Skisprung-Weltcup in Russland

Stephan Leyhe bei Geiger-Sieg auf Anhieb in den Top 15

Ein Skispringer fliegt durch die Luft
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Im ersten Durchgang ging es weit hinunter für Stephan Leyhe, im zweiten verlor er durch einen kleinen Fehler noch ein paar Plätze.

Die deutschen Skispringer haben gleich im ersten Weltcup-Einzel gezeigt, dass im Olympia-Winter mit h

Nischni Tagil/Willingen - Perfekter Weltcup-Auftakt für die deutschen Skispringer: Karl Geiger gewann am Samstag in Nischni Tagil mit Weiten von 134,5+133 Metern (252,4 Punkte) das erste Springen im Olympia-Winter vor den mitfavorisierten Ryoyo Kobayashi (128+131 m/243,7) aus Japan und Norwegens Weltcup-Verteidiger Halvor Egner Granerud (133+125/239,7). Als Sechster zeigte sich auch Markus Eisenbichler (122,5+119,5/219,6) schon wieder sehr stark.

Schon wieder drittbester DSV-Adler war der Willinger Stephan Leyhe (124,5+113/202,4 ) auf Platz 14, der seinen letzten Weltcup im Februar 2020 bestritten hatte. „Das es jetzt schon wieder so gut bei ihm lief, war nicht zu erwarten und ist einfach genial“, lobte Olympiasieger Sven Hanawald als Experte in der ARD den „Hessen-Adler“.

Seinen achten Platz aus der Qualifikation bestätigte Leyhe als Elfter nach dem ersten Durchgang wieder mit der frühen Startnummer drei. Schon da war er drittbester DSV-Adler, während sein Spezl und Olympiasieger Andreas Wellinger auf Platz 31 das Finale knapp verpasste und wie im ganzen vergangenen Winter weiter ohne Weltcuppunkte blieb.

Stephan Leyhe bleibt gelassen: „Das wird schon“

.„Ein bisschen Lotterie war das heute schon“, kommentierte der deutsche Vizemeister Leyhe am Ende seine Platzierung. „Es war windig, aber nicht gefährlich, zu springen. Mit dem ersten Durchgang war ich zufrieden, im Finale bin ich etwas zu spät an der Kante abgesprungen“, so der Schwalefelder nach nur 113 Metern im Finaldurchgang, bei dem er etwas zu spät absprang und in der Luft leicht verdreht war.

18 Weltcup-Punkte bedeuteten dennoch ein starkes Comeback nach der langen Pause für ihn, eine bessere Startnummer im zweiten Wettbewerb an diesem Sonntag (16 Uhr) und auch schon die halbe Olympia-Qualifikation, obwohl die in seinen Gedanken noch keine Rolle spielt. „Das wird alles schon. Ich freue mich auf Sonntag, mit den ersten Pünktchen und einer besseren Startnummer wird das nicht mehr ganz so stressig.“

Leyhe rechtfertigte nicht nur das Vertrauen von Bundestrainer Stefan Horngacher, der ihm den Vorzug vor Severin Freund oder Martin Hamann gegeben hatte, sondern empfahl sich schon jetzt eindrucksvoll für die kommenden Teamwettbewerbe. Constantin Schmid (22.) und Pius Paschke (26.) rangierten deutlich hinter ihm.

In Russland hatte es zuvor drei Corona-Positivtests gegeben. Der polnische Skiverband bestätigte Willingens Schanzenrekordler Klemens Muranka, der schon bei der letzten Vierschanzentournee für Wirbel gesorgt hatte, als einen „Fall“. Auch ein deutscher Betreuer sei dabei, zeige aber keine Symptome und inzwischen vom Team isoliert. (be)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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