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Twistetal II unterliegt Spitzenreiter – Zweiter Sieg für Wildungen

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Einfach nicht aufzuhalten ist Twistetals Sarah-Luisa Röhle. Auch wenn es gleich vier Baunatalerinnen (Lea Günther, Leonie Krebs, Johanna Krebs und Jessica Klinke) versuchen.
Einfach nicht aufzuhalten ist Twistetals Sarah-Luisa Röhle. Auch wenn es gleich vier Baunatalerinnen (Lea Günther, Leonie Krebs, Johanna Krebs und Jessica Klinke) versuchen. © bb

Drei Auswärtssiege in Folge – doch jetzt lernte die HSG Twistetal II wieder die andere Seite der Medaille kennen. Freude hingegen bei den Wildunger Bezirksoberliga-Frauen.

Im Topspiel der Bezirksoberliga gegen die HSG Baunatal erreichte Aufsteiger Twistetal II nur eine Halbzeit sein Leistungsvermögen und kassierte die zweite Saisonniederlage. Die Frauen der HSG Bad Wildungen II feierten einen wichtigen Heimsieg gegen die HSG Hofgeismar.

Twistetal II – Baunatal 14:26 (9:11). Vor einem Jahr trennten beide Teams noch zwei Klassen, am Samstag lagen Neuling und Landesliga-Absteiger deutlich dichter zusammen. Doch man braucht nur auf die nackten Zahlen schauen, um zu erkennen, was einen Achtungserfolg gegen den Spitzenreiter verhinderte: Nur fünf Tore gelangen den Twistetalerinnen nach der Pause, drei davon auch erst in den letzten sechs Minuten. Zu wenig, auch wenn die Abwehr bis zum Ende eine starke Leistung brachte.

Dennis Winkler fand keine Erklärung für die zwei unterschiedlichen Spielhälften, zumal sich taktisch nichts geändert hatte. „Nach guter erster Halbzeit gab es plötzlich viele verlorene Bälle und leichte Tore für den Gegner durch Gegenstöße“, berichtete der HSG-Coach, dessen Team nicht mehr genug Druck und Bewegung aufs Feld brachte.

So war, nachdem Twistetal in Durchgang eins noch einen Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt hatte, nach dem 10:11 zu Beginn der zweiten Halbzeit die Messe schnell gelesen, als Baunatal zwischen der 32. und 45. Minute auf 21:11 davon zog. „Man muss allerdings auch sagen, dass die Baunatalerinnen sehr gut gekämpft haben. Ihnen war anzumerken, dass sie den Sieg unbedingt wollten, um auf Aufstiegskurs zu bleiben“, so Dennis Winkler, dessen Team die positiven ersten 30 Minuten mitnehmen soll: „Da haben wir gezeigt, dass wir Topteams Paroli bieten können.“

HSG Bad Wildungen: Sattar trifft 16 Mal

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II – Hofgeismar/Grebenstein 30:21 (14:9). Motivation, Konzentration, eine stabile Abwehr. Diese Zutaten brauchte es für Wildungen II, um zu punkten. Der zweite Saisonsieg war „ein auch in der Höhe verdienter“, wie Trainerin Dörte Sattar bilanzierte. Das lag unter anderem daran, dass die HSG-Frauen diesmal ihr Potenzial nicht nur ab und zu durchschimmern ließen, sondern dank Konzentration über 60 Minuten auch etwas draus machte.

Die Wildungerinnen fanden gut ins Spiel, setzten sich früh ab (14./7:2) und kontrollierten das Geschehen. Nur neun Gegentore ließen sie bis zur Pause zu, haben gleichzeitig offensiv brilliert: „Das Positionsspiel war sehr gut, wir haben es oft geschafft, die Kreisläuferin in Szene zu setzen“, lobte Sattar. „Das war wirklich ein Spiel, auf dem wir aufbauen können.“

Nach dem Wechsel knüpfte Wildungen II nahtlos an die Leistung aus den ersten 30 Minuten an. Insbesondere „Toni“ Sattar stach mit satten 16 Toren heraus. Durchwechseln beim Gastgeber führte dazu, dass Hofgeismar/Grebenstein drei Mal auf fünf Tore herankam, gefährlicher wurde es aber nicht. Besonders in den letzten fünf Minuten unterstrich Wildungen II seine Qualtität und ließ kein Gegentor mehr zu Das Resümee der Trainerin: „Eine tolle, kämpferische Mannschaftsleistung.“ (schä/gos)

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