Spielerisch leicht zum Titel

Taekwondo: Korbacher Arlind und Korab Kabashi sind Hessenmeister

Kleines Team, große Erfolge: Die Korbacher Kämpfer (von links) Albert Heinrich, Korab Kabashi und Arlind Kabashi mit Medaillen, eingerahmt von Betreuer Damian Deprez (ganz links) und Trainer Gerd Lange.
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Kleines Team, große Erfolge: Die Korbacher Kämpfer (von links) Albert Heinrich, Korab Kabashi und Arlind Kabashi mit Medaillen, eingerahmt von Betreuer Damian Deprez (ganz links) und Trainer Gerd Lange.

Der TSV Korbach hat seinen Ruf als eine der ersten Adressen im hessischen Taekwondo verteidigt. Das untermauerten die starken Auftritte der drei Korbacher Athleten bei den Landesmeisterschaften.

Korbach/Bad Homburg – Bei den „Hessischen“ in Bad Homburg gewannen die Brüder Korab und Arlind Kabashi jeweils den Titel, Albert Heinrich scheiterte im Halbfinale.

Korab Kabashi zeigte eine herausragende Leistung. Der deutsche Juniorenmeister von 2018 trat in der Herrenklasse bis 80 Kilogramm an, da er in seiner Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm konkurrenzlos gewesen wäre. Sein Halbfinale gehörte zu den am meisten beachteten Kämpfen der Bad Homburger Titelkämpfe.

Kabashi gegenüber stand Ismael Qaswal vom Kampfsportcenter Frankfurt, der Verein der früheren Weltklasseathleten Faisal Ebnoutalib (Silbermedaillengewinner bei Olympia in Sydney 2000) und Mohamed Ebnoutalib (Vizeweltmeister von 2003). Gegen den gut geschulten Frankfurter zeigte der Korbacher seine ganze Klasse, dominierte den teilweise unsauberen Kampf von Anfang an und gewann überlegen mit 35:13.

Das Finale gegen Sadam Gairati von der TSG Walldorf wurde zu einer ungleichen Auseinandersetzung. Kobashi deklassierte seinen Kontrahenten fast spielerisch leicht mit 42 :2 Punkten. Damit holte er sich seinen siebten Landesmeistertitel.

Arlind Kabashi: Drei Jahre Pause, aber nicht eingerostet

„Wir waren etwas unsicher, da Korab in den letzten Wochen nach einer überstandenen Corona-Erkrankung immer noch konditionelle Probleme hatte. Aber durch eine gute Strategie hat man davon heute nichts gemerkt“, berichtete der Korbacher Trainer Gerd Lange.

Arlind Kabashi tat es seinem Bruder gleich. Er gab im Schwergewicht der A-Jugend über 73 Kilogramm sozusagen ein Comeback – hinter ihm lagen drei Jahre Wettkampfpause. Im Finale gegen Burak Altaylar (Wydad Budo Fitness Frankfurt) wirkte der Korbacher keineswegs eingerostet.

Mit seiner Erfahrung aus mehr als einhundert Kämpfen, einem nach wie vor guten Auge und klaren Aktionen ließ er seinem Gegner ebenfalls keine Chance – Arlind gewann vorzeitig mit 27:1 und feierte seinen vierten Landesmeistertitel.

In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm der A-Jugend konnte der dreifache Hessenmeister Albert Heinrich nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Im Halbfinale gegen Mitfavoriten Serhat-Vinh Gürbüz (Budokwan Frankfurt), ebenfalls mehrfacher Hessenmeister und Mitglied im Talentteam der Deutschen Taekwondo-Union, geriet der Korbacher in der ersten Runde durch einen vermeidbaren Treffer mit 0:2 in Rückstand. In Runde zwei versuchte er sich vergeblich an einer Aufholjagd, musste dann aufmachen und wurde wiederum ausgekontert. Am Ende stand eine 1:10-Niederlage.

„Aufgrund einer Operation hatte Albert nur eine dreiwöchige Vorbereitung“, ordnete Trainer Lange den Kampf seines Schützlings ein. „Nach guten Trainingsleistungen wollte er gern an der Meisterschaft teilnehmen. Am Ende hat man ihm heute den Trainingsrückstand jedoch angemerkt.“  (red)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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