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Twistetaler Frauen oben angekommen: HSG-Team besiegt Reichensachsen 23:19

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Und rein damit: Die Twistetalerin Meike Voß steht kurz vor dem Torerfolg, und Carolin Heckmann (Reichensachsen) scheint ihr dabei Spalier zu stehen.
Und rein damit: Die Twistetalerin Meike Voß steht kurz vor dem Torerfolg, und Carolin Heckmann (Reichensachsen) scheint ihr dabei Spalier zu stehen. © Werner Spitzkopf

Die Handballerinnen der HSG Twistetal erklimmen nach dem 23:19 (14:8) gegen den SV Reichensachsen die Tabellenspitze der Landesliga.

Twistetal – Jetzt den Ball flach halten, denkt sich wohl ihr Trainer Ufuk Kahyar und sagt dazu: „Das bedeutet aber noch nicht viel.“ Doch so unterkühlt möchte der Coach diesen Erfolg seiner Mannschaft auch nicht kommentieren: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Danach schiebt er sofort wieder dieses „aber“ mit ein, weil er die Welle der Euphorie nicht zu groß werden lassen möchte. „Wir haben heute vieles richtig gemacht, aber nach vier Spielen ist die Tabelle noch nicht wirklich aussagekräftig.“ Der Coach meint, dass seine Mannschaft vor allem eine taktisch gute Leistung gezeigt habe.

Twistetaler Start nicht optimal

Dabei erwischten die Twistetalerinnen einen sehr trägen Start in dieses Verfolgerduell, indem sich zunächst keine der beiden Mannschaften einen beruhigenden Vorsprung herausarbeiten konnte. „Wir mussten uns erst finden“, lautet die Erklärung des Trainers, warum sein Team so schwer ins Spiel gefunden habe. Damit meint er vor allem, dass seine Spielerinnen lange nach dem Weg zum Torerfolg gesucht hätten.

„Wir haben anfangs so viele Chancen liegen lassen. Elf Mal waren wir frei durch, vier Siebenmeter haben wir verworfen.“ Die Abschlussschwäche sei aber auch das einzige Manko des Spiels gewesen. Und auch diese Schwäche wurde im Laufe des Spiels mehr und mehr abgestellt.

Angetrieben von einer herausragenden Judith Happe habe seine Mannschaft vor allem die taktischen Anweisungen konzentriert und geschlossen umgesetzt, lobt Kahyar. „Wir haben die schnellen Bälle von Reichensachsen unterbunden und hatten eine gute Rückzugsphase“, bilanziert der Trainer, und er freut sich darüber, dass er allen Spielerinnen Einsatzzeit gegeben habe und sich alle nahtlos ins Teamgebilde einfügten.

Die gute Arbeit wurde belohnt, denn die Gastgeberinnen setzten sich gegen Ende der ersten Halbzeit mit vier Toren ab und hielten Reichensachsen bis zum Schlusspfiff auf Abstand. Und Kayhar sagt nach Spielende diesen Satz, den jeder Trainer nach Spielende gerne sagen möchte. „Wir hatten zu keinem Zeitpunkt der zweiten Hälfte das Gefühl, dass wir das Spiel noch aus der Hand geben.“

Tore für Twistetal: Scheele 1, Isenberg 3, J. Happe 2, Mehring 2, Voß 2, Hering 9, Brida 3, H. Happe (gos)

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