Miete

Ablösevereinbarungen können unwirksam werden

+
Der Vormieter kann für seine Küche einen Abschlag verlangen. Der Preis sollte allerdings verhältnismäßig sein.

Beim Einzug in eine neue Wohnung werden oft Abschläge verlangt, zum Beispiel für die Küchenzeile oder das Hochbett. Doch nicht jede Forderung ist gültig.

Ablösevereinbarungen für übernommene Einrichtungsgegenstände können unwirksam werden. Sie greifen zum Beispiel im sozialen Wohnungsbau nur, wenn sie vom zuständigen Amt auch genehmigt wurden. In allen übrigen Fällen dürfen Vermieter oder Vormieter nicht zu viel Geld verlangen.

Steht der zu leistende Betrag in einem auffälligen Missverhältnis zum aktuellen Wert des Einrichtungsgegenstandes, ist die Vereinbarung hinfällig. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Wert des Gegenstandes um 50 Prozent oder mehr überschritten wird. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Ablösevereinbarungen werden zudem in der Regel an das Zustandekommen des Mietvertrages geknüpft. Kommt es zu keinem Vertragsschluss zwischen Mieter und Vermieter, wird in diesen Fällen auch die Ablösevereinbarung unwirksam.

Grundsätzlich unwirksam sind Abstandszahlungen, bei denen der Nachmieter ein Entgelt dafür bezahlen soll, dass der bisherige Mieter auszieht. Ausgenommen hiervon sind lediglich Kosten, die dem Vormieter aufgrund des Auszugs nachweislich entstehen, wie die Kosten eines Umzugsunternehmens oder die für die geschuldeten Schönheitsreparaturen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.