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Heute ab 13.30 Uhr drittes Springen: Geht Leyhes Tournee-Kurve weiter leicht bergauf?

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Gerüstet für den Berg Isel: Stephan Leyhe gestern bei der Vorbereitung fürs Training.
Gerüstet für den Berg Isel: Stephan Leyhe gestern bei der Vorbereitung fürs Training. © dpa

Vier Plätze hinter Halvor Egner Granerud – das würde Stephan Leyhe sicher unterschreiben, wenn man ihm das als Resultat für das heutige dritte Springen der Vierschanzentournee anböte.

Der Upland-Adler gehörte bei der gestrigen Qualifikation in Innsbruck zu der Hälfte des deutschen Teams, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten sprang. Der Norweger begnügte sich diesmal mit Rang 13. Leyhe verbuchte Platz 17, Fahrkarte gelöst für den Wettkampf heute ab 13.30 Uhr am Berg Isel.

Dann ist für Karl Geiger ein Ruhetag der ungewollten Art. Der Absturz auf 108 Meter und die mit Platz 51 verpasste Quali schockte das deutsche Team gewaltig. Der Oberstdorfer wollte nach dem früh geplatzten Traum vom Gesamtsieg bei der Tournee am Bergisel noch einmal mal angreifen – doch er kann gar nicht eingreifen. „Das war Murks“, zeigte sich der Allgäuer geschockt. „Der Bergisel verzeiht keine Fehler“ war auch Bundestrainer Stefan Horngacher zunächst fast sprachlos.

Kein Deutscher in den Top zehn

Sein deutsches Team ist weiter auf Formsuche. Keiner der DSV-Adler schaffte es in der Vorausscheidung, bei der schwierige Verhältnisse selten Weiten über 120 Meter erlaubten, unter die Top ten. Youngster Philipp Raimund war mit 121,5 Metern (107,4 Punkte) beim Quali-Sieg des Polen Dawid Kubacki (128/126,8) der beste Deutsche.

Der Gesamtführende Granerud aus Norwegen begnügte sich mit Rang 13. Dicht beieinander folgten dahinter Andreas Wellinger (15.), Markus Eisenbichler (16.) und Stephan Leyhe (17.) noch unter den Top 20. Constantin Schmid (41.) und Pius Paschke (45.) kamen auch noch ins Hauptfeld.

Leyhe trifft auf Domen Prevc

In die richtige Richtung scheint es zumindest bei Stephan Leyhe zu gehen. Nach 119 und 113,5 Metern im Training landete der Willinger in der Quali bei 118,5 Metern. „An der Kante läuft es noch nicht hundertprozentig“, analysierte der Willinger sachlich. „Ich muss weiter Vertrauen in meine Sprünge aufbauen, Mut fassen, Geschwindigkeit mitnehmen, wo ich immer noch zu passiv unterwegs bin“, sieht er dem dritten Wettbewerb, dem ersten in Österreich, gelassen entgegen.

Er gehört bei der Tourneeweiter zu den konstantesten im Team, auch wenn ein Ausreißer nach oben noch fehlt. Im K.o.-Duell trifft der bald 31-Jährige auf Domen Prevc aus Slowenien, der ein besserer Skiflieger ist und auf der kleinsten Schanze der Tournee in Innsbruck mit 115 Metern auf Platz 34 landete.  (be)

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