Negativer PCR-Test erforderlich

Corona-Testpflicht in Hessen: Das erwartet Ungeimpfte im Sport

Nur mit Corona-Impfnachweis in Hessen aufs Handball-Parkett: Das Handy zeigt per App den Impfstatus des Spielers.
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Nur mit Corona-Impfnachweis in Hessen aufs Handball-Parkett: Das Handy zeigt per App den Impfstatus des Spielers.

In Hessen werden die Corona-Regeln und Testvorschriften aufgrund steigender Fallzahlen verschärft. Auch der Sport in Hallen, wie Handball, ist davon betroffen.

Korbach/Kassel – Für hessische Amateursportler, die nicht geimpft oder genesen sind, wird es ab sofort schwieriger, am Spielbetrieb teilzunehmen. Das Land Hessen hat im Kampf gegen das Corona-Virus besonders die Testvorschriften verschärft.

Danach reicht für die Teilnahme am Sport in Innenräumen oder Veranstaltungen nach 3G-Regeln nicht länger ein Antigen-Schnelltest. Stattdessen schreibt die Landesregierung ab diesen Donnerstag einen negativen PCR-Test vor, der nicht älter als 48 Stunden sein darf („3G plus“).

Verschärfte Corona-Regeln in Hessen: Negativer Test für Sport in Hallen erforderlich

Die verschärfte Schutzverordnung betrifft nicht nur, aber vor allem Hallensportler im Tischtennis, Hand-, Basket- oder Volleyball, die sich bisher nicht haben impfen lassen oder Covid-19 durchgemacht haben. Wie viele das sind, lässt sich schwer schätzen. Es dürfte sich jedoch um eine Minderheit handeln.

Robert Müller, stellvertretender Abteilungsleiter Handball des TSV Korbach, sieht die veränderten Regelungen gelassen. Für die Männer in der Bezirksoberliga, die er trainiert, sei das grundsätzlich kein Problem, sagte er. Überhaupt sei die übergroße Mehrheit der Aktiven der Sparte entweder geimpft oder genesen. Das gelte auch für Trainer und Betreuer.

Corona-Tests im Sport: „Für Einzelfälle müssen wir uns Lösungen überlegen“

Ähnlich äußerte sich Thomas Tönepöhl, der Vorsitzende der HSG Twistetal. „Die allermeisten Spieler und Spielerinnen in unserem Seniorenbereich sind geimpft“, sagte er, ergänzte aber: „Für die Einzelfälle müssen wir uns Lösungen überlegen.“ Vom Hessischen Handball-Verband gab es gestern noch keine Handreichung.

Vereine könnten vor dem Dilemma stehen, auf einzelne Leistungsträger verzichten zu müssen oder ihnen PCR-Tests zu bezahlen, wenn diese nicht selbst die Kosten von mindestens 60 Euro aufbringen möchten. Die gleichen Fragen stellen sich für den Einsatz nicht geimpfter oder genesener Schiedsrichter, Trainer und Betreuer.

Für Zuschauer haben die heimischen Handball-Vereine ohnehin die 2G-Regel erlassen. Sie lassen nur Fans in die Halle, die eine vollständige Impfung oder die Genesung nachweisen können. Das habe sehr gut geklappt, sagte Twistetals Thomas Tönepöhl im Rückblick auf zwei Wochenenden mit Heimspielen. Vom Hessischen Tischtennis-Verband gab es bisher noch keine Reaktion. Ihm sei nichts bekannt, erklärte der Sportwart des TT-Kreises Waldeck-Frankenberg, Harald Ludwig. Auch an den Tischen dürften vor allem Geimpfte oder Genesene stehen, es gebe aber Teams, für die das nicht zutreffe.

Hessen: Fußballer weniger von neuen Corona-Regeln betroffen

Freiluftsportler wie Fußballer betrifft die neue Vorgabe vor und nach den Spielen sowie beim Training. Denn wer nicht geimpft oder genesen ist, darf beispielsweise das Vereinsheim oder die Umkleidekabine nicht mehr ohne negativen PCR-Test betreten. „Einige Vereine wird das vor Probleme stellen“, sagt der Regionalbeauftragte Matthias Schmelz.

Laut Waldecks Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann bereitet der Hessische Fußball-Verband eine Information für die Vereine und die Kreise über die neue Situation vor. Gelassen bleiben können Waldecks Kreisligisten, sie sind bereits in der Winterpause. Ein hessischer Sportverband hat sich dazu entschieden, die Saison aufgrund der verschärften Corona-Situation in allen Ligen zu unterbrechen. Die Ringer legen bis zum 18. Dezember eine Wettkampfpause ein. (mn/mko)

Im Kreis Waldeck-Frankenberg entfällt aktuell die Corona-Testpflicht in Kitas. Behörden erklären den Grund.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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