1. Startseite
  2. Waldeckische Landeszeitung
  3. Lokalsport

Startgemeinschaft Korbach/ Frankenberg schafft erstmals „Quali“ für Deutsche Meisterschaft

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ein starkes Team: Die U20-Frauen der Startgemeinschaft Korbach/Frankenberg haben sich für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Das Bild zeigt (hinten v.l.) Trainerin Andra Schendel, Lilli Pirogov, Pauline Pfannstiel, Malia Siegfried, Julia Stellwag, Lara Nagel, Emma Scholl, Luzie Westmeier, Lea Kolberg, Trainer Karl-Wilhelm Westmeier und Till Vollmar; (vorn v.l.) Trainer Manfred Hamel, Janine Cramer, Emilie Schwabauer, Valeria Triolo, Alina Behle, Sophia Schiffmann, Johanna Kleine, es fehlen Chayenne Tarhanis und Michelle Müller.
Ein starkes Team: Die U20-Frauen der Startgemeinschaft Korbach/Frankenberg haben sich für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Das Bild zeigt (hinten v.l.) Trainerin Andra Schendel, Lilli Pirogov, Pauline Pfannstiel, Malia Siegfried, Julia Stellwag, Lara Nagel, Emma Scholl, Luzie Westmeier, Lea Kolberg, Trainer Karl-Wilhelm Westmeier und Till Vollmar; (vorn v.l.) Trainer Manfred Hamel, Janine Cramer, Emilie Schwabauer, Valeria Triolo, Alina Behle, Sophia Schiffmann, Johanna Kleine, es fehlen Chayenne Tarhanis und Michelle Müller. © pr

Mit der Leichtathletik-Startgemeinschaft Frankenberg-Korbach der weiblichen Jugend U20 qualifiziert sich erstmals eine Mannschaft aus Waldeck-Frankenberg für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Das lange Warten nach dem starken Teamauftritt beim Wettkampf in Koblenz hat ein glückliches Ende gefunden. Grundlage für diesen Erfolg waren gute Leistungen aller 16 Athletinnen, die Anfang Juni in zwölf Disziplinen in Koblenz an den Start gegangen waren. Dazu zählten vor allem die Höhen von Alina Behle. Sie sprang in ihrem ersten Stabhochsprungwettkampf gleich über 2,30 Meter und kratzte schon mal an dem Kreisrekord aus dem Jahr 2003 (2,45m).

Sophia Schiffmann sprintete über 100 Meter mit 12,71 Sekunden nah an ihre Bestzeit heran und holte mit 588 Zählern die höchste Einzelpunktzahl für das Team Sophias Weitsprung von 5,09 Meter (558 Punkte) konnte sich genauso sehen lassen wie ihre 1,50 Meter im Hochsprung (505). Luzie Westmeier warf den Diskus 30,97 Meter weit und war beste Speerwerferin mit 31,15 Meter.

Mit Kreisrekord zur Qualifikation

Lara Nagel verbesserte über 3000 Meter ihre Bestzeit von um 22 Sekunden auf 11:47,00 Minuten und lief Bestzeit über 400 Meter (62,15). In der 4x100m-Staffel lief das Quartett der StG 51,35 Sekunden, eine Zeit , die nur sieben Zehntel über dem Kreisrekord aus dem Jahr 1972 liegt.

Insgesamt lief, sprang und warf das Team 11 259 Punkte zusammen. Damit hat die Mannschaft einen Kreisrekord. aufgestellt. Nun hieß es vier Wochen warten, ob mehr als acht Mannschaften diese Punktzahl übertreffen. Sie wurde nur noch noch von den Athletinnen von Bayer Uerdingen übertroffen.

In Hamburg hat das Team die Außenseiterrolle

Damit war klar, dass sich die Startgemeinschaft Korbach/Frankenberg für den Endkampf qualifiziert hat, bei dem am 11. September in Hamburg die acht besten deutschen Mannschaften zugelassen sind. Die Startgemeinschaft gilt in zwar in Hamburg nur als Außenseiter, sie hat die niedrigste Punktzahl der acht Teams erreicht.

Dennoch wird es für die Athletinnen ein besonderes Erlebnis, sich mit den besten Sportlerinnen von den Top-Vereinen wie etwa Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt oder LG Berlin zu messen. Das ist für die Leichtathletik-Jugend des TSV Korbach der größte Erfolg seit den zwei deutschen Vizemeisterschaften von Michael Zekl im Jahr 2004 über 2000-m-Hindernis und im 10-km-Straßenlauf.

„Jetzt gilt es in den nächsten zwei Monaten durch einige taktische Umstellungen und gezieltes Training die Punktzahl von Koblenz noch mal zu verbessern“, sagt Trainer Karl-Wilhelm Westmeier (Korbach). Für den Frankenberger Trainer Till Vollmar „haben die Athletinnen der StG tolle Leistungen abgerufen und den Start bei der DM, wo die Großvereine auf teilweise doppelt so viele Sportlerinnen zurückgreifen können, verdient“.

Im Wettkampf können die Vereine bis zu drei Athletinnen pro Disziplin zuzüglich Staffel aufstellen, von denen die beiden besten Ergebnisse in die Wertung kommen.

„Wir wollten durch die Gründung der Startgemeinschaft 2021 unseren Athletinnen und Athleten mittelfristig die Möglichkeit bieten, auch mal an einer deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Es ist unglaublich, dass dies bereits im ersten Anlauf geklappt hat“, meint Manfred Hamel, Trainer beim TSV Korbach und Initiator der Startgemeinschaft.

Auch interessant

Kommentare