Sportkreis Waldeck-Frankenberg

Sportvereine stellen weniger Förderanträge

Container vor dem Clubhaus des TC Korbach in Lelbach mit Schiedsrichterstühlen.
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Irgendwas ist ja immer: Container vor dem Clubhaus des TC Korbach auf seiner Anlage in Lelbach. Das Foto entstand im vergangenen Jahr.

Die Corona-Pandemie hinterlässt bei Bauprojekten der Sportvereine und der Beschaffung von Sportgeräten ihre Spuren. Darauf deutet die Zahl der Anträge auf Zuschüsse an den Landessportbund hin.

Waldeck-Frankenberg - Normalerweise sucht der Landessportbund Hessen (LSBH) die Öffentlichkeit, um mitzuteilen, welcher Verein gerade wie viel Geld aus dem Topf für die Vereinsförderung erhält. Uwe Steuber, der Vorsitzende des Sportkreises Waldeck-Frankenberg, lud zur Übergabe der Bewilligungsbescheide regelmäßig Vorstände ein. Zuletzt vor knapp 15 Monaten.

Seither ruht die Praxis wegen der Corona--Auflagen, die Bescheide werden zugeschickt. Laut einer Aufstellung des Sportkreises kamen den heimischen Vereinen in den letzten fünf Quartalen insgesamt rund 122 500 Euro aus dem Vereinsförderungsfonds des LSBH zu.

Die Zahl der Anträge, die die Vereine zwischen dem dritten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2020 stellten (bis zur Bewilligung vergehen in der Regel etwa neun Monate), zeigt eine sinkende Tendenz. Hatten die Vereine pro Quartal im Jahr 2019 und im ersten Vierteljahr 2020 immer zehn bis zwölf Anträge eingereicht, so sank die Zahl im zweiten Quartal 2020 auf acht und für den Zeitraum Juli bis September des Vorjahres auf fünf. Den einzigen höheren Betrag (7340 Euro) bewilligt der LSBH aktuell dem TSV Haina für die Sanierung des Sportplatzes.

Überhaupt beantragten die Vereine Zuschüsse vor allem für Investitionen rund um den Fußball – vom Kauf neuer Tore über die Anschaffung von Rasenmähern für den Sportplatz bis hin zur Sanierung des Flutlichts.

Davor war das Bild deutlich gemischter. Auffällig etwa: Die Schützenvereine fielen zuletzt als Antragsteller aus. Eine Reaktion darauf, dass ihrem Sportbetrieb mit abgesagten Rundenwettkämpfen und Meisterschaften die Pandemie arg zugesetzt hat? Im dritten und vierten Quartal 2019 sowie im ersten Quartal 2020 hatten Schützen fast ein Drittel aller Förderanträge (10 von 32) eingereicht. Der einzige fünfstellige Betrag (10 500 Euro) seit 15 Monaten kam übrigens dem TSV Röddenau für die Sanierung von Sanitäranlagen zugute. (mn)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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