Mannschaftswettbewerb in Wisla ein Windlotteriespiel

Stephan Leyhe mit Team auf Rang zwei - Österreich siegt

Skispringer
+
Gute Luftfahrt: Stephan Leyhe hat das Vertrauen der Trainer mit guten Sprüngen im Teamwettbewerb zurückgezahlt.

Stephan Leyhe hat nach seiner langen Verletzungspause sofort den Sprung zurück ins deutsche Team geschafft und mit der Mannschaft beim Teamspringen in Wisla (Polen) den zweiten Platz belegt.

Wisla - Dieser Wettbewerb war ein Lotteriespiel mit schwierigen Windbedingungen. Pius Paschke, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler und Schlussspringer Karl Geiger mussten sich nur knapp den siegreichen Österreichern geschlagen geben.

Nach dem ersten Durchgang hatte das Quartett von Bundestrainer Stefan Horngacher noch auf Rang vier gelegen. Rang drei ging in einem packenden Wettkampf an Slowenien. Dabei kam Markus Eisenbichler (Siegsdorf) nicht über 107,0 m hinaus. Pius Paschke (Kiefersfelden/121,5 m) und Stephan Leyhe (Willingen/118,0) hatten zuvor überzeugt. Geiger (Oberstdorf) hielt die deutsche Mannschaft mit einem guten abschließenden Sprung auf 116,5 m noch im Rennen.

Vor mehreren Tausend enthusiastischen Fans, die größtenteils ohne Abstand und Maske eine große Skisprung-Party mit lauter Stadionmusik und Tröten feierten, kamen die Deutschen zu Beginn nicht so gut zurecht und hatten auch Pech. Die schwierigen Bedingungen und nicht optimale Sprünge kamen zusammen und sorgten dafür, dass das Team des Deutschen Skiverbands zur Halbzeit nur auf dem vierten Platz lag. Nach seinem Sprung auf 107 Meter schüttelte Eisenbichler verärgert den Kopf. Doch es war noch nichts verloren.

„Heute ist ein schwieriger Tag, da muss erstmal jeder zwei ordentliche Sprünge machen“, sagte Geiger nach dem ersten Durchgang in der ARD und fügte zuversichtlich an: „Also warten wir mal ab.“ Der Oberstdorfer sollte Recht behalten. Im zweiten Durchgang brachten Paschke (122,5 Meter) und Leyhe (120,5) die Deutschen näher an Platz eins heran.

Eisenbichler ließ einen emotional bejubelten Satz auf 130 Meter folgen und der in diesem Winter bislang so konstante Geiger machte mit seinem zweiten Sprung auf 125 Meter fast sogar den Sieg perfekt.

Nach dem ersten Teamspringen 2021/22 geht es an diesem Sonntag mit einem Einzelwettkampf weiter. Stephan Leyhe ist auch dabei, er landete in der Qualifikation bei 121,5 Metern. Das reichte für Rang 17.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.