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Starke Bank verhilft Korbach zum Derbysieg bei der HSG Bad Wildungen

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Hände hoch, oder... Tobias Böttcher (Wildungen) will den Ball an den Korbachern (v.l.) Daniel Pok, Raphael Harbecke und Dave Alscher ins Tor werfen. Jan Krathge (re.) schaut zu.
Hände hoch, oder... Tobias Böttcher (Wildungen) will den Ball an den Korbachern (v.l.) Daniel Pok, Raphael Harbecke und Dave Alscher ins Tor werfen. Jan Krathge (re.) schaut zu. © malafo

Auch eine gut besetzte Bank gewinnt Spiele. Diese Stärke neben dem Platz war ein Grund warum die Handballer des TSV Korbach das Bezirksoberliga-Derby bei der HSG Wildungen mit 28:26 (13:12) für sich entschieden.

Bergheim – Von der Spielstärke hätten die Badestädter auch ein Unentschieden verdient gehabt, aber am Ende war der breitere Korbacher Kader der entscheidende Faktor für den Erfolg Das Derby startete wild, beide Seiten wollten dem Gegner sofort signalisieren, wir bringen die notwendige Aggressivität auf die Platte. Denn es war noch kein Tor gefallen, da hatten sich beide Teams schon eine zwei-Minuten-Strafe eingehandelt.

Dann eröffneten die Gastgeber die Partie mit dem ersten Tor durch Martin Lambrecht (2.): Diese Führung sollte aber die einzige für die Badestädter in der gesamten Partie bleiben. Dass die Wildunger stets dem Gegner hinterherlaufen mussten, war für die Trainer Müller und Sebastian Wrzosek ein Grund, warum „Korbach heute zurecht gewonnen hat“.

Korbach immer kleinen Schritt voraus

Tatsächlich hatte man das Gefühl, dass die Korbacher das gesamte Spiel über ihrem Gegner immer einen kleinen Schritt voraus waren.

Der TSV nutzte auch die Schwächen des Gegners besser aus. Erstmals zeigte sich das Mitte der ersten Halbzeit, als den Wildunger mehrere technische Fehler unterliefen und Korbach diese mit Toren bestrafte und so 7:3 (13.) vorn lag. Doch Wrzoseks Auszeit (14.) fruchtete und die HSG kam nur vier Minuten später wieder auf 8:8 heran.

Das waren repräsentative Minuten für das gesamte Spiel, denn Korbach setzte sich auch später immer mal wieder etwas ab und bei diesen Rückständen zeigten die Wildunger ihren besten Handball. Der verschwand aber wieder sobald der Ausgleich da war. Die Schlussphase war ähnlich stürmisch wie die Anfangsminuten, vor allem von Korbacher Seite. Sie lagen bis zur 55. Minute 27:22 vorn hätten sich aber fast noch um den Erfolg gebracht, denn von den letzten sechs Minuten spielten sie vier in Unterzahl, weil Marc Wilke und Kevin Scholz sich Strafzeiten einhandelten.

Scholz bricht mit seinem Tor die Spannung

Dann vergab Dave Alscher (58.) beim Stand von 27:24 einen Siebenmeter, Lambrecht traf im Gegenzug. Doch Korbach behielt im nächsten Angriff den vom Trainer geforderten „kühlen Kopf“: Scholz traf eine Minute vor Schluss zum entscheidenden 28:25.

Bei Wildungen wurden die Shooter Jan Appel und Simon Riedesel vermisst, aber acht andere Teamkollegen sprangen als Torschützen in die Bresche, bei Korbach waren neun Spieler erfolgreich. Vielleicht war auch das gute Händchen des Korbacher Trainers spielentscheidend. Müller wechselte Robin Richter Schluckebier ab der 45. ein. Der junge Torhüter half mit starken Paraden, Wildungen auf Abstand zu halten.

Müller betonte, er habe nicht gegen seinen Freund „Basti“ Wrzosek gewonnen, sondern mit seiner Mannschaft. Wrzosek kritisierte, die vielen Schwankungen im Spiel seiner Mannschaft, die aber auch der personellen Lage geschuldet seien.

Beide Trainer wünschten aber Denis Buchholz gute Besserung. Der Wildunger Spieler war zu Beginn der zweiten Halbzeit zusammengebrochen und wurde mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. (gos)

Tore für Korbach: Wilke 4, D. Alscher 1, Harbecke 1, Franke 1, Pawelczyk 3, Westmeier 2, R. Alscher 8, Pok 2, Scholz 6

Tore für Wildungen: Kleinert 5, Lambrecht 4, Justus Krathge 1, Jan Krathge 2, Brauer 4, Böttner 4, C. Hartung 3, P. Hartung 3

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