Handball-Bezirksoberliga Männer

TV Külte empfängt TSV Korbach: Derby soll beiden Teams Aufwind verleihen

Drei Handballer
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Damals gewann Korbach 38:32: Im letzten Derby im Februar 2020 war bei Külte auch Bernhard Schwiddessen (Mitte, gegen die TSVler Till Westmeier und Kevin Scholz/rechts) dabei, der morgen dem TVK fehlen wird.

Es kann nur bergauf gehen: Unter diesem Motto startet das heimische Trio der Bezirksoberliga Männer in das Handball-Wochenende, an dem die Waldecker Landesligisten nicht im Einsatz sind.

Korbach – Im Blickpunkt steht am Samstagabend das Derby zwischen dem TV Külte und dem TSV Korbach. Aber auch die HSG Bad Wildungen hat zu Hause gegen die HSG Baunatal II etwas gutzumachen.

Külte – Korbach (Sa., 19.15 Uhr). Start mit 0:4 Punkten, und jetzt kommt auch noch Korbach: Beim TV Külte geht man dennoch mit einer gewissen Vorfreude in das Kreisduell, das für Sigurd Wachenfeld noch ein wenig mehr ein besonderes Spiel ist als das Derby gegen Bad Wildungen. „Nicht nur viele Spieler kennen sich, auch die Trainer und Betreuer“, sagt Kültes Coach, der nach dem jüngsten 35:42 (Führung zur Halbzeit) gegen Baunatal von einem Schritt nach vorn sprach.

Ein weiterer könnte das Derby werden, in dem auch die gute Stimmung in heimischer Halle helfen soll. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass sie auch gut bleibt. Korbach wird aber etwas dagegen haben, uns die ersten Punkte zu ermöglichen“, weiß Wachenfeld. Er hoffe, seine Mannschaft spiele besser als beim letzten Vergleich in der vorletzten Saison. „Da haben wir wie das Kaninchen vor der Schlange gestanden.“

Külte legt Fokus auf Defensivarbeit

Den Ansatz zu ersten Erfolgserlebnissen hat der Trainer freilich längst gefunden. Angesichts von im Schnitt 40 Gegentoren in zwei Spielen müsse man den Fokus auf die Defensivarbeit legen. „Wir dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren, sondern müssen mutig und konsequent spielen. Jeder muss seine Aufgabe erledigen, die Jungs müssen sich gut absprechen“, so Wachenfeld, der personell noch ein Problem lösen muss: Mit Bernhard Schwidessen fehlt zum einen der Regisseur der TV-Abwehr und gleichzeitig ein Kreisläufer. Youngster Sven Häring war unter der Woche noch krank, Co-Trainer Christian Wagener müsste notfalls ran.

Der TSV Korbach kann nach der ernüchternden Vorstellung gegen die TG Wehlheiden im Derby Wiedergutmachung betreiben. Zunächst aber stand diese Woche die Aufarbeitung der 23:32-Niederlage von letzter Woche an. Klar ist: Die schwache Chancenverwertung hat ein besseres Ergebnis gegen Wehlheiden zu nichte gemacht.

Korbacher Trainer Müller: „Gegen Wehlheiden war nicht alles schlecht“

Daran arbeitet der TSV weiter, auch wenn Trainer Robert Müller weiß, dass die Umsetzung im Spiel nicht zu den einfachsten Aufgaben gehört. „Wir haben aber auch gesagt, dass nicht alles gegen Wehlheiden schlecht war“, betont der TSV Coach und spricht vor allem die Einstellung und Moral an. Vor dem Külte-Spiel weiß er aber auch, dass der Druck steigt, will man im Kampf um die ersten vier Plätze nicht frühzeitig den Anschluss verlieren.

Beim Derby im Külte will er sich vor allem auf die eigenen Stärken konzentrieren und nicht auf den Gegner. „Wir wollen wieder eine starke Abwehr von Beginn an stellen und einfache Tore erzielen“, so Müller. Seine Abwehr mahnt er dabei, den Gegner ernst zu nehmen. „Die haben 35 Treffer zuletzt gegen Baunatal erzielt, das muss man erstmal schaffen.“ Den Korbachern fehlen morgen Luk Schäfer und Michel Pawelczyk (beide berufliche Gründe), dafür rücken Malte Urban und Abdu Altaweel wieder in den Kader.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Baunatal II (Sa., 18 Uhr). Wunden lecken auch in der Kurstadt. 22:31 gegen die HSG Lohfelden, da war am Mittwoch im Training Köpfe frei kriegen angesagt, wie Harald Meißner erklärt. Der HSG-Coach spricht davon, dass seine Spieler selbstkritisch seien und seine Meinung teilen: Im letzten Spiel war es einfach zu wenig. „Wir haben nicht genug Körperlichkeit an den Tag gelegt. So kriegt man dann nichts auf die Platte.“

Meißner glaubt fest daran, dass seine Truppe die Lage ernst nimmt und morgen gegen die Baunataler eine Reaktion zeigt. Damit die auch zu Punkten führt, müsse sich sein Team vor allem in der Abwehr deutlich steigern, so der Trainer der Wildunger, die auf eine Gästemannschaft treffen, die mit 3:1 Punkten ziemlich optimal gestartet ist. „Baunatals junge Mannschaft ist sehr angriffsstark und wurfgewaltig und verfügt über Spieler, die auch in der Oberliga mithalten könnten“, sagt Meißner über die Zweite des Landesligisten. Sein Team müsse kompakt stehen und „die Bereitschaft haben, Abwehr spielen zu wollen.“

Pech für die HSG, dass Tobias Böttner (Hand) und Daniel Mentel (Fuß) aufgrund ihrer Verletzungen länger ausfallen: sie sind gerade in der Abwehr stark.  schä/tsp

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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