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Skispringen: Michelle Göbel fehlen nur 2,8 Punkte zum ersten Sieg

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Grüßen als Führende der Gesamtwertung im Continentalcup: Michelle Göbel (li) und Juliane Seyfarth.
Grüßen als Führende der Gesamtwertung im Continentalcup: Michelle Göbel (li) und Juliane Seyfarth. © DSV

Das war knapp: Ganze 2,8 Punkte haben der Willingerin Michelle Göbel zum ersten Sieg im Continental-Cup gefehlt.

Eisenerz – Mit Weiten von 92 und 91 Metern (197,5 Punkte) belegte die Skispringerin vom SC Willingen am Samstag in Eisenerz Platz zwei hinter ihrer Teamkollegin Juliane Seyfarth (96,5 + 90 m), die auf 200,3 Zähler kam.

Am Sonntag ließ die 18-Jährige als Rangdritte ihren fünften Podestplatz folgen. Sie führt nun gemeinsam mit der Doppelsiegerin Seyfarth (TSG Ruhla) und 360 Punkten die Gesamtwertung des Continentalcups an.

Nachdem Michelle Göbel vor einer Woche in der Erzbergarena im Norden der Steiermark zwei Mal Vierte im Alpencup geworden war, zeigte sie am Wochenende auch im Training mit 82 Metern noch Respekt vor der von ihr nicht unbedingt geliebten Schanze. Im Wettkampf aber überzeugte sie auch die Kampfrichter, die sie jeweils besser bewerteten als Seyfarth.

Für die erfahrene frühere Weltcup-Springerin und zweimalige Team-Weltmeisterin sprach am Samstag noch die Weite. Hoch motiviert ging Michelle Göbel am Sonntag an den Start. 98 und 96,5 Meter sowie 215,7 Punkte bedeuteten diesmal hinter Seyfarth (226,9) und Karolina Indrackova (220,1) aus Tschechien Platz drei. Die fünf Wertungsrichter honorierten ihre Sprünge fast ausnahmslos mit einer 18,0. Auf dem Weg zur Junioren-Weltmeisterschaft im kanadischen Whistler hat die Willingerin auf jeden Fall weitere Ausrufezeichen gesetzt.

„Ich bin echt froh über die guten Noten. Es hat sich ausgezahlt, dass ich den ganzen Sommer über an der Landung gearbeitet habe“, freute sich Göbel. „Mit dem Wochenende bin ich ziemlich zufrieden. Ich weiß jetzt, wo es hingehen kann.“

Im von Bischofshofen nach Eisenerz verlegten Wettkampf der Männer blieb Pius Paschke als Rang-15. hinter den Erwartungen zurück. Den Sieg holte sich der Österreicher Maximilian Steiner vor dem Slowenen Matja Vidic und seinem Landsmann Ulrich Wohlgenannt, der in Willingen nach seinen vier COC-Siegen innerhalb von 24 Stunden bestens bekannt ist.

Bester DSV-Adler war Luca Roth (7.). Auch David Siegel (12.) sowie Justin Lisso (14.) landeten noch vor Paschke. Am Sonntag gewann Wohlgemuth; Lisso (15.), Siegel (17.) und Paschke (18.) waren ohne Chance aufs Podium. Ein Quotenplatz im Weltcup für den DSV ist derzeit außer Reichweite.  (be)

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