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Im Schwarzwald erstmals in den Top 15: Stephan Leyhe immer konstanter

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Hat gut lachen: Stephan Leyhe erwischte einen guten ersten Tag beim „Heimspringen“ im Schwarzwald.
Hat gut lachen: Stephan Leyhe erwischte einen guten ersten Tag beim „Heimspringen“ im Schwarzwald. © Tadeusz Mieczynski

Am Tag des ersten Podestplatzes für Deutschland im noch jungen Weltcup-Winter der Skispringer hatte auch „Upland-Adler“ Stephan Leyhe Grund zur Freude.

Der Schwalefelder gratulierte nicht nur Karl Geiger zum dritten Platz, sondern verbuchte beim Auftakt in Titisee-Neustadt am Freitagmittag sein erstes Top15-Ergebnis; als 15. Die Tagesform stimmte von Beginn an beim ersten Weltcup auf deutschem Boden. Leyhe landete in seiner Wahlheimat Schwarzwald in allen Probesprüngen weit jenseits der 130-Meter-Marke.

Auch in der Qualifikation am Vormittag lief es: Zwar war Karl Geiger als Zehnter bester Deutscher, doch Leyhe gelang mit 137 Metern der weiteste Satz aller sechs DSV-Springer. Martin Schmitt hatte als Eurosport-Kommentator hatte das Gefühl, dass der 30-Jährige dabei sogar noch etwas früh aufgemacht habe.

Skispringer Stephan Leyhe fliegt beim Weltcup in Titisee-Neustadt durchs Schneegestöber
Die ersten Flüge durch deutsches Schneegestöber: Stephan Leyhe erwischte einen guten ersten Tag beim „Heimspringen“ im Schwarzwald. © Tadeusz Mieczynski

Mit Platz 13 kam Leyhe locker eine Runde weiter und bestätigte die Leistung am Mittag mit 132,5 Metern auch im ersten Durchgang. „Es geht sehr eng zu zwischen der schwarzen Linie, die die Quali bedeutet, und der grünen Linie, die jeweils die Führung anzeigt. Alle liegen dicht beieinander“, sagte er und musste beinahe sogar um den Einzug ins Finale bangen.

Dann aber schlief der Wind ein und bescherte den folgenden Springern immer mehr Probleme. Leyhe rückte Platz für Platz vor; bis erneut auf Position 13. „In Ordnung“, kommentierte Bundestrainer Stefan Horngacher diesen ersten Leyhe-Sprung. Mit 128 Metern bei Rückenwind-Verhältnissen schien im Finale sogar noch etwas mehr möglich als Platz 15, doch ein Wackler bei der Landung „kostete drei, vier Punkte und damit auch drei, vier Plätze“ (O-Ton Leyhe).

Stephan Leyhe: „Der letzte Knoten muss noch aufgehen“

Die Top-Springer zeigten wieder gute Weiten und demonstrierten Klasse, mit Platz 15 (237,0 Punkte) zeigte sich der immer konstanter springende Upland-Adler aber nicht unzufrieden. „Der erste Sprung war okay, nicht so sauber von der Kante, dafür vom Flug besser“, analysierte Leyhe wie immer selbstkritisch. „Beim zweiten hat es mir bei der Landung leider den rechten Ski etwas verrissen. Der letzte Knoten muss noch aufgehen.“

Ein Stück weiter aufgegangen ist der Knoten bei Karl Geiger, der mit 135,0 und 141,5 Metern sowie 269,2 Punkten hinter dem Slowenen Anze Lanisek (272,8) und dem polnischen Weltcup-Spitzenreiter Dawid Kubacki (271,5), der Training und Quali dominierte, Platz drei belegt. Constantin Schmid lag als Siebter ebenfalls sehr gut im Rennen. Während Olympiaseiger Andreas Wellinger nach einem Trainingssturz am Vortag bereits im ersten Durchgang ausschied, holten Markus Eisenbichler und Pius Paschke auf Platz 21 und 22 ebenfalls noch Weltcup-Punkte.

An diesem Samstag steht in Titisee-Neustadt der Mixed-Wettbewerb an, am Sonntag wird ein weiteres Einzel gesprungen. (Werner Rabe)

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