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Skisprung-DM: Leyhe und Co. im Team auf Platz vier

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Bester Stimmung nach Platz vier im Teamspringen: Trainer Heinz Koch mit (von links) Robin Kloss, Stephan Leyhe, Lukas Nellenschulte, Simon Spiewok, DSV-Trainer Paul Winter Janne Puk und Michelle Göbel.
Bester Stimmung nach Platz vier im Teamspringen: Trainer Heinz Koch mit (von links) Robin Kloss, Stephan Leyhe, Lukas Nellenschulte, Simon Spiewok, DSV-Trainer Paul Winter Janne Puk und Michelle Göbel. © pr

Andreas Wellinger mit 276,0 Punkten und Selina Freitag (297,0) in Abwesenheit von Katharina Althaus haben sich bei den Deutschen Meisterschaften im Skispringen in Hinterzarten die Einzeltitel gesichert.

Stephan Leyhe vom Ski-Club Willingen (243,5) landete auf Platz sieben, seine Vereinskameradin Michelle Göbel (224,6) wurde Achte, holte sich mit ihrer Punktzahl in der Wertung der Juniorinnen aber immerhin die Bronzemedaille.

Einen Top Ten–Platz verfehlte bei den Männern Simon Spiewok (212,9) auf Rang zwölf. Er sollte aber im Team noch für Furore sorgen. Im Deutschlandpokal der Jugend, der parallel zur DM lief, landete der Winterberger Lukas Nellenschulte (230,8) aus dem Kader von Stützpunkttrainer Heinz Koch auf Rang drei. Der Willinger Robin Kloss (199,9) wurde guter Achter und Janne Puk (127,9) landete auf Platz 20.

Skispringen: Hessenteam so gut wie nie

Ihre Einzelresultate toppten die Koch-Schützlinge aus dem Stützpunkt Winterberg-Willingen dann m Sonntag im Mannschaftsspringen. „Platz sechs ist möglich“, hatte der österreichische Coach nach den Einzelwettbewerben prophezeit, in denen seine Aktiven seiner Ansicht nach ihre besten Sprünge in der Probe abgeliefert hätten. Dank eines überragenden Simon Spiewok landeten sietatsöchlich auf Platz vier.

Für ihren ehemaligen Teamkameraden Paul Winter, mittlerweile als Trainer in Diensten des Deutsche Ski-Verbands, hatte diese Platzierung „beinahe schon etwas Historisches“. Bayern (1079,7) war mit Karl Geiger, Constantin Schmid, Markus Eisenbichler und Wellinger unschlagbar und siegte vor dem eigenen zweiten Team (927,9), für das unter anderem Pius Paschke sprang. Dritter wurde Raimund Baden-Württemberg (908.9) vor den außer Konkurrenz gestarteten Franzosen (826,2).

Das westfälisch-hessische Stützpunktteam mit Kloss (80+82 Meter), Nellenschulte (87,5+89,5), Spiewok (104,5 + 109) und Leyhe (102+103) wurde mit 815,4 Punkten auf der offiziellen Ergebnisliste auf Platz fünf geführt, ohne die französischen Gäste erreichte es in der nationalen Wertung sogar Rang vier. Es lag immerhin auch vor den Mannschaften aus Thüringen und Sachsen.

„Heute war ein sehr guter Tag. Jeder ist so gesprungen, wie er es im Moment kann. Simon Spiewok war überragend. Er ist im Laufe des Wochenendes immer besser zurechtgekommen“, freute sich Heinz Koch und fand: es insgesamt „sehr positiv wenn man vor Sachsen und Thüringen landet“.

Stephan Leyhe erreicht Niveau der Besten

Im Teamspringen der Frauen belegten Michelle Göbel und Maike Tyralla (Meinerzhagen) mit 340,1 Punkten Platz sechs. Das Duo war zunächst in der Startliste vergessen worden. Den Titel holten Anna Rupprecht/Agnes Reisch (Degenfeld/Missen-Wilhams) mit 527,6 Zälern.

Die modernisierte Schanze in Hinterzarten war für alle Aktiven Neuland. Stephan Leyhe lag im Einzel mit 98 Metern schon nach dem ersten Durchgang auf Rang sieben, erreichte erst im Finale mit 105 Metern das Niveau seiner Teamkameraden aus der Nationalmannschaft. Eisenbichler (2.), der vorher überhaupt keinen Sommer-Wettkampf bestritten hatte, Geiger (3.), Schmid (4.), Paschke (6.), aber auch der starke Philipp Raymund (5.) empfahlen sich neben dem Schwalefelder für den Weltcup-Auftakt in Wisla, für den Bundestrainer Stefan Horngacher sechs Springer benennen kann. Raymund wird also zum ernsten Konkurrenten für Leyhe.

Michelle Göbel hatte nach dem ersten Tag gehadert. „Mit dem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden“, schimpfte sie, auch weil Nathalie Armbruster, die zweifache Meisterin in der Nordischen Kombination, und Sina Kiechle vor ihr gelandet waren. „Die Schanze ist nicht so schlecht, aber meine Sprünge waren heute sehr schwach.“

Nach dem Team-Wettbewerb ergänzte die 18-Jährige schon etwas positiver gestimmt: „Der Sommer hat doch ganz schön an den Kräften gezerrt. Bei der DM hatte ich mir etwa mehr erhofft, ich war einfach ein bisschen platt.“ Das vermutete auch Trainer Koch, zumal Michelle direkt von einem Schulausflug aus Portugal angereist war. (be)

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