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TSV Korbach sinnt im Derby gegen Bad Wildungen auf Revanche

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Handballer
Hände hoch und ich schieße: Dave Alscher (Korbach) hofft das sein Ball die Wildunger Abwehr passieren wird. Korbach verlor das Hinspiel gegen die Badestädter 24:29. © bb

Ein weiteres Handball-Derby steht am Samstag (18 Uhr) auf dem Plan der Bezirksoberliga der Männer. Die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein empfängt den TSV Korbach. Und man darf gespannt sein, ob und wie die Kreisstädter die Niederlage gegen den TV Külte verkraftet haben.

Korbach – Jetzt nachlegen. Die Külter Handballer hätten diese Worte nur zu gern befolgt, denn sie hätten einiges von der Euphorie aus dem Derbysieg gegen Korbach mit in die Partie gegen Schlusslicht HSG Ahnatal/Calden nehmen können, aber dieses Spiel fällt Corona zum Opfer. Einige Külter Spieler wurden positiv getestet.

Bad Wildungen - Korbach (Hinspiel 29:24)

Beim TSV Korbach stand in dieser Woche die Aufarbeitung der Derbyniederlage gegen Külte ganz oben auf dem Trainingsplan. „Wir haben ausführlich über die Situation gesprochen“, sagt Trainer Robert Müller. Er habe von der Mannschaft auch positive Signale wahrgenommen. „Wir wissen, warum wir dieses Spiel verloren haben“, erklärt der Coach. Einige Spieler hätten den Gegner unterschätzt und seien daher nicht bereit gewesen, den einen Schritt mehr zu gehen, der für einen Erfolg nötig gewesen wäre.

Vor dem diesem Duell versucht Müller, seinen Spielern den Druck zu nehmen. „Sicher wollen wir gewinnen. Aber es geht mehr darum, dass sich die Mannschaft wieder vernünftig präsentiert, erklärt der Coach. Im Hinspiel zeigte sein Team 25 Minuten lang eine starke Leistung, ehe ein Einbruch folgte.

TSV Trainer: „Besser auf Jan Appel und Florian Heß achten“

Dass die Dominanz nachließ, habe auch daran gelegen, dass die Wildunger ihre individuelle Klasse über die linke Seite mit Jan Appel und Florian Heß mehr ausspielten. „Auf dieses Duo müssen wir diesmal besser achten“, fordert Müller, der herausstellt: „Wir haben viele Varianten, mit denen wir den Gegner stören können.“

Wichtig sei aber vorrangig eins: „Wir müssen uns im Abwehrverbund wieder auf uns selbst konzentrieren.“ Hoffnung gibt Müller auch, dass sein Team auswärts bislang viel besser auftritt als zu Hause. „Wir sind auswärts noch ungeschlagen“, sagt der Trainer. „Vor allem für unsere jungen Spieler scheint es auswärts einfacher zu sein, der Druck ist nicht zu hoch, wie bei einem Heimspiel.“

Personell kann Müller auf den gleichen Kader wie in der Vorwoche zurückgreifen. Wie lange Torhüter Ivan Blagus noch ausfällt, ist laut Müller noch nicht abzusehen.

Beide Teams mussten Niederlage verdauen

In diesem Derby geht es um viel, denn gewinnen die Kreisstädter könnten sie mit Wildungen nach Punkten gleichziehen. Trainer Harald Meißner lobt seine ehemaliges Team: „Korbach hat einen fantastischen Kader, der für mich eigentlich weiter oben in der Tabelle stehen müsste.“ Beide Mannschaften müssen bei diesem Derby beweisen, dass sie eine Niederlage gut verdauen und abhaken können. Wildungen verlor vergangene Woche in Lohfelden. Beim Spitzenreiter kann man verlieren. Die Korbacher ließen überraschend eine Heimniederlage gegen den TV Külte zu.

Deshalb müssen Meißners Männer die Favoritenrolle annehmen, zumal sie auch schon das Hinspiel gewonnen haben. „Das ist ein Heimspiel und die wollen wir gewinnen“, betont der Wildunger Coach.

Er weist aber auch auf die Ausgeglichenheit der Teams in dieser Liga hin, in der jeder jeden schlagen könne. Jedes Spiel sei immer wieder eine Herausforderung. nicht nur sportlich, sagt Meißner. „Von 22 Spieler waren neun im Training, von einer Vorbereitung auf ein Derby kann kaum die Rede sein.“

Im Abschlusstraining solle vor allem die Ruhe vor dem Tor im Vordergrund stehen, außerdem wolle Meißner das Tempo im Spiel hochhalten, damit habe Korbach Probleme.

Meißner kann den Konkurrenzkampf in Corona-Zeiten durchaus auch ausblenden: „Wir sind glücklich, dass wir überhaupt spielen dürfen, das ist in der aktuellen Situation ein echtes Privileg.“ (tsp/gos)

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