Corona hinterlässt aber Spuren im Sportprogramm

Tennis in Waldeck-Frankenberg wächst gegen den Trend

Tennisball und medizinischer Mundschutz vor Netz auf Ascheplatz.
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Die Pandemie hinterlässt Spuren: Corona dünnt im Tennis vor allem den Turnierkalender aus.

Der Tenniskreis Waldeck-Frankenberg hält in diesem Jahr seine Mitgliederversammlung virtuell ab. Kreisvorsitzender Karl-Friedrich Emde lädt die Vereinsvertreter für diesen Freitag zur Videoschalte ein.

Waldeck-Frankenberg –Zentraler Tagesordnungspunkt ist ein Vortrag von Jörg Barthel, Sportdirektor des Hessischen Tennis-Verbands (HTV). Er wird über Jugendarbeit, den Einsatz von Trainern und deren Ausbildung sprechen. Dabei geht es auch um das Modell der sogenannten Partnertrainer.

Die Arbeit im Tenniskreis war im Jahr 2020 wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche von der Corona-Pandemie geprägt, heißt es im Bericht des Kreisvorsitzenden. Das habe ganz besonders das Frühjahr sowie Herbst und Winter betroffen, also die Zeiträume, auf die sich die Arbeit des Tenniskreises besonders konzentriert habe.

Erfreulich für die Vereine: Sie verzeichneten erneut ein kleines Plus bei der Mitgliederentwicklung. Ihre Zahl ist nach Angaben von Emde um elf auf insgesamt 2651 gestiegen. „Das ist nichts Großes, aber nach all den traurigen Jahren freut man sich auch über kleine Dinge“, sagte Emde. Zumal Tennis gegen den allgemein rückläufigen Trend im Landessportbund Hessen gewachsen ist. Emde sieht darin auch ein Ergebnis der guten Arbeit des Vereinsberaters für Nordhessen. „Er ist in etlichen Vereinen unseres Tenniskreises mit spürbaren Resultaten aktiv geworden“, schreibt er.

Die sportlich erfolgreichste Mannschaft des Tenniskreises in der Medenrunde 2020 stellte erneut der TC Blau-Weiß Frankenberg: Die Herren 50 des Klubs belegten Platz zwei in der Hessenliga. Die Damen des TV Odershausen schafften Platz drei in der Verbandsliga, Aufsteiger TC Sachsenhausen wurde in der gleichen Klasse der Herren Sechster.

Die Regularien sollen auf der Versammlung wenig Zeit in Anspruch nehmen, die Berichte wurden per Mail verschickt. Ein Thema ist die neue Medenrunde, deren Start der HTV wie berichtet in die zweite Juni-Woche verschoben hat. Emde sieht dazu keine Alternative: Wettbewerbe seien ja derzeit durch die Landesregierung noch untersagt. Ob der Start im Juni aber realistischer sei als im Mai, könne er nicht sagen.

Erste Teams haben zurückgezogen

Wegen der Verschiebung dürfen Mannschaften noch bis 20. April zurückziehen, ohne dass dafür Gebühren fällig werden. Allerdings gelten sie, anders als im Vorjahr, dann als Absteiger. Emde schätzt die Zahl der Abmeldungen im Bezirk Nordhessen vorsichtig auf bisher ein Dutzend,. Sicherlich seien aber noch ein paar Entscheidungen „in der Pipeline“.

„Die ersten Abmeldungen kamen aus dem Jugendbereich“, berichtete Emde. Offenbar hätten die Eltern verstärkt Bedenken, dass sich ihre Kinder mit der neuen gefährlicheren Virusmutante anstecken könnten. Die Rückzüge gingen quer aber durch alle Altersklassen, am wenigsten betroffen seien die Aktiven.

Im Programm des Tenniskreises hat Corona weitere Spuren hinterlassen. Winterhallenrunde und Hallenkreismeisterschaften der Frauen und Männer sowie der Jugendlichen wurden abgesagt, ebenso die geplanten LK-Turniere des TSC Korbach. Zwar darf Tennis auch im Lockdown grundsätzlich weiter gespielt werden, allerdings noch nicht in Turnierform.

Je nach Pandemie-Entwicklung dürften weitere Absagen folgen. Das für das kommende Wochenende geplante Mixedturnier des TC Hatzfeld fällt auf jeden Fall aus. „Wir hätten liebend gern gespielt, ein Turnier aber ist im Moment nicht denkbar“, sagte Vorsitzender Dino Schreiner und fügte ironisch hinzu: „Corona sei Dank.“ (mn/had)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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