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Die vier von der Uplandschule: Leyhe und Co. und wohin ihr Weg führte

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Teamfoto von der Deutschen Meisterschaft im Herbst: Stephan Leyhe (2. v. links), Simon Spiewok (2. v. rechts) und Paul Winter (jetzt DSV-Betreuerstab, ganz rechts) gingen teils gemeinsam den „Willinger Weg“. Zwei, die auch soweit kommen wollen: Robin Kloß (ganz links) und Lukas Nellenschulte (Mitte).
Teamfoto von der Deutschen Meisterschaft im Herbst: Stephan Leyhe (2. v. links), Simon Spiewok (2. v. rechts) und Paul Winter (jetzt DSV-Betreuerstab, ganz rechts) gingen teils gemeinsam den „Willinger Weg“. Zwei, die auch soweit kommen wollen: Robin Kloß (ganz links) und Lukas Nellenschulte (Mitte). © Jan Simon Schäfer/pr

Das Skispringer-Quartett Stephan Leyhe, Paul Winter, Simon Spiewok und Lennart Weigel hat nicht nur den Sport gemeinsam. Alle Vier machten an der Uplandschule ihren Anschluss. Und dann?

Gemeinsamkeiten finden sich weitere. Leyhe, Winter, Spiewok und Weigel wurden allesamt am Willinger Gymnasium auch als Eliteschüler besonders ausgezeichnet, haben also auch eine gemeinsame Vergangenheit. Sie kämpften bei den „Deutschen“ im HSV/WSV-Team um eine gute Platzierungen in der Mannschaft aus dem länderübergreifenden Stützpunkt. Die „Willinger Schule“ von Jörg Pietschmann und Heinz Koch verhalf ihnen auf den Sprung zum Erfolg.

Obwohl sich ihre Wege längst getrennt haben, sie beim Bund, Zoll, im Studium, der Ausbildung oder im Beruf ihren Mann stehen, treffen sie sich immer wieder an den Sprungschanzen in verschiedenen Rollen und kreuzen sich ihre Wege nach wie vor immer wieder. Etwa bei der Vierschanzentournee zur Jahreswende in Deutschland und Österreich. Oder aber auch beim Kult-Weltcup Anfang Februar auf der Mühlenkopfschanze.

Zwei Adler sind noch aktiv

Zwei der Upland- (oder auch Sauerland)-Adler sind noch aktiv, wenn auch in ihrer Wahlheimat im Schwarzwald. Stephan Leyhe gehört der Weltklasse an und bestreitet in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen schon seine siebte Tournee.

2018/19 schaffte der Schwalefelder nach Platz 13, 7 und zwei Mal vier auf den vier Tourneeschanzen als Gesamtdritten einen seiner bisher größten Erfolge. Tournee, Weltcup und WM stehen für ihn auch heuer wieder auf dem Programm. In Oberstdorf geht es an diesem Mittwoch (16.30 Uhr) mit der Qualifikation los.

Spiewok will sich im Continental-Cup empfehlen

Auch Simon Spiewok aus Meinerzhagen, der für den TuS Neuenrade startete, zog es nach dem Abi auch wegen der besseren Trainingsmöglichkeiten in den Schwarzwald. Der 20-Jährige gehört zur B-Nationalmannschaft, ist im Continental Cup dabei, wenn die DSV-Adler wie zuletzt Philipp Raimund um einen siebten Startplatz für das Weltcup-Team kämpfen.

In der nationalen Gruppe bekommt auch Spiewok bei den Heim-Weltcups eine Chance, sich für das Hauptfeld zu qualifizieren – in diesem Winter beim Neujahrsskispringen in Garmisch und auf der Mühlenkopfschanze. Parallel zum Oberstdorfer Tourneeauftakt wollen Spiewok und Co. zwei Mal in Engelberg um Platz sieben in der nächsten Weltcup-Periode nach der Tournee punkten.

Paul Winter ist der „Mann für alles“ im DSV

Schon in der zweiten Saison reist auch Paul Winter mit dem Weltcup-Tross um die Welt. Sportlich hatte er die Tournee über die nationale Gruppe noch verpasst. Nach Abschluss seiner aktiven Laufbahn hat der einstige Schützling von Jörg Pietschmann und Heinz Koch die wohl attraktivste und beste Praktikanten- und Ausbildungsstätte gefunden, die erreichbar war: Im Trainerteam von Stefan Horngacher packt er nicht nur zur Jahreswende mit an und hat über die gesamte Saison im Sommer wie Winter einen der besten Lehrmeister gefunden. Längst hat er schon viel Insider-Wissen über das DSV-Team aufgesaugt.

Bleibt Lennart Weigel: Der Upland-Eliteschüler von 2016 vom SK Meinerzhagen, hat seine Laufbahn beendet und widmet sich seinem Wirtschaftsstudium. Ganz kann er das Skispringen aber nicht lassen und kam bei den internationalen Vorspringern unter, die Michael Schmidt seit Jahren organisiert und betreut. In Titisee-Neustadt, Engelberg und bei der Tournee, aber auch in Willingen wie schon im vergangenen Winter wartet er mit seinen Kollegen auf die nächsten Einsätze vor und während der Weltcups, wenn die Schanzen ausgetestet werden müssen.  (Werner Rabe)

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