Tischtennis: Bittere Pleiten für Männerteams

Bezirksoberliga: Abstiegsgespenst kreist über Waldeck – Wetterburger Frauen erkämpfen 5:5

An ihm lag’s jedenfalls nicht: Mathis Rein sprang wie Meiko Ebbrecht beim TTV Korbach in der „Ersten“ ein. Das Duo holte in Marbach die einzigen Punkte.
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An ihm lag’s jedenfalls nicht: Mathis Rein sprang wie Meiko Ebbrecht beim TTV Korbach in der „Ersten“ ein. Das Duo holte in Marbach die einzigen Punkte.

Das Abstiegsgespenst kreist zur Adventszeit über dem Waldecker Duo in der Tischtennis-Bezirksoberliga der Herren. Bei den Frauen gab es hingegen weniger Sorgenfalten: Dank Wetterburgs Matchwinnerin Hannah Marek.

Korbach – So hatten sich die beiden heimischen Bezirksoberligisten das Wochenende sicher nicht vorgestellt. Der TTV Korbach verlor beim Tabellenletzten TSV Marbach II mit 2:9 und steht ebenso in der gefährdeten Zone wie der VfL Adorf.

Auch dessen 1:9 gegen den TTC Anzefahr war eine bittere Niederlage. Außerdem bekamen die Adorfer die schon verbuchten Punkte gegen Ederbergland wieder aberkannt (siehe Infokasten), da dessen Protest erfolgreich war. Im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Bottenhorn.

Marbach II – Korbach 9:2. Zumindest in dieser Deutlichkeit war die Niederlage im Vorfeld nicht zu erwarten. „Wir haben einfach schlecht gespielt“, kommentierte Christian Landau vom TTV, der personelle Unterschiede erkannte: „Marbach ist in Bestbesetzung angetreten, bei uns fehlte mit Hendrik Osterhold und Peter Debus die gesamte Spitze“. Bemerkenswert, dass ausgerechnet Ersatzleute für die Punkte der Hansestädter verantwortlich waren. „Mathis Rein und Meiko Ebbrecht haben überzeugt“, lobte Landau.

Adorf – Anzefahr 1:9. „Wenn wir komplett wären, hätten wir bei unserer Heimstärke bestimmt eine Chance auf einen Punktgewinn gehabt“, war der erkrankte Mannschaftsführer der Adorfer, Axel Bumke, überzeugt. Außer ihm fehlten mit Ralf Zauner und Alex Saam zwei wichtige Spieler, und so erklärt sich die klare Niederlage. Den Ehrenpunkt der Gastgeber holte das Doppel Simon Hartmann und Heiko Grebe.

Bottenhorn – Ederbergland 9:7. Die Gäste lieferten nach 2:4- und 4:8-Rückstand einen beherzten Kampf, standen aber am Ende mit leeren Händen da. Marschik/Oehlmann und Zehnich/Himmel sorgten für die Führung nach den Doppeln. Dann aber gaben die Gäste drei Spiele in Folge ab. Tobias Oehlmann und Bernd Himmel schafften den Anschluss, doch als Bottenhorn vier Spiele in Folge gewann, schien die Vorentscheidung gefallen. Ederbergland riss sich aber zusammen und kam durch Manfred Heß, Christopher Zehnich und Bernd Himmel heran. Die unglückliche Fünfsatzniederlage vom Schlussdoppel Marschik/Oehlmann besiegelte die Ederbergländer Niederlage.  

Nach erfolgreichem Protest: Adorf – Ederbergland wird erneut gespielt

Eigentlich war die Partie VfL Adorf gegen TTC Ederbergland vor kurzem schon „gespielt“. Ederbergland hatte zu wenige Spieler, die Wertung erfolgte mit 9:0 für Adorf. Doch die Ederbergländer legten erfolgreich Protest ein mit der Begründung, wegen der besonderen Corona-Umstände hätten sie nicht so kurzfristig reagieren können. Adorf entsprach der Bitte, das Spiel neu anzusetzen, neuer Termin: kommender Samstag. „Wir spielen aber mit vier gegen vier, weil wir nur noch vier geimpfte Spieler haben“, erklärt Adorfs Kapitän Ralf Zauner die kulante Regelung. „Mit vorherigem Test spielen geht ja jetzt nicht mehr.“  (schä)

Bezirksoberliga Damen: Hannah Marek trumpft auf

TSV Wetterburg – TTC Richelsdorf II 5:5. Ein wichtiger Punktgewinn für die Frauen aus Nordwaldeck, die vorab damit nicht gerechnet hatten. „Die liegen uns gar nicht, wir haben immer gegen die verloren“, war Petra Ullrich im Vorfeld der Meinung. Es kam aber anders: „Matchwinner war unser Küken, Hannah Marek“, sagte Ullrich.

Mit ihrer Mutter Michaela Marek-Oehl gewann Hannah Marek ein Doppel zu Beginn. Dann aber gingen beide Spitzenspiele an die Gäste. Petra Ullrich und Hannah Marek, die Elvira Brack niederkämpfte, glichen aus. „Schade, dass Saadia (Kniwel) nicht ihren besten Tag hatte – sie hat uns in der Vergangenheit viele Punkte eingespielt“, bedauerte Petra Ullrich die zweite Niederlage ihrer Nummer eins. Michaela Marek-Oehl glich aus, ehe Petra Ullrich ihrer Angstgegnerin unterlag. Hannah Marek rettete mit einer blitzsauberen Leistung das verdiente Remis. (pcz)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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