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Springreiten: Markus Engelhard gewinnt erste Rittermühlen-Tour

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Auf dem Sprung zum Sieg in der ersten Rittermühlen-Tour : Markus Engelhard mit seinem Wallach Cuno.
Auf dem Sprung zum Sieg in der ersten Rittermühlen-Tour : Markus Engelhard mit seinem Wallach Cuno. Das Paar blieb im S*-Springen mit Stechen ohne Fehler. © bb

Markus Engelhard ist der erste Gesamtsieger der neuen Rittermühlen-Tour. Der Adorfer gewann wie zum Auftakt in Vöhl auch in Lelbach die S*-Springprüfung mit Stechen und damit auch die stattliche Erfolgsprämie.

Beim Finale am Sonntag auf der Anlage auf den Lelbacher „Brüchen“ bekamen die vielen Zuschauer spannenden Springsport geboten. Heinrich Pöttner vom Richterkollegium ahnte nach dem Normalumlauf: „Das Stechen mit den acht Teilnehmern wird hochkarätig, da sich allesamt schnelle Starter qualifiziert haben.“ Er behielt recht.

Markus Engelhard, der für den RV Altenautal startet, legte die Messlatte mit dem 13 Jahre alten Wallach Cuno gleich richtig hoch. Ohne Abwurf und in der Zeit von 37,58 Sekunden setzte das Paar zu Beginn die Bestmarke. Ausgerechnet am Plücker-Sprung (ausgerechnet, weil die mit insgesamt 13. 000 Euro dotierte Rittermühlen-Tour von der Alrafter Bäckerei Plücker gesponsert worden ist) kam das Paar etwas aus dem Tritt, überwand das Hindernis aber mit einem gewaltigen Satz beinahe aus dem Stand.

Frank Plock nach seinem schnellen Ritt ungläubig: Wirklich hinter Engelhard?

Doch Frank Plock sollte noch folgen. Mit seiner Stute Fantasie durcheilte der Borkener den Parcours höllisch schnell, Engelhards Marke schien zu kippen, doch am Ende fehlten Plock acht Hundertstel. „War Markus wirklich schneller?“ fragte er vor dem Richterturm ungläubig nach. Markus war.

Zwei Sekunden mehr auf der Uhr hatte Huberta Vahle (Altenautal) als Rangdritte im Ziel. Sie erhielt später noch einen Sattel als Ehrenpreis für den stilistisch schönsten Ritt. Viel Beifall und Jubel bekam der viertplatzierte Richard Friedrich – für den Turniersprecher war der Mann vom RFV Sachsenhausen der „Sieger der Herzen“. Schon nach dem Normalumlauf in der schnellsten Zeit feierte ihn das Publikum (und er sich auch ein bisschen), Im Stechen, das Friedrich mit der Stute Cyppy ebenfalls fehlerfrei bewältigte, steigerte sich die Begeisterung noch einmal.

Pech hatte als vorletzter Starter im Finale Lucas Silber. Der Oberkaufunger stürzte, konnte aber nach kurzer Behandlung den Parcours selbstständig verlassen. Insgesamt 21 Teilnehmer waren bei der höchsten Springprüfung des dreitägigen Turniers am Start.

Kilian-Vorsitzender Rasner: Traumhaft schönes Turnier

Pechvogel Silber hatte am Mittag noch die Springprüfung der Klasse M** mit seinem Hengst Cornetto gewonnen. Im Punktespringen der Klasse M** erzielte Huberta Vahle einen Doppelsieg, auf Rang fünf kam die Bad Wildungerin Mona Strenk. Sie erreichte zwar die schnellste Zeit, hatte aber fünf Zähler weniger als das Spitzenquartett.

Ebenfalls einen fünften Rang belegte im Auftaktspringen des Sonntags, einem L*-Springen, der Bad Arolser Christoph Rosenow. Die Springpferdeprüfung der Klasse M* am Sonntag entschied Peter Kopecky (Borken) vor Markus Engelhard für sich. Auf Platz fünf landete er Twistetaler Markus Friedel (RV Nethegau-Brakel).

Als „ein traumhaft schönes Turnier“ bezeichnete der Vorsitzende des RuFV St. Kilian Lelbach, Erik Rasner, das dreitägige Reiterfest. „Toller Pferdesport, viele Zuschauer und ein tolles Wetter“, fasste er die ereignisreiche Veranstaltung zusammen. Bereits am kommenden Wochenende geht es weiter. Dann feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen und richtet ein Dressur- sowie ein WBO-Turnier aus.

Pia Langerzik gewinnt den Sparkassen-Cup

Pia Langerzik hat am Sonntag in Lelbach den Sparkassencup Waldeck-Frankenberg 2022 gewonnen. Die Reiterin vom RuFV Korbach belegte im Stilspringen mit Stechen der Klasse A* mit dem neunjährigen Wallach Nuno de la Bryere Rang drei hinter Annabell Plock (Borken) und Johannes Prior (Salzkotten).

In der internen Cupwertung entschied sie mit der Note 8,0 die insgesamt dritte Wertungsprüfung der Serie für sich. Die Siegerin hatte auch beim heimischen Turnier in Korbach vorn gelegen und kam somit auf 200 Punkte. „Nachdem der Start in Bad Arolsen überhaupt nicht gelungen war, hatte ich mir nach dem Sieg in Korbach schon leise Hoffnungen auf den Gesamtsieg gemacht“ verriet Pia Langerzik nach der Siegerehrung.

Rang zwei belegten Tessa Biermann (SV Nieder-Waroldern) und Louisa Marie Vollbracht (Sachsenhausen) mit jeweils 196 Zählern gleichauf. Während Biermann Tessa in Bad Arolsen und Lelbach jeweils Zweite geworden war, hatte ihre Rivalin den Auftakt in Arolsen gewonnen.

Ziel des Cups ist die Förderung von Junioren, Jungen Reitern und Reitern bis einschließlich 27 Jahren, die Stamm-Mitglied in einem Verein des Kreisreiterbundes Waldeck-Frankenberg sind und in den Leistungsklassen 4, 5 oder 6 reiten Der Sparkassen-Cup ist mit insgesamt 1000 Euro dotiert. (bb)

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