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Handball: Nach Fehlstart stürzt HSG Wildungen Spitzenreiter SVH Kassel

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Den Gegner auseinandernehmen, heißt es immer, der Wildunger Deniz Buchholz zeigt gegen die Kasseler Tobias Köhler (li.) und Jan Habenicht wie das geht.
Den Gegner auseinandernehmen, heißt es immer, der Wildunger Deniz Buchholz zeigt gegen die Kasseler Tobias Köhler (li.) und Jan Habenicht wie das geht. © malafo

Als das Spiel rund 18 Minuten lief, wäre Trainer Sebastian Wrzosek am liebsten wieder heimgefahren. 4:10 lagen den die Handballer der HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim gegen Bezirksoberliga-Spitzenreiter SVH Kassel da bereits hinten.

Bad Wildungen – Am Ende war der Interimscoach froh, dass er doch geblieben ist. Er war stolz auf seine Mannschaft und überglücklich, denn sie hat dieses Spiel noch gedreht und 30:26 (11:14) gewonnen.

„Wir haben heute gegen einen absoluten Aufstiegskandidaten gewonnen. Zwar hat es etwas gedauert, bis die Mannschaft ihr Spiel gefundne hatte, aber am Ende haben wir verdient gewonnen.“

Es wäre sogar untertrieben, wenn man sagt, dass die Wildunger die Anfangsphase nur verschlafen hätten. „In dieser Phase haben wir gar nichts auf die Kette bekommen“, kritisiert Wrzosek seine Mannschaft einmal mehr schonungslos. Sie bekam den starken Rückraum der Kasseler nicht unter Kontrolle und suchte selbst vergeblich nach ihrem Spiel.

Wrzosek: „Defensiv eine Bombenleistung von uns“

„Wir haben viel gewechselt und auch früh eine Auszeit genommen“, erklärt Wrzosek. Hier sieht der Coach einen Schlüsselmoment, für diese Wende: „Wir haben danach die Rückraumspieler aggressiver bedrängt und deren Abschlüsse immer besser verhindert, dadurch haben wir allmählich Übergewicht bekommen. Es war dann defensiv eine Bombenleistung von uns.“

Ein weiterer Grund für diesen Erfolg waren in seinem Team die kleineren Spieler. Das seien die Unruheherde für die Kasseler gewesen „die wuseligen, die in die Tiefe gehen. Sie haben uns enorm gut getan“.

Ebenso haben seine Rückraumspieler Martin Lambrecht und Simon Riedesel einen Sahnetag erwischt und jeweils neunmal getroffen. Doch der Coach betont: „Gewonnen haben wir aufgrund der geschlossenen Mannschaftsleistung und der guten kämpferischen Leistung.“

Tore für Bad Wildungen: Jungermann 2, Lambrecht 9, Krathge 1, Riedesel 9, Buchholz 5, P. Hartung 1, C. Hartung 2 (gos)

30:25-Sieg sorgt für Aufatmen beim TSV Korbach


Fuldatal/Wolfsanger II - Korbach 25:30 (14:13). Nach zwei Niederlagen hat die Mannschaft von Trainer Robert Müller die Kehrtwende geschafft. Danach sah es anfangs gar nicht aus, denn Müller musste noch Absagen hinnehmen, unter anderem auch von Lukas Westmeier.

Es habe schon Druck auf der Mannschaft gelastet, sagt Müller, aber das Trainerteam habe versucht, den Spielern diese Anspannung zu nehmen. Mit Erfolg und der Coach fasst die Partie so zusammen: „Wir haben mit einem kleinen Kader und einer starken Teamleistung dem Gegner in der entscheidenden Phase den Zahl gezogen.“

Die Partie war 50 Minuten lang ausgeglichen, aber dann wollten die Korbacher den Sieg etwas mehr. „Wir sind diesmal die Meter gelaufen, die wir in den vergangenem Spielen nicht gelaufen sind.“ Der Erfolg war vor allem der Verdienst einer stabilen Defensivleistung mit den zwei guten Torleuten Robin Richter-Schluckebier in Halbzeit eins und dann Ivan Blagus.

Sie beiden waren es auch, die mit zwei gehaltenen Siebenmetern (48./50.) ihrer Mannschaft das Signal zum Siegen gaben.

„Wir haben in der Abwehr gearbeitet wie die Verrückten und uns auch nicht von Zeitstrafen beirren lassen“, sagte Müller. Und im Angriff habe Raphael Harbecke auf der Mitte die Mannschaft gut geführt, die Struktur gehalten und immer wieder Ron Alscher und Kevin Scholz in Szene gesetzt, die mit vielen Toren geglänzt haben. Scholz traf neunmal, Alscher kam auf zehn Tore. Doch Müller betont: „Alle Spieler, die heute auf der Platte waren, haben super abgeliefert und alles für den Sieg getan.“

Tore für Korbach: Altaweel 3, Harbecke 1, Pawelczyk 5, Ron Alscher 10, Pok 2, Scholz 9/4

Külter geben zu viel Bälle leichtfertig ab

Dittershausen II - Külte 37:35 (20:15). Bei der ersten Külter Saisonniederlage fehlte es den Spielern auch an der Einstellung. Trainer Carsten Neumann sucht da keine Entschuldigungen und fasst sich an die eigene Nase.

Neben der schwachen Defensive sei auch die Chancenverwertung schlecht gewesen. „Vorne waren wir zu leichtfertig, haben viele Bälle unnötig verloren.“

Dabei liefen die ersten zehn Minuten noch recht gut. Doch nach 20 Minuten entglitt dem TVK-Team die Partie, Neumann nahm eine Auszeit, wollte das Team, neu einstellen – vergebens.

Neumann-Team fehlt die Durchschlagskraft

Nach dem Wechsel wurden die Külter besser, kamen auch näher ran, gingen dann sogar in Führung (53./30:31). Sei vertändelten aber immer wieder die Bälle und schafften es nicht, ausreichend Durchschlagskraft aufzubringen. „Genau in der Phase haben wir zwei oder drei Bälle zu leicht hergegeben“, bilanziert Neumann. „Wären wir hier konsequenter gewesen, hätten wir das Spiel sogar noch gewinnen können“.

Der Coach redet auch nicht groß darüber, dass ihm kurzfristig vier Spieler verletzungs- und krankheitsbedingt abgesagt haben. Er sieht die Gründe für die Niederlage bei dem Team, das gespielt hat.

Tore für Külte: F. Stein 4, Kann 9, Schwiddessen 2, Fritsch 3, Wachs 7, Gohl 2, Häring 2, S. Stein 2, Wachenfeld 4 rsm/gos

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