TC Korbach schon gesichert

Tennis: Auftakt in der Bezirksoberliga und Gruppenliga

Return ins Ungewisse: Marcel Zirpins, Nummer eins des TuSpo Mengeringhausen, weiß nicht so recht, wo er mit seiner Mannschaft steht. Archivfoto: malafo
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Return ins Ungewisse: Marcel Zirpins, Nummer eins des TuSpo Mengeringhausen, weiß nicht so recht, wo er mit seiner Mannschaft steht.

Vier Waldeck-Frankenberger Mannschaften schlagen auf der ersten Verbandsebene auf, in der Gruppenliga. Das Sechserteam des TuSpo Mengeringhausen ist in die Bezirksoberliga zurückgekehrt.

Zwei Jahre Bezirksliga reichen: In der Bezirksoberliga gibt der TuSpo Mengeringhausen am Sonntag auf der eigen Anlage gegen die ST Lohfelden sein Comeback. Der Auftakt ist von Unwägbarkeiten geprägt. So verhinderte die Pandemie ein gemeinsames Wintertraining der nach dem TC Sachsenhausen am zweithöchsten spielenden Waldecker Herrenmannschaft. „Deswegen sind wir gespannt wo wir stehen“, sagt Mannschafsführer Marcel Zirpins.

Aufschlüsse dürfte das zweimal wöchentliche Training im Freien gegeben haben, in dem sich ja auch die Doppel einspielen konnten. Ein Faktor könnte Corona auch wegen anstehender Impfungen werden. Zirpins schließt Ausfälle an den ersten drei Spieltagen vor der Sommerpause nach dem Pieks nicht aus. Schließlich steht in Sebastian Hess, nach Zirpins, Bertolt Linder und Marcel Laege Nummer vier im Team, aus beruflichen Gründen nur stark eingeschränkt zur Verfügung.

Ein Rückzug sei aber nicht infrage gekommen, sagt Zirpins. Zumal der TuSpo bis auf Hess die höhere Liga mit dem Personal angeht, das im Vorjahr seine Bezirksliga-Gruppe vor der MSG Schwalmstadt gewann.

Das Saisonziel formuliert Zirpins mit Blick auf den Mitaufsteiger: „Wir wollen wie in der letzten Saison wieder vor der MSG Schwalmstadt stehen.“ Der Unterschied: Für beide Mannschaften geht es nicht um den Auf-, sondern gegen den Abstieg. Die TuSpo-Nummer eins glaubt an den Klassenerhalt: „Wenn wir fast immer komplett antreten können, sollte das machbar sein, da es nur einen Absteiger geben wird.“

Gruppenliga: Herren 55, MSG Bad Arolsen/TSC Korbach

Das Ziel des heimischen Quartetts in dieser neu geschaffenen Liga hört sich bescheiden an: „Nicht ganz hinten landen“, sagt Dirk Jung, die Nummer eins im Team, Aber er weiß selbst nicht so genau, ob er hier Unterstatement betreibt. „Wir sind gespannt, wohin es uns führen wird, denn wir kennen keine der sieben Mannschaften.“

Für Jung wäre der Klassenerhalt auch deshalb wichtig, weil im kommenden Jahr weitere Spieler aus den eigenen Reihen in die Altersklasse 55 wechseln werden. Corona hat die Mannschaft eigentlich nicht daran gehindert, Bälle über das Netz zu schlagen. „Tennis konnten wir die ganze Zeit spielen, nur kein Doppel.“ Einmal pro Woche greifen die Vier zu Ball und Schläger, nun können sie in der Liga zeigen, wie viel diese Trainingseinheiten wert sind.

Aufbruch ins Unbekannte: Dirk Jung, Teamchef der MSG Bad Arolsen/TSC Korbach.

Herren 65, TC Bad Arolsen

Die Mannschaft um Teamchef Jürgen Leiter ist ein verspäteter Aufsteiger: Das Startrecht in der höheren Klasse hatte sie als Meister der Bezirksoberliga sportlich bereits 2019 erworben, es aber im Corona-Sommer 2020 nicht wahrgenommen und das Team zurückgezogen, ohne das Aufstiegsrecht zu verwirken. Nun sortierte sie der Verband in der Gruppe 120 der Gruppenliga ein.

„Ziel ist sicherlich, die Klasse zu halten“, sagt Leiter. Kein einfaches Unterfangen, wie die Arolser wissen, sie haben sich über die Leistungsklassen der Konkurrenz ins Bild gesetzt. „Die sind vorn alle schon sehr gut aufgestellt“, sagt der Kapitän. Am stärksten sieht er die SGT Baunatal.

Der Ehrgeiz, sportlich zu bestehen, ist das eine. Einen Gewinn sehen Leiter und seine Mitspieler aber auch darin, auf bisher unbekannte Gegner zu treffen oder gegen Spieler anzutreten, die sie von früher kennen. Auch ein Derby bringt die Staffel: Am dritten Spieltag kommt Blau-Weiß Frankenberg. Glück haben die Arolser mit dem Spielplan: Sie bestreiten drei Heimspiele und müssen nur zweimal fahren. Die weiteste Tour führt sie nach Butzbach zum TC Nieder-Weisel.

Herren 70 TC Korbach

Obwohl noch kein Ball in der Tennis-Gruppenliga Herren 70 in der neuen Saison gespielt ist, hat sich die Mannschaft des TC Korbach schon jetzt aller Abstiegssorgen entledigt. Zwei der neun gemeldeten Vereine haben ihr Team schon wieder zurückgezogen, darunter auch der Meisterschaftsfavorit TSV Kalkobes und der TV Watzenborn. Beide steigen ab.

So können die Korbacher um ihre Nummer eins Wolfgang Albrecht eigentlich befreit aufspielen. „Wir sind guter Dinge, denn wir haben gut trainiert“, sagt Gutberlet. Neben Tennis standen auch längere Radtouren auf dem Trainingsplan. Allerdings sind schon jetzt Personalprobleme sichtbar, weil der zweimal verschobene Spielplan nun mit dem Urlaubsplan einiger Spieler kollidiert.

Wenn die Korbacher bei ihren Gegnern auf die Leistungsklassenzahl schauen, wissen sie, dass sie in vielen Begegnungen nur als Außenseiter auf den Platz gehen werden. „Bei uns kommen keine jüngeren Jahrgänge nach, deshalb wird die Konkurrenz immer besser“, erzählt Gutberlet. „Aber wir haben viel Spaß miteinander und machen aus jedem Spiel ein kleines Fest.“  (rsm/mn)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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