Mediterranes Gemüse sehr beliebt

Auberginen brauchen Wärme und einen geschützten Platz

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Vielseitiges Gemüse: Auberginen.

Während bunte Chili, Paprika und Tomaten in aller Munde sind, fristet die botanisch eng verwandte Aubergine (Solanum melongena) mit ihren genauso farbenfrohen Sorten in unseren Gärten noch ein Mauerblümchen-Dasein. Das ändert sich aber gerade. 

Weil auch bei uns die Sommer immer wärmer werden, gedeiht das keulenförmige, schwarz-violette Gemüse, das auch Eierfrucht genannt wird, auch bei uns im Garten, informiert die Gartenakademie Rheinland-Pfalz in ihrem Onlineportal „Hortipendium“.

Auberginen reifen am besten im Gewächshaus oder im Kübel an einem warmen, sonnigen Standort. Bei Freilandkultur bringt eine Pflanzung an geschützten, windstillen, sonnigen Lagen ebenfalls eine gute Ernte. Sie werden im Gartenfachhandel zunehmend als Hybridsorten angeboten. Samenfeste Sorten gibt es aber auch über den Verein für Nutzpflanzenvielfalt (VEN) in Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) sowie Spezialitätengärtnereien im Internet.

Die Jungpflanzen können ab Mitte Mai, wenn kein Spätfrost mehr zu erwarten ist, an geschützter Stelle ins Freiland gepflanzt werden. Bei kühlen Temperaturen empfiehlt sich eine Vliesabdeckung. Auberginen benötigen viel Licht, Wasser und einen nährstoffreichen Boden sowie etwa vier bis sechs Wochen nach dem Aussetzen erstmals einen stickstoffhaltigen Dünger, da sie als sogenanntes „stark zehrendes Gemüse“ deutlich mehr Nährstoffbedarf haben als Tomaten oder Paprika.

Spätestens, wenn die Pflanzen Früchte ansetzen, sollten sie mit niedrigen Spiralstäben oder Pfosten gut gestützt werden, da sie ansonsten leicht umkippen oder einzelne Äste unter dem Fruchtgewicht abbrechen. Auberginenpflanzen werden 0,80 bis 1,20 Meter hoch und wachsen buschig verzweigt.

Das Hortipendium der Gartenakademie Rheinland Pfalz listet rund 30 verschiedene Sorten mit detaillierten Beschreibungen auf, die sich im Hausgartenanbau an geschützter Stelle bewährt haben – ihre Aromen reichen von fruchtig mild, sahnig bis pilzartig würzig. Auch als Pflanze ist das ursprünglich aus Ostasien stammende Nachtschattengewächs mit dem blaugrünen Laub, dem buschigen Wuchs und den bis zu fünf Zentimeter großen, runden, weiß bis violettfarbenen Blüten sehr dekorativ. In Europa waren seit dem 17. Jahrhundert zunächst nur die hühnereigroßen, weißfrüchtigen Sorten bekannt, die der Frucht den Namen Eierpflanze gaben.

Tipps am Gartentelefon: Gartenakademie Rheinland Pfalz, Telefon 01 80 / 505 3 202 (montags 9-13 Uhr, donnerstags 13-16 Uhr). Sortenübersicht: hortipendium.de/Auberginenvielfalt Tipps am Gartentelefon Gartenakademie Kassel, Telefon 05 61 / 7 29 93 77 (montags bis freitags 9 bis 11 Uhr, mittwochs 14 bis 16 Uhr, Telefon 05 61 / 7 29 93 77). Samenfestes Saatgut gibt es auch beim Verein für Nutzpflanzenvielfalt (VEN) in Witzenhausen. nutzpflanzenvielfalt.de

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