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Twistetal verliert Finale um Hessentitel gegen Hungen/Lich 28:33

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Twistetalerin am Boden: Lucy-Marie Lefringhausen (rechts) gegen Emma Niebergall (Hungen/Lich).
Twistetalerin am Boden: Lucy-Marie Lefringhausen (rechts) gegen Emma Niebergall (Hungen/Lich). © Werner Spitzkopf

Groß war die Enttäuschung bei den A-Jugendhandballerinnen der HSG Twistetal über die verpasste Hessenmeisterschaft durch die 28:33 (9:11)-Finalniederlage gegen die HSG Hungen/ Lich.

Kostheim – Als bei den Waldeckerinnen die Tränen in der Sporthalle der Wilhelm-Leuschner-Schule in Kostheim getrocknet waren, kehrte beim Vizemeister aber der Stolz über eine sehr erfolgreiche Saison zurück. „Die Mannschaft hat bis zum Schlusspfiff alles gegeben. Wir haben gegen einen extrem spielstarken Gegner verdient verloren“, bilanzierte Trainer Jochen Isenberg, um dann anzufügen: „Der Mannschaft gelang es  nicht, ihr volles Leistungspotential abzurufen, aber dies wäre für einen Sieg nötig gewesen.“

Beim 9:8 (22.) führte Twistetal in der ausgeglichenen ersten Hälfte letztmals, bevor eine schwache Chancenauswertung Hungen/Lich mit einer 11:9-Führung in die Pause gehen ließ. Nach dem 12:10 (33.) zog der Gegner auf 16:11 (36.) davon und nutzte dabei die technischen Fehler der Twistetalerinnen aus.

Vor der stimmungsvollen und auch durch elf Pauken lautstarken Kulisse von 200 Zuschauern, davon je 50 Fans beider Mannschaften, steckten die Waldeckerinnen aber nicht auf. Sie verkürzten in der 42. Minute durch den neunten Treffer ihrer überragenden Halblinken Kim Hering und auch angeführt von Rückraumspielerin Anna-Lena Reese und Torfrau Johanna Gleumes auf 19:20. Doch am Ende sollten selbst insgesamt 13 Treffer von Hering, die über die gesamte Spielzeit kurz gedeckt worden war, nicht reichen, um das Endspiel zu gewinnen.

Vielmehr bauten die Twistetalerinnen, „Hungen/Lich war in der Breite besser besetzt“, so Isenberg, ab, wobei das 25:20 nach 50 Minuten die Vorentscheidung zugunsten der Mittelhessinnen war. Bei denen waren Rechtsaußen Meileen Schäfer (sieben Tore), die auch im eins-gegen-eins kaum zu stoppen war und die, so Isenberg „starke Torfrau Nele Liebich“ die Leistungsträgerinnen.

22:25 nach 51 Minuten

Souverän brachte die Mannschaft von Trainer Tim Straßheim dann auch nach dem 25:22 (51.) ihre Führung über die Zeit. „Wir haben 15 beste Möglichkeiten nicht genutzt und uns haben die einfachen Tore gefehlt“, sagte Isenberg, dessen Team nach dem Abpfiff von den Fans trotz der Niederlage gefeiert wurde.

Während Isenberg und sein Co-Trainer Manfred Schmidt ab Juni die Bezirksauswahl des männlichen Jahrgangs 2010 übernehmen und somit in der nächsten Saison keine Mannschaft der HSG oder des TSV Korbach trainieren, verbleiben in Greta Knebel, Lucy-Marie Lefringhausen, Emilie Pok, Beke Mehring, Friederike Göbel und Carolin Brida sechs Spielerinnen in der A-Jugend. Diese wird dann vom jetzigen B-Jugendcoach Thomas Tönepöhl trainiert werden.

Während Hering, Hanna Happe, Katharina Brida und Anna-Lena Reese für das Landesligateam spielen werden und Johanna Gleumes einen Mexikoaufenthalt macht, werden die Korbacherinnen Samira Berger, Anna Elkmann und Mia Peschel für den TSV in der Bezirksliga A auflaufen. (jh)

Das Tor im Blick: Die mit 13 Treffern überragende Twistetalerin Kim Hering.
Das Tor im Blick: Die mit 13 Treffern überragende Twistetalerin Kim Hering. © Spitzkopf
Konnten Hessenmeister HSG Hungen/Lich bei der Siegerehrung nur Beifall klatschen: Die enttäuschten Spielerinnen der HSG Twistetal.
Konnten Hessenmeister HSG Hungen/Lich bei der Siegerehrung nur Beifall klatschen: Die enttäuschten Spielerinnen der HSG Twistetal. © Spitzkopf

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