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Sommerbiathlon-WM: Linus Kesper macht im Verfolgungsrennen 15 Plätze gut

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Von: Friederike Weiler

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Auf der Überholspur: , Linus Kesper machte gestern im Verfolgungsrennen zum WM-Abschluss 15 Plätze gut. Der Willinger zieht ein positives Fazit.
Auf der Überholspur: , Linus Kesper machte gestern im Verfolgungsrennen zum WM-Abschluss 15 Plätze gut. Der Willinger zieht ein positives Fazit. © imago/Harald Deubert

Die Platzierungen waren allesamt jenseits der 30. Aber sie vermasselten Linus Kesper nicht die Laune nach seiner ersten WM-Teilnahme im Biathlon.

Ruhpolding – 15 Plätze gut gemacht: Bei der Sommerbiathlon-WM in Ruhpolding hat sich Linus Kesper vom SC Willingen in der Verfolgung am Sonntag gut nach vorn gekämpft. Über die zehn Kilometer trat er als 46. an, seine Platzierung vom Sprint am Samstag, und überquerte die Ziellinie nach 30:09,8 Minuten als 31.

Gleich im ersten Liegendanschlag ließ er zwar vier Scheiben stehen, arbeitete sich dann aber Stück für Stück nach vorn. „Es ging schon gut los, die Fehler konnte ich mir überhaupt nicht erklären. Klar war nur, dass ich mich danach am Schießstand zusammenreißen musste“, sagte der 19-Jährige. Und das klappte auch. „Beim zweiten Liegendanschlag habe ich zwar direkt den ersten Schuss wieder vorbei gezimmert, die anderen haben aber gut gesessen. Auch mit den beiden Stehendanschlägen war ich ganz zufrieden.“ Am Ende musste der Willinger acht Mal in die Strafrunde abbiegen.

Linus Kesper: Sieben Strafrunden im Sprint

„Vom Laufen her habe ich mich zwischendrin mal nicht so fit gefühlt, aber letztendlich ging’s doch ganz gut. Es waren ja schließlich auch drei Wettkämpfe, dafür haben die Beine ganz gut mitgemacht und ich konnte immerhin ein paar Plätze gut machen in der Verfolgung.“

Der Sieg ging an den Tschechen Tomas Mikyska (26:39,8 Minuten/1 Fehler), Zweiter wurde sein Landsmann Jonas Marecek (27:01,6/1). Bester Deutscher war Fabian Kaskel vom SC Todtnau auf Rang elf, der nach 28:17,1 Minuten im Ziel war und vier Strafrunden laufen musste.

Am Samstag im Sprint über 7,5 Kilometer lief Linus Kesper auf Rang 46. Nach 22:15,9 Minuten überquerte der 19-Jährige die Ziellinie, nachdem er zuvor sieben Mal in die Strafrunde abbiegen musste. „Am Freitag habe ich noch mal Schießtraining gehabt und dabei habe ich mich super gefühlt für den Sprint. Auch das Anschießen am Samstag hat gut geklappt“, sagt Linus Kesper und fügt an: „Im Wettkampf war ich dann zwar körperlich nicht der Frischeste von den Beinen her, aber ich war doch ganz gut gestimmt.“

Dann stand das Liegendschießen an. „Da habe ich drei Scheiben stehen lassen, das war glaube ich dem Druck geschuldet, dass ich mit den anderen mithalten wollte, dadurch habe ich mein Konzept verloren.“ Trotz der extra Meter in den Beinen lief aber auch die zweite Runde gut. „Trotz der Fehler war ich auch noch ganz positiv gestimmt. Nach dem Stehendanschlag mit vier Fehlern sah das dann leider anders aus“, so der 19-Jährige, der ergänzt: „Trotzdem habe ich auf der letzten Runde noch einmal alles gegeben.“

Linus Kesper freut sich über „tolle Erfahrung“

Den Sieg des 67-köpfigen Feldes schnappte sich nach 18:51,6 Minuten der Tscheche Jonas Marecek, der fehlerfrei blieb – genauso wie sein Teamkollege Tomas Mikyska, der Zweiter wurde (+10,2). Rang drei belegte als bester Deutscher Fabian Kaskel. Liegend leistete sich der 19-jährige einen Fehler, stehend blieb er fehlerfrei.

„Auch wenn meine Ergebnisse mit den Plätzen 29, 46 und 31 eher bescheiden waren und ich von den Top Ten ein gutes Stück entfernt war, habe ich nie die Lust am Laufen verloren, auch wenn man das nach den vielen Strafrunden meinen sollte. Das war aber ein ganz tolles Event mit einer super Stimmung und ganz vielen Zuschauern – so eine tolle Erfahrung, das kann mir niemand mehr nehmen“, sagte Linus Kesper und fügte an: „Außerdem war es die Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft, da werde ich angreifen.“ Denn die steht bereits von Freitag bis Sonntag in Oberhof an. (frg)

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