Erste Saisonniederlage für weibliche B-Jugend

Torfrau „Fritzi“ Göbel hält Siebenmeter und Sieg für Twistetaler A-Juniorinnen fest

Handballerin beim Torwurf
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Die Ecke aussuchen: Anna-Lena Reese (Twistetal) hat die Fritzlarer Abwehrspielerinnen hinter sich gelassen und nur noch die Torfrau Lisa Clobes vor sich.

Die Handballerinnen der A-Jugend der HSG Twistetal haben die Qualifikationsgruppe für die Oberliga durch das 26:25 beim SV Fritzlar ohne Punktverlust abschlossen.

Für die weibliche B-Jugend aus Twistetal und Korbach hat es hingegen in der Hessen-Quali im vorletzten Spiel die erste Niederlage gegeben. Sie unterlag der HSG Baunatal mit 20:25.

Schon bald hat die Mannschaft aber die Chance zur Revanche: Durch die Verlegung des Hinspiels findet am kommenden Sonntag bereits das Rückspiel in Baunatal statt.

Weibliche Jugend A

Fritzlar - Twistetal 25:26 (13:18). Obwohl Twistetal auf Beke Mehring, Samira Berger, Carolin und Katharina Brida verzichten musste, hat die Mannschaft mittlerweile so viel Selbstvertrauen getankt, dass sie auch die hohe Hürde in Fritzlar nehmen kann. Da sie den Oberliga-Einzug bereits geschafft hatte, konnte sie ohne Druck in diese Partie gehen.

Hier trafen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die Führung wechselte zu Beginn immer wieder. Angetrieben von Hanna Happe, Kim Hering und Emilie Pok gewannen die Gäste Mitte der ersten Halbzeit mehr Kontrolle. Zudem kämpften sie in der Abwehr, um jeden Ball und dahinter stand die gute Torfrau Fritzi Göbel. Dadurch ergaben sich auch immer wieder leichte Tore über die erste und zweite Welle. Diese Dominanz blinkte bis zur Halbzeit auch auf der Anzeigentafel auf: 13:18.

Doch Trainer Jochen Isenberg wusste, dass seine Spielerinnen aufgrund fehlender Wechselmöglichkeiten dieses Tempo nicht über die volle Distanz durchhalten können. Daher gab er die Devise Kraftsparen aus. Die Mannschaft hielt bis zur 41. Minute den Fünf-Tore-Vorsprung (23:18), doch dann verlor der Angriff mehr und mehr seine Durchschlagskraft und in der Abwehr waren die Spielerinnen nun oft diesen einen Schritt zu spät. Fritzlar holte Tor um Tor auf, weil dem Gegner die Körner ausgingen.

Dadurch leistete sich die HSG viele technische Fehler. Beim Stand von 25:26 war noch eine Minute zu spielen, die HSG verlor den Ball und Kim Hering verhinderte das Gegentor nur mit einem Foul. Siebenmeter. Aber Torfrau Fritzi Göbel parierte denWurf von Julia Fischer und rettete den Sieg.

Weibliche Jugend B

Twistetal/Korbach - Baunatal 20:25 (8:10). HSG-Trainer Thomas Tönepöhl hat nach der ersten Saisonniederlage für sein Team diese Erklärung parat: „Vielleicht hat meinen Spielerinnen am Ende einfach ein bisschen der Mut und der Glaube in die eigenen Stärken gefehlt.“

Das Spitzenspiel gestaltete sich in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Niemand schaffte es, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Vor allem die aggressive 5:1-Abwehr bereitete den Gastgeberinnen Probleme, ihr Positionsspiel aufzuziehen. Allein Jule Gleumes strahlte mit drei Treffern Torgefahr aus.

Die Abwehr mit der starken Torhüterin Fritzi Göbel stand gut, dennoch gingen die Twistetalerinnen mit einem 8:10-Rückstand in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte spielten die Gäste immer mehr ihr individuellen Qualitäten aus. Nach einem schnellen 9:14-Rückstand durch Paulina Kauffeld zeichnete sich schon früh eine Vorentscheidung ab. Auch wenn sich das Twistetaler Team um Caro Brida tapfer mühte, im Zweifelsfall gewann Baunatal eine Eins-gegen-Eins-Situation, um den Fünf-Tore-Vorsprung zu halten.

Dennoch machte Tönepöhl seiner Mannschaft ein Kompliment: „Während Baunatal immer wieder einfache Tore erzielte, mussten wir uns jeden Treffer hart erarbeiten.“ Dennoch habe es nicht ganz geklappt, die individuelle Qualität der Baunatalerinnen durch eine mannschaftliche Geschlossenheit zu kompensieren. (red)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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