„So viele Wettkämpfe wie möglich“

Skispringen: Stephan Leyhe startet wieder im Sommer-Grand-Prix

Zurück auf der Matte: Stephan Leyhe ist im Status „Als wäre nichts gewesen“ und springt in Kürze beim Sommer-Grand-Prix – wie hier 2019 in Hinterzarten.
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Zurück auf der Matte: Stephan Leyhe ist im Status „Als wäre nichts gewesen“ und springt in Kürze beim Sommer-Grand-Prix – wie hier 2019 in Hinterzarten.

Nach seinen ersten problemlos absolvierten Sprüngen auf einer Großschanze in Innsbruck blickt Stephan Leyhe gutes Mutes der Sommersaison entgegen.

Willingen – Auf Facebook kündigte der Schwalefelder an, dass er im Sommer-Grand-Prix so viele Wettkämpfe wie möglich bestreiten will. „Ich brauche wieder Wettkampfpraxis, ohne das Training zu vernachlässigen. Ich muss und will verpasstes aufholen. Die Trainer werden die notwendige Balance herausfinden“, sagte Leyhe in einem Frage- und Antwortspiel auf dem Social-Media-Kanal von Sponsor Viessmann.

Es sei geplant,“ dass ich in die Wintersaison einsteigen kann, als wenn nichts geschehen wäre“, verriet Leyhe, der nach seinem folgenschweren Kreuzbandriss in Trondheim im März 2020 wieder „ganz normal“ mit seinen Teamkollegen trainieren kann und auf einem guten Weg scheint. „Das Knie macht keine Probleme.“

Lob vom Fan: „Your English is fantastic“

In Hinterzarten saßen Leyhe und Andreas Wank locker und fröhlich vor der Kamera und machten eine gute Figur. Ohne Maske. „Wir werden jeden zweiten Tag getestet und sind inzwischen auch geimpft“, verriet der zum fünfköpfigen Trainerstab der Nationalmannschaft gehörende Wank. Für Leyhe hingegen sei es durchaus gewöhnungsbedürftig gewesen, plötzlich einen Ex-Springer auf der anderen Seite zu erleben, mit dem man noch gemeinsam im Team geprungen sei. Doch inzwischen habe sich die gemeinsame Arbeit eingespielt. „Er ist auch ein wichtiger Ansprechpartner“, so der Upland-Adler.

Bei Facebook kamen in der Fan-Runde auch Fragen in Englisch auf das Duo zu, mit der Bitte, diese auch auf Englisch zu beantworten. „Your English is fantastic“, wurde der 29-Jährige im Schwarzwald lebende Willinger Skispringer zur eigenen Überraschung sogar gelobt, ehe er auf eine spezifische Frage dann noch lieber in deutsch antwortete.

Grand-Prix startet am 17. Juli

Der schönste Moment in seiner bisherigen Laufbahn? Er habe schon viele schöne Momente auch im Jugendbereich erlebt, emotional sei es natürlich der erste Weltcupsieg überhaupt zuhause in Willingen gewesen. Auf der Mühlenkopfschanze („fast schon eine Flugschanze“) springt er natürlich sehr gerne, auch wenn es nur im Weltcup möglich ist und er schon gut und weniger gut damit zu recht gekommen sei. Lillehammer und Bischofshofen bleiben aber seine eigentlichen Lieblingsschanzen.

Weltcup, WM, Olympia – welcher ist für ihn der wertvollste Wettbewerb? „Eigentlich der Gesamtweltcup über mehrere Monate hinweg“ gibt Leyhe zu, der außerdem erklärte, dass er nicht mehr unbedingt ein direktes Vorbild habe. „In jungen Jahren war es Sven Hannawald, heute beobachte ich mehrere Springer und suche mir jeweils immer das Beste für mich heraus.“

Ob sie Adler häufig auch auf ihr Gewicht angesprochen werden, wollte ein Fan wissen. „Nicht jeden Tag, aber doch oft“, sagte Leyhe: „Eigentlich sind wir jedoch gut dabei.“ Andreas Wank verwies in diesem Zusammenhang auf den Body-Maß-Index und professionelles Verhalten der Athleten. Keiner habe Gewichtsprobleme.

Der Sommer-Grand-Prix beginnt am 17./18. Juli im polnischen Wisla. Das Finale findet am 2. Oktober in Klingenthal statt. Die DSV-Adler können derzeit weder auf der großen Schanze in Hinterzarten, wo der Umbau nach einer Panne erst 2022 fertiggestellt wird, noch auf den Oberstdorfer Schanzen trainieren, wo es Probleme mit dem Mattenbelag gibt.  (be)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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