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Wildunger Handballer suchen trotz Personalnot das Positive

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Holt ihn euch: Der Wildunger Martin Lambrecht (Mitte) agiert gegen Baunatal auch als Spielertrainer.
Holt ihn euch: Der Wildunger Martin Lambrecht (Mitte) agiert gegen Baunatal auch als Spielertrainer. © malafo

Die Handballer der HSG Bad Wildungen haben von den heimischen Bezirksoberligateams an diesem Wochenende die wohl schwerste Aufgabe zu lösen. Sie treten beim Tabellendritten Eintracht Baunatal II an.

Aber auch beim TV Külte muss vieles passen, um die HSG Zwehren/Kassel zu schlagen. Einen Wiedergutmachungsgegner hat der TSV Korbach. Nach der hohen Niederlage gegen den SVH Kassel tritt der TSV nun beim Drittletzten TG Wehlheiden an.

E. Baunatal II – Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim (So., 16 Uhr). Was macht man mit einem dezimierten Kader? Das beste rausholen. Die Wildunger Handballer haben derzeit dieses Problem, aber ihr Trainer Harald Meißner sieht in dieser schwierigen Situation auch Vorteile, etwa, dass sich andere in den Vordergrund spielen können.

Der Coach ist nach seiner Knieverletzung noch nicht offiziell wieder zurück, aber er steht beratend zur Verfügung, denn sein Vertreter Sebastian Wrzosek ist am Sonntag privat verhindert. So übernehmen zwei Spieler das Traineramt. Martin Lambrecht und der verletzte Simon Riedesel. Meißner lässt ihnen beim Coachen freie Hand. „Die Jungs sind federführend und sollen eigene Lösungen finden.“

Meißner hat aber einige Hinweise: „Die junge Baunataler Mannschaft, die in den letzten anderthalb Jahren gut zusammengewachsen ist, kommt oft über die schnellen Außen und wird versuchen, über ihr Tempospiel zum Erfolg zu kommen. “ Hinzu komme ein wurfgewaltiger Rückraum, der auch das Spiel in die Tiefe beherrsche.

Den Badestädtern fehlt auch weiterhin ihr Torjäger Jan Appel. Meißner ist trotzdem zuversichtlich: „Es wird nochmal schwerer, wenn Simon Riedesel und Jan Appel fehlen. Wir sind aber definitiv nicht chancenlos.“  gos

Zwehren/Kassel – Külte (Sa., 16 Uhr). Eins zieht sich durch die gesamte Saison des TV Külte: Personalprobleme. Das ist am Samstag nicht anders. Es reicht eigentlich schon, dass Torwart Maurice Voyé wegen einer Fußverletzung für den Rest des Jahres ausfallen wird, doch nun hat auch ein grippaler Infekt die TVK-Handballer erreicht.

Deshalb steht hinter dem Einsatz von vielen Namen ein Fragezeichen. Das heißt aber nicht dass Kültes Trainer Carsten Neumann die Partie in der Halle in Oberzwehren schon abgeschenkt hat.“ Er hat schon die Hoffnung, dass möglichst viele Spieler doch noch fit werden.

Die Külter haben auch schon gute Erfahrung mit personellen Engpässe gemacht, etwa bei dem Unentschieden in Korbach oder bei den Siegen gegen Hoof/Sand/Wolfhagen oder Zierenberg. Die HSG Zwehren/Kassel sei die einzige Mannschaft, die er bisher noch nicht gesehen habe, sagte Neumann. „Da wartet eine Wundertüte auf uns.“

Neumann spielt auch auf überraschende Ergebnisse an, die Zwehren immer wieder abliefere. Sie gewannen die Hälfte ihrer zwölf Spiele, Külte erst drei von elf.  (gos)

Wehlheiden – Korbach (So., 16.30 Uhr). Die Kreisstädter reisen zu einem Gegner, der im Umbruch steckt. Wehlheiden brachte 2018/19 den TSV Korbach um den Aufstieg in die Landesliga. In dieser Saison muss die TG einen großen personellen Aderlass verkraften. Aufgerückt sind Spieler aus der zweiten Mannschaft, darunter auch die ehemaligen Korbacher Frieder Schmidt und Jan Kollenberg. Ebenfalls im Waldecker Bereich bekannt ist der ehemalige Wildunger Torhüter Magnus Schengel.

Korbachs Trainer Robert Müller freut sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Weggefährten, will aber in Wehlheiden keine Gastgeschenke verteilen. „Wir fahren dahin, um zu gewinnen.“

Dafür sollten seine Spieler ihre Chancen besser verwerten und die Anzahl der technischen Fehler minimieren. Seiner Abwehr legt er ans Herz, auf Wasja Steiner aufzupassen, der auf allen Rückraumpositionen auftaucht und der gefährlichste Torschütze der TG ist. Die 23:39-Schlappe gegen Titelfavorit SVH Kassel sei abgehakt und habe bei seinen Spielern auch keine Spuren hinterlassen, hofft der Coach.

Personell fallen Marc Wilke und Melvin Trapp weiter aus. Bei Trapp hat sich die schwere Knieverletzung nicht bewahrheitet, der Rückraumspieler laboriert nur an einer Reizung im Knie.  (tsp)

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