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Willenskraft entscheidet: Twistetaler Handballer holen mit 36:30-Sieg Tabellenführer Hünfeld vom Thron

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Uneinholbar: Der Twistetaler Johannes Happe hat gegen die Hünfelder Theo Sauerbier (links) und Yannick Roth die Lücke gefunden, die er gesucht hat und bereitet sich jetzt auf den Wurf vor.
Uneinholbar: Der Twistetaler Johannes Happe hat gegen die Hünfelder Theo Sauerbier (links) und Yannick Roth die Lücke gefunden, die er gesucht hat und bereitet sich jetzt auf den Wurf vor. © Werner Spitzkopf

Die Handballer der HSG Twistal haben mit einem 36:30-Sieg (15:13) über den Hünfelder SV den Spitzenreiter der Landesliga gestürzt.

Twistetal - Doch es war noch ein Spiel, aber ein sehr hartes, in dem der Kampf von Minute eins an erster Stelle stand. Zehn Zeitstrafen, sechs Gelbe und drei Rote Karten sprechen hier eine deutliche Sprache mit welcher Intensität die Partie HSG Twistetal gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Hünfeld verlaufen ist.

Dabei sah es zu Beginn gar nicht nach einem Sieg der Gastgeber aus, denn die Spieler von Trainer Steffen Fingerhut leisteten sich viele Fehlwürfe. Trotzdem ließ sich das Team um Kapitän Nils Pohlmann nicht entmutigen. In der zehnten Minute führte der Tabellenführer erstmals mit zwei Toren (6:4). Dabei half auch der starke Hünfelder Torwart Christian Krätzig kräftig mit.

Trotz vieler Fehlwürfe an sich geglaubt

Doch auf der anderen Seite stand mit Manuel Schmidt ebenfalls ein Keeper zwischen den Pfosten, der so manchen Unhaltbaren hielt und der zweite HSG-Tormann Luca Uhl parierte am Ende ebenfalls noch fünf freie Bälle.

Trainer Fingerhut war stolz auf sein Team und er sieht eine Entwicklung: „Es zeigt sich, dass die Mannschaft mental Fortschritte gemacht hat.“ Mit 28 Fehlwürfen habe seine Mannschaft in der Vergangenheit die Spiele meist verloren.

„Doch mit Kampf und der mannschaftliche Geschlossenheit haben wir den Gegner diesmal nicht mehr an uns vorbei gelassen“, sagte Fingerhut.

Twistetal machte aus dem Rückstand eine 11:8-Führung und hielt den Vorsprung bis zur Halbzeit auf zwei Tore. Die Gangart beider Mannschaften wurde in der zweiten Hälfte merklich rauer.

„Wir haben das Richtige gespielt und uns gute Chancen erarbeitet“, analysierte Fingerhut, auf der Gegenseite habe keine taktische Umstellung der Gäste funktioniert, sondern diese hätten die HSG eher noch gestärkt.

Drei Rote Karten in der Schlussphase

Vier Tore in Folge ließen die Twistetaler nach dem Wiederanpfiff auf sieben Tore davonziehen. In der 43. Minute sah Luca Meier allerdings die rote Karte, drei Minuten vor Schluss ereilte Joshua Sturm dasselbe Schicksal. Zwischendurch hatte aber auch der Hünfelder Lennert Sitzmann (49.) die Rote Karte gesehen, nachdem er Andre Krouhs nicht mehr mit fairen Mitteln stoppen konnte.

Dieser Platzverweis schien die Twistetaler aber noch einmal zu beflügeln. Vier Tore in den folgenden fünf Minuten waren eine gute sportliche Reaktion darauf und sie entrissen den Gästen den letzten Siegeswillen.

„Ohne den Hünfelder Torwart Christian Krätzig wäre dieses Spiel mit 15 Toren Unterschied für uns ausgegangen“, meinte Trainer Fingerhut. In diesen Worten schwingt auch ein gestiegenes Selbstbewusstsein mit. (his)

Tore für Twistetal: Happe 6, Krouhs 4, Bitter 9/4, Köhne 1, Pohlmann 3, Heß 3, Sturm 1, Bender 8, Meier 1

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