommen, weil „wir vor allem defensiv konzentriert und reif aufgetreten sind“, analysiert der Coach, der alle drei Tore erzielte. Da die Spitzenteams gepatzt haben, könnte für den TSV am Ende doch noch mehr als Rang drei oder vier herausspringen. Doch davon will Wissemann nichts hören. „Tabellarisch schauen wir weiter eher nach unten.“ Und natürlich auf Bad Wildungen. Bis auf Nico Backhaus (gesperrt) und Raphael Menkel (Mandelentzündung) ist der TSV-Kader komplett.

Statistik: Wenn diese kleine Serie fortgesetzt wird, können sich die Zuschauer auf eine torreiche Partie freuen. 17 Treffer fielen nämlich in den zwei jüngsten Spielen dieser Teams: Altenlotheim siegte 6:4 und 5:2.  dv/bb

TuSpo Mengeringhausen will mit breiterer Brust nachlegen

Mengeringhausen – Körle (Hinspiel 1:3). Es ist für den TuSpo am Sonntag (15 Uhr) das dritte Kellerduell in Folge. Und vielleicht sehen ja die Körler schon beim Einlaufen die breitere Brust ihres Gegners. Denn die „Kur“ in Bad Wildungen mit dem 3:0-Sieg in der vergangenen Woche hat den Kickern von Spielertrainer Andre Gutmann gut getan und war eine Massage für das Selbstbewusstsein. Sie wissen nun wieder besser, zu was sie auf dem Platz fähig sind.

„Dieser Sieg hat uns allen gut getan, das hat man auch an der Stimmung im Training bemerkt, aber wir wissen natürlich, dass uns ein Sieg nicht weiterhilft.“ Im TuSpo-Lager geht die Hoffnung um, dass dieser Erfolg der Start für eine kleine Siegesserie oder zumindest für eine Serie des Nichtverlierens ist.

Die Körler haben in dieser Woche den Trainer gewechselt, der ehemalige Edertaler Coach Günter Klose hat die Mannschaft übernommen, aber das spielt für Gutmann in der Vorbereitung auf das Spiel keine Rolle. Der Coach stuft den FCK besser ein es dessen Tabellenstand aussagt. „Sie haben sie immer noch Qualität in ihren Reihen, aber die ergibt nicht automatisch eine gute Mannschaft.“

Personell steht Gutmann der gleiche Kader wir in der vergangenen Woche zur Verfügung, bis auf Dennis Jakob (Oberschenkelzerrung).

Statistik: Die TuSpo-Elf hofft auf den ersten Liga-Dreier gegen Körle, dann wäre Mengeringhausen auch in der Tabelle am FCK vorbei.

Goddelsheim/Münden – Hertinghausen (0:3). Der Tabellenvierte kommt morgen (16 Uhr) nach Goddelsheim. Die Mannschaft von Trainer Jens Fresen hatte in der vergangenen Woche unfreiwillig spielfrei. Sie ist ausgeruht und sollte eine starke Offensive für diesen Spiel mitbringen, denn Hertingshausen zählt mit 27 Gegentreffern zu den besten vier Abwehrreihen der Liga.

„Das 3:0 im Hinspiel hat sicherlich auch nicht den Spielverlauf wiedergegeben, da haben wir einfach zu viele gute Chancen liegen gelassen, sogar einen Elfmeter“ erinnert sich Fresen, der die Gäste als „eine ausgeglichene Mannschaft“ lobt. Beim TSV ist derzeit auf und neben dem Platz gute Stimmung, denn für das Spiel in Goddelsheim wurde sogar ein Fan-Bus organisiert.

Wenn seine Spieler mit der richtigen Einstellung ans Werk gingen, sollten die Punkte aber in Goddelsheim bleiben, betont Fresen, der wahrscheinlich auf Steffen Butterweck, Raoul Mitze und Robin Pieper verzichten muss. Daniel Butterweck ist hingegen wieder dabei.

Statistik: Coronabedingt ist es für die Gäste der erste Auftritt in Lichtenfels seit 2019. In den drei bisherigen Spielen (stets auswärts) holte die SG nur einen Punkt. rsm/bb

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