Mit Startnummer 100 zur Bestzeit

Wasa-Lauf: Willinger Florian Göbel bleibt unter vier Stunden

Skilangläufer Florian Göbel unter Holzkonstruktion mit Skiern in der Hand
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Am höchsten Punkt des Wasa-Laufs: Florian Göbel als strahlender Marathonmann.

Wenn der berühmte Wasa-Lauf über 90 Kilometer von Sälen nach Mora im nächsten Jahr zum 100. Mal ausgetragen wird, will Florian Göbel unbedingt wieder dabei sein. Es wäre dann das achte Mal.

Willingen – „Danach ist dann sicherlich auch Schluss“, sagt der Willinger Skilangläufer, der im nächsten Jahr 50 wird. Die „100“ spielte für den Wahl-Upländer auch aktuell eine Rolle. 2020 war Göbel auf Platz 100 ins Ziel gekommen und ging daher in diesem Jahr mit der Startnummer 100 ins Rennen.

Bei blauem Himmel und recht guten Bedingungen verlief der bekannteste Skimarathon der Welt anders als sonst. Wegen Corona durfte im Hauptrennen mit Massenstart nur die Elite ran. Der am Ende beste Deutsche Thomas Bing (11.) etwa war direkt von der Nordischen Ski-WM aus Oberstdorf angereist.

Zur Elite zählten auch die von Rang 1 bis 150 platzierten Teilnehmer des Vorjahres, deshalb durfte Göbel die 90 Kilometer in Angriff nehmen. Den Sieg holte sich in Tord Asle Gjerdalen ein früherer norwegischer Weltmeister, er gewann in neuer Streckenrekordzeit von 3:28:18 Stunden.

Göbel stellte eine neue persönliche Bestzeit auf, diesmal reichte es allerdings nicht für einen Platz unter den Top 100. Als einer der besten Deutschen kam der Hotelier mit Häusern in Schwalefeld und der Kerngemeinde in 3:57:56 auf Rang 148 ins Ziel und blieb damit unter der magischen Vier-Stunden-Grenze.

Noch drei Rennen im Kalender

Der gebürtige Berliner, neuerdings für das Endless Local Nordic Team unterwegs, ist wie seine Mitstreiter froh, dass sie derzeit überhaupt reisen und ihren Sport betreiben dürfen. Göbel hat in diesem Winter schon die großen Volksskiläufe La Diagonela (56.), Toblach-Cortina (58.), Marcialonga (65.) und Jizerska Padesetka (53.) erfolgreich absolviert.

Und die Saison ist noch nicht zu Ende. Der gerade vom „Rollern“ nach Hause gekommene Langläufer startet an den beiden nächsten Wochenenden bei drei Rennen in Schweden, wo beispielsweise der „Birkebeiner“ ausgetragen wird, weil Norwegen wegen Corona die Grenzen dicht gemacht hat. Härtetest ist der Marathon von Levi über einhundert Kilometer mit fast unglaublichen 2000 Höhenmetern.

Der „Vasaloppet“ in klassischer Technik erinnert an die Flucht von König Gustav Wasa 1521 vor den Dänen. Für viele Skilangläufer ist er ein Muss – auch für Jochen Behle, 1996 Vierter. Einziger deutscher Gewinner bisher ist der 20-fache DDR-Meister Gert-Dietmar Klause. (be)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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