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Wildunger Handballer fühlen sich wohl in der Underdog-Rolle - Wehlheiden schlagbar

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Sie haben nur Augen für den Ball: Christian Hartung (Bad Wildungen/rechts) und Sven Ammenhäuser (Külte) werden ihren Mannschaften am Wochenende fehlen.
Sie haben nur Augen für den Ball: Christian Hartung (Bad Wildungen/rechts) und Sven Ammenhäuser (Külte) werden ihren Mannschaften am Wochenende fehlen. © Kaliske

Bringen die Handballer der HSG Bad Wildungen der TG Wehlheiden die erste Saisonniederlage bei? Die Badestädter stehen so gut wie in der Aufstiegsrunde der Bezirksoberliga und können befreit aufspielen.

Korbach – Das in Ruhe ans Werk gehen, gilt auch für die anderen heimischen Mannschaften, die unfreiwillig die Abstiegsrunde gebucht haben.. Der TV Külte ist zu Gast beim Primus HSG Lohfelden/Vollmarshausenund der TSV Korbach gibt ein Gastspiel beim Schlusslicht HSG Ahnatal/Calden. Un

Lohfelden/Vollmarshausen - Külte (Hinspiel: 36:29) – Wir haben nichts zu verlieren. Das könnte das Motto der Spieler des Külter Trainers Sigurd Wachenfelds sein, zumal auch noch ihr Spielmacher und Torschütze Sven Ammenhäuser nicht dabei sein wird.

„Hier müssen die Jüngeren einfach die Verantwortung übernehmen“, sagt der Trainer. In der Offensive seien Alternativen für den Rückraum und die Mitte einstudiert worden, „das haben wir intensiv trainiert und thematisiert“, verrät Wachenfeld. „Leider konnten wir auf keinen unserer vier Torhüter zurückgreifen, was das Training nicht gerade erleichtert hat.“

Der Coach hofft, dass sein Team von Anfang an da ist und nicht wieder die ersten 30 Minuten verschläft. „Das hat uns letzte Woche das Genick gebrochen und wollen wir unbedingt besser machen.“ Die Partie gegen den Spitzenreiter sei für sein Team eher die Kür, denn „die wichtigeren Spiele kommen noch“. Der Coach ist weiterhin mit der Trainingsbeteiligung und der Intensität zufrieden: „Die Jungs haben gut trainiert, ich kann wirklich nicht meckern.

Korbach – Ahnatal/Calden (Hinspiel 30:28). Als ein „absolutes Muß-Spiel“ bezeichnet der Korbacher Trainer Robert Müller die Begegnung beim Tabellenletzten HSG Ahnatal/Calden. „Wir planen mittlerweile mit der Abstiegsrunde, Ahnatal auch, der Sieger dieses Spiels nimmt die Punkte mit in diese Runde.“ Die Korbacher Coach erwartet einen unbequemen Gegner, der sehr körperbetont agiere und auch eine sehr skurrile Spielweise habe.

„Die Ahnataler kommen auch viel über die Emotionen, gerade Zuhause, da dürfen wir uns nicht provozieren lassen“, warnt Müller. Obwohl sein Team zuletzt 40 Gegentore in Baunatal hinnehmen musste, lobt der Coach die Abwehrarbeit seiner Spieler. „Wir haben hart, schnell und aggressiv verteidigt und trotzdem sind viele Bälle unglücklich im Tor gelandet. Müller hofft, dass seiner Mannschaft die Zweikämpfe wieder mehr annimmt und „meine jungen Spieler nicht davor zurückschrecken, die Eins-zu-Eins-Situationen zu suchen, auch wenn es mal wehtut“. Das Spiel über die erste und zweite Welle müsse ebenfalls besser werden. „Wir spielen oft zu kompliziert, statt einfach“, sagt Müller und er wünscht sich, dass seine Spieler gegen Ahnatal auch mehr Gas beim Tempospiel geben. „Ich denke wenn wir unsere Geschwindigkeit ausspielen, bringen wir den Gegner in Schwierigkeiten.“.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Wehlheiden . Diesen beiden Teams treffen in dieser Saison erstmals aufeinander. Das Hinspiel war ausgefallen. Die Favoritenrolle dürfte wohl an die Wehlheidener gehen. Die TSG hat zwei Spiele weniger als Wildunger absolviert, hat das bessere Torverhältnis und stellt derzeit die beste Defensive der Liga. Eine reizvolle Aufgabe wartet hier auf die Spieler von Trainer Harald Meißner. Schwere Aufgabe, aber auch nicht unmöglich.

Der Wildunger Coach nimmt die Rolle des Underdogs auch gerne an: „Es ist ganz angenehm, nicht als Favorit in diese Partie zu gehen, besonders nach dem letzten Wochenende.“

Er spielt damit auf die Niederlage seines Teams gegen Zwehren an. Die war natürlich auch im Training ein Hauptthema. Meißner will dran arbeiten, dass seine Mannschaft die Köpfe nicht hängen lässt, wenn es mal nicht rund läuft. „Wir müssen das letzte Wochenende abhaken und nach vorne schauen.“

Mit Christian Hartung und Simon Riedesel werden Wildungen zwei wichtige Spieler fehlen. Trotzdem weiß Meißner, was er will: „Wir fahren nach Wehlheiden um zu gewinnen.“  gos/rsm

Bezirksoberliga Frauen: HSG Wildungen II reist zum Spitzenreiter

HSG Lohfelden/Vollmarsahausen - Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Reicht die Kraft, reicht die Puste? Diese Fragen stellt sich Klaus Reinicke. Trainer der Handballerinnen der HSG Bad Wildungen II vor dem Bezirksoberligaspiel beim Spitzenreiter HSG Lohfelden am Sonntag (14.30 Uhr).

„Wir haben wieder nur drei Tage Pause. Beim Spiel am Mittwoch haben wir schon gemerkt, dass uns die Sonntagspartie noch in den Knochen hing.“ Trainiert wird aber trotzdem.

„Lohfelden ist spielerisch stark, das ist gut für uns“, meint der Coach. Gegen Fuldatal sei sein Team noch an der starken Physis der Gegnerinnen gescheitert. Er hofft auf eine bessere Chancenverwertung. „Ich möchte dahin kommen, dass die Anzeigetafel auch das widerspiegelt, was wir können. Vermutlich werden Kleinigkeiten entscheidend sein.“ gos

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