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Stern-Stunden mit viel Bewegung: Weihnachts-Sportshow des Turngau Waldecks erzählt diesmal eine Geschichte

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Ein Huckgucker: Die Turngruppe des TSV Waldeck erzeugte eine enorme Leuchtkraft.
Ein Huckgucker: Die Turngruppe des TSV Waldeck erzeugte eine enorme Leuchtkraft.  © Worobiow

Es war diesmal mehr als Handstand, Purzelbaum oder Salto untermalt mit Musik. Der Veranstalter der Weihnachts-Sportshow, der Turngau Waldeck, wollte in diesen schwierigen Zeiten auch eine Botschaft an die rund 600 Zuschauer in der Korbacher Kreissporthalle senden: Stellt das Ego mal hinten an und helft euch untereinander mehr.

Korbach – Der Überbringer dieser Botschaft war ein Plätzchen, ein Weihnachtsstern, schief und krumm, weit weg von der ästhetischen Perfektion, auch, weil ihm eine Zacke fehlt. Anfangs war er selbst unglücklich über seine äußere Erscheinung „Ich wollte etwas ganz besonderes sein, aber niemand erfreut sich an mir.“ Er sollte dann erfahren, dass andere Werte viele wichtiger sind.

Rentiere war Thema der Tanzgruppe des TV Rhoden (oben) und die Twirling-Sportlerin Lea Hülsmann hatte einen Soloauftritt.
Rentiere war Thema der Tanzgruppe des TV Rhoden © Worobiow

Und noch eine weitere Botschaft war bei dieser Bewegungsgala wichtig: Corona habe im Lager der Turnerinnen und Tänzerinnen die Lust auf Bewegung erhöht, sagte Melissa Tent, stellvertretende Turngau-Vorsitzende. Die Geschichte vom diesem kleinen Weihnachtsstern begann in einem Video, das den Zuschauern gezeigt wurde, dann stand dieser Stern plötzlich leibhaftig in der Turnhalle, geformt aus einer Lichterkette und gespielt von Laura Fricke. Und dieser Stern führte durch das sportliche Programm, er agierte dabei als Moderator, Schauspieler und Entertainer.

Schief und krumm, aber herzlich: Der Weihnachtsstern (Laura Fricke) spielte eine Hauptrolle in der Sportshow.
Schief und krumm, aber herzlich: Der Weihnachtsstern (Laura Fricke) spielte eine Hauptrolle in der Sportshow.  © Worobiow

Er bot jeder Tanz- und Turngruppe stets seine Hilfe an und er half auch dem Zuschauer auf der Tribüne, indem er in diese rund zweistündige Aufführung mehr Abwechslung und zusätzliche Unterhaltung brachte.

Die weihnachtliche Show startete gleich mit einem sportlichen Höhepunkt: die Turnakrobaten vom KSV Baunatal malten mit viel Bewegungskunst auf weihnachtliche Melodien schöne Gruppenbilder auf die Matte.

Einen Spagat in der Luft zeigt eine Turnerin des TSV Korbach
Einen Spagat in der Luft zeigt eine Turnerin des TSV Korbach © Worobiow

Der Turn- und Tanzzug mit rund 250 Sportlerinnen fuhr nun nonstop durch. Es folgten die Turnkinder aus Marienhagen/Vöhl und die sechs jungen Frauen von der Tanzabteilung des TSV Korbach, zeigten, dass auch ein Cancan mit Weihnachtsmusik möglich ist. Die Tanzbienchen vom TV Rhoden durchbrachen die sonst durchweg englischsprachige Weihnachtsmusikauswahl und sie bewiesen, dass auch tänzerische Schritte auf die Melodie von „Stille Nacht, heilige Nacht“ möglich sind.

Wenig Luft nach oben: die Turnerinnen des TSV Korbach
Ausdruckstanz: Die Twirlinggruppe des TSV Korbach © Worobiow

Es folgte ein Solo-Auftritt der Twirling-Sportlerin Lea Hülsmann, die anschließend noch mit ihrer Gruppe vom TSV Korbach die Stäbe fliegen ließ. Die Turnkinder vom TSV Waldeck hatten sich für ihren Auftritt einen besonderen optischen Effekt ausgedacht.

Wenig Luft nach oben: die Turnerinnen des TSV Korbach
Wenig Luft nach oben: die Turnerinnen des TSV Korbach © Worobiow

Einige von ihnen hüllten sich in leuchtende Kleidung, die sie wie einen regenbogenfarbenen Umhang trugen und sie erzeugten damit Figuren, etwa einen Schmetterling, die auf der Tribüne staunende Zuschauergesichter hervorriefen. Danach verließ das Programm kurz sein weihnachtliches Ansinnen bei einigen sehenswerten Darbietungen von Gruppen der Korbacher Tanzetage.

Der kleine Stern holte die Weihnachtsstimmung wieder zurück in die Halle, außerdem half er der Turngruppe des VfL Adorf bei der Suche nach ihrem Teammitglied Ute Er fand sie schließlich auf der Tribüne. Die Korbacher Hiphop-Tanzgruppe „Bust a move“ leitete das Finale der Show ein, das von den Cheerleadern und Turnerinnen des TSV Korbach am Boden, aber auch auf dem Stufenbarren und am Schwebebalken ausgetragen wurde.

Twirling
Die Twirling-Sportlerin Lea Hülsmann mit einem Soloauftritt.  © Worobiow

„Was für ein tolles Bild“, schwärmte die Turngau-Vorsitzende Dörte Fabry als sich alle Teilnehmerinnen gemeinsam von ihren Zuschauern verabschiedeten. Auf Wiedersehen. Das soll es im kommenden Jahr auf jeden Fall geben, es wird nur noch über das wie gesprochen.

Bescherung bei der Tanzgruppe des TSV Korbach
Bescherung bei der Tanzgruppe des TSV Korbach. © Worobiow

Möglicherweise werde die Weihnachtsshow künftig zweimal ausgetragen, sagte Fabry, deren Ehemann Thomas bei dieser Veranstaltung die Regie im technischen Bereich geführt hat. „Wir mussten auch Gruppen absagen, weil das Programm dann zu lange gedauert hätte und die Nachfrage seitens der Zuschauer war so groß, dass nicht einmal alle Eltern von den teilnehmenden Kindern die Show sehen konnten.“ (rsm)

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