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Wildunger Aushilfstorhüterin Chantal Michel überragt in Heiligenrode

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Mit fünf Toren am Sieg in Heiligenrode beteiligt: Alexandra Coman (Mitte, Bad Wildungen II), die hier gegen die Ederbergländerinnen Lisa Horsel (links) und Sophia Baumgartner zum Sprungwurf ansetzt.
Mit fünf Toren am Sieg in Heiligenrode beteiligt: Alexandra Coman (Mitte, Bad Wildungen II), die hier gegen die Ederbergländerinnen Lisa Horsel (links) und Sophia Baumgartner zum Sprungwurf ansetzt. © malafo

Chantal Michel war die Matchwinnerin beim 34:28 (16:14)-Sieg der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II in der Bezirksoberliga beim TSV Heiligenrode.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, 10:10 (21.) setzten sich die Gäste nach 27 Minuten erstmals auf 14:10 ab. Dabei musste die nur mit neun Feldspielerinnen angereiste HSG zu diesem Zeitpunkt auch noch mit Josephine Lerch, die einzige Torhüterin, die mitgereist war, wegen einer Fußverletzung ersetzen.

Für sie ging die Halblinke Michel ins Tor „und irgendwie ein Ruck durch die Mannschaft, den wir besonders in der Abwehr gespürt haben“, sagte Reinicke.

Vorher hätte er es nicht für möglich gehalten eine Partie in der Handball-Bezirksoberliga ohne gelernte Torhüterin zu gewinnen, nachher schon. „Chantal hat elf Bälle gehalten und die Abwehr hat überragend funktioniert. Das war ein absolut wegweisender Moment für unser Spiel und wahrscheinlich die Schlüsselszene.“

Klaus Reinicke: „Eine Willensleistung“

Unterm Strich sprach er von einer Kraft- und Willensleistung. „Wir haben das super gemacht, Heiligenrode hat keine Mittel in der Offensive gefunden und wir waren vorne konsequent.“ Die knappe Halbzeitführung der Gäste war verdient, nach Wiederanpfiff setzte sich die HSG ab und führte nach 47 Minuten mit 28:20. Eine komfortable Führung bei einem breiten Kader. Heiligenrode schaffte es aber nicht, die größere Breite seines Aufgebots zu nutzen.

„Besonders in der Schlussphase mussten wir unsere letzten Kräfte mobilisieren, das hat man uns auch angemerkt. Wir haben das aber souverän gelöst und verdient gewonnen“, freute sich Reinicke.

Sein Matchplan sei trotz der kuriosen Situation aufgegangen, die gut eingespielten Heiligenroder schafften es nicht, das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis aufzuziehen, außerdem „sind auch die sonst gefährlichen Außen nicht zum Zuge gekommen. Das hat die Abwehr wirklich hervorragend gelöst.“

Die immense Konzentration, die in Reinickes Team präsent war, spiegelt sich neben dem Ergebnis auch in den Siebenmetern wider: Alle vier wurden von Malina Straßer mit drei Treffern und Alexandra Coman verwandelt. Zudem gab es auch kaum Zeitstrafen für die Bad Wildungerinnen. (gos)

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