Generalthema Klassenerhalt

Start in die Tischtennissaison: Vöhler Frauen führen Waldecker Topteams an

„Wir wollen mit einem Sieg starten“: Christian Landau, Teamkapitän des TTV Korbach.
+
„Wir wollen mit einem Sieg starten“: Christian Landau, Teamkapitän des TTV Korbach.

Die Tischtennis-Teams als eine Art Vorreiter: Als erste Hallensportart sind sie in die Saison gestartet. Die höherklassigen Mannschaften legen am Wochenende los. Ein Quartett bildet weiterhin die Spitze.

Ein Quartett bildet weiterhin die Speerspitze des Waldecker Landes in Sachen Tischtennis. Während die Frauen des TSV Vöhl in ihre zweite Verbandsligasaison gehen, sind die des TSV Wetterburg weiter in der Bezirksoberliga am Tisch. Zu zweit sind sie in der Bezirksoberliga der Männer: Der TTV Korbach und der VfL Adorf treffen sich gleich am Sonntag zum Derby.

Wie ist die Lage bei den vier Mannschaften vor dem ersten Aufschlag der neuen Saison, in der nach coronabedingtem Verzicht im Vorjahr nun auch wieder Doppel gespielt wird.

TSV Vöhl

Locker kann das Frauen-Quartett des TSV Vöhl in die zweite Verbandsligasaison gehen: Den Klassenerhalt hat es sicher. Nachdem sich vier Teams zurückgezogen haben, zählt die Liga nur noch sieben Vereine und spielt keine Absteiger aus. „Letzter wollen wir aber trotzdem nicht werden“, sagt Vöhls Nummer eins Anne Maier, die die Stärke der Konkurrenten nach der langen Pause und so wenigen Spielen in der vorigen Saison freilich nicht einschätzen kann.

Immerhin: Ihren Auftaktgegner Niestetal kennen die TSV-Frauen, gemeinsam stieg man 2019 auf. „Wir werden Sonntag topmotiviert an der Platte stehen“, sagt Maier.

„Möglichst viele Spiele gewinnen, um am Ende auf den oberen Plätzen zu stehen“, so formuliert Teamkollegin Lara Saha-Lottenburger ihr Ziel. „Die Mannschaft ist zwar etwas dünn besetzt, aber wir werden alles geben.“ In der Tat: Neben Maier und Saha-Lottenburger gehören nur noch Teamchefin Lena Jahn und Marina Morozov zum Kader. Wenn eine der Frauen ausfällt, wird der TV zu dritt antreten müssen. Das ist in der Vergangenheit schon passiert.

TSV Wetterburg

Elton John hatte Vorrang. Wegen eines geplanten Konzertbesuchs fällt der Start der Wetterburger Frauen auf Sonntag (15 Uhr) – obwohl das Konzert abgesagt werden musste. Was die Frage aufwirft: Wie will der TSV im Konzert der Bezirksoberliga mitspielen? Nun, zumindest will er den ersten Geigen hier und da den Auftritt vermiesen, oder wie es Petra Ullrich ausdrückt: „Ich hoffe, dass wir die Großen ein bisschen ärgern können.“

Gleichwohl gehen die Blicke der Teamchefin in der Tabelle eher nach unten. „In den letzten Jahren mussten wir nie zittern. Auch diesmal wollen wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, sagt sie. Für den TSV spielen neben Ullrich erneut Saadia Kniwel, Michaela Marek-Oehl, Regina Meier, Isabell Vossler und Hannah Marek; Meier will aber kürzertreten.

Der Auftakt am Sonntag in Massenhausen gegen die TTG Morschen-Heina ist das erste von vier Heimspielen, mit denen die Nordwaldeckerinnen in die Saison starten.

TTV Korbach

Mit viel „Bock“ gehen die Hansestädter in die Saison. Sagt Christian Landau, ihr Kapitän, der sich vor allem auf die stärkeren Gegner freut. „Ich weiß, wir können mehr. Und das wollen wir auch zeigen“, so Landau, der mit dem TTV bei Abbruch der Saison 2019/20 nach 18 Spielen Tabellendritter war. Dennoch wird tief gestapelt: „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt.“

Der TTV spielt weiter mit Hendrik Osterhold, Peter Debus, Thomas Rein, Andreas Boltner und Stefan Ost sowie Landau. Am Sonntag gegen Adorf wollen alle dabei sein, sagt der Kapitän: „Eines der wichtigsten Spiele überhaupt. Wir freuen uns auf die Adorfer Jungs. Aber wir wollen mit einen Sieg in die neue Serie starten.“

„Früher war die Rivalität größer“: Ralf Zauner, Teamkapitän des VfL Adorf.

VfL Adorf

Ralf Zauner, Simon Hartmann, Heiko Grebe, Alexander Saam, Axel Bumke, Timo Nowitzki – diese sechs bilden nach wie vor das Bezirksligateam des VfL. Im Derby am Sonntag stehen alle zur Verfügung. „Früher war die Rivalität größer“, findet Kapitän Zauner, will aber mit seinen Mannen besser abschneiden als beim 2:9 in Korbach Ende 2019. Das Rückspiel gewann in der vorletzten Saison Adorf mit 9:3.

„Wir werden wohl von Anfang an gegen den Abstieg spielen“, stapelt Zauner tief. Zwar seien alle Spieler der Mannschaft topfit. „Aber wegen Corona waren wir von einer vernünftigen Vorbereitung doch einiges entfernt.“ (schä)

Tischtennis und Corona - wie es die Vereine sehen

Zwischen drei und acht Spiele lang war die „Corona-Saison“ 2020/21, die am 25. Oktober unterbrochen und dann im Februar ohne Wertung abgebrochen wurde. Auch vor der dritten von der Pandemie beeinflussten Spielzeit fragen sich die Tischtennis-Spieler: Wie lange wird es gutgehen?

„Ich persönlich denke, dass wir trotz Corona durchspielen werden – unter der Berücksichtigung der 3-G-Regel“, sagt Christian Landau vom TTV Korbach. Sein Verein werde alle Maßnahmen durchziehen, „und wenn sich alle daran halten, wird es schon werden“.

Ralf Zauner vom VfL Adorf ist etwas skeptischer: „Wenn die Hallen offen bleiben, wird es wohl eine einigermaßen normale Saison. Aber ich habe meine Zweifel, ob die Hallen wirklich immer zugänglich bleiben.“

Die Frauen des TSV Wetterburg wollen auch diesmal vom Hygienekonzept des Vereins profitieren, das Petra Ullrich als „sehr gut“ betrachtet. Dadurch habe man auch gut trainieren können im Vorfeld der Saison. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehörte zum Beispiel, beim Spielen selbst auf Seitenwechsel zu verzichten. Jetzt ist die Freude groß, dass es wieder los geht. Petra Ullrich: „Wir haben es alle vermisst.“

Auch beim TSV Vöhl schätzt man die Lage realistisch ein: „Eine normale Saison wird es nicht, weil das Virus ja immer noch da ist und es immer wieder neue Vorschriften gibt“, sagt Teamchefin Lena Jahn. Mitspielerin Lara Saha-Lottenburger pflichtet ihr bei: „Durch die steigenden Zahlen der Coronainfektionen macht man sich schon Gedanken, ob wir die Saison diesmal durchspielen können. Andererseits gibt uns die hohe Impfbereitschaft Hoffnung, dass wir die Saison auch beenden können.“

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.