Für die Aussaat im Frühjahr sollte der Boden gut vorbereitet sein

Aus der Samentüte ins gemachte Beet

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Schön krümelig: Ist der Boden gut vorbereitet, geht die Saat, hier Buschbohnen, problemlos auf.

Der Mensch legt sich gern ins gemachte Bett – Samenkörner schätzen ähnlichen Komfort bei der Frühjahrsaussaat.

Der Grund ist naheliegend: Auf vorbereiteten Beeten keimt das Saatgut schneller und gleichmäßiger. Geht die Saat nicht auf, so führt man das häufig auf Qualitätsmängel des Saatgutes zurück, erklärt Erika Brunken von der Niedersächsischen Gartenakademie.

Oft trügen jedoch Fehler vor oder bei der Aussaat, wie ungünstige Bodenvorbereitung, zu flaches oder zu tiefes Säen, Austrocknung oder Verschlämmung des Bodens sowie Schädlingsbefall dazu bei, dass es mit dem Säen nicht klappt. Für die Frühjahrsaussaat hat die Gartenakademie diese Tipps parat:

Der Boden: Bearbeitung und Aussaat sollten erst beginnen, wenn die Erde angetrocknet ist und nicht mehr schmiert. Das Warten lohnt sich. Nicht die frühen Saattermine sind ausschlaggebend für den Ertrag, sondern die optimalen Bedingungen.

Die Temperatur: Gemüse braucht zum Keimen bestimmte Mindesttemperaturen (Möhren 5 Grad, Petersilie 6 Grad, Porree und Zwiebeln 8 bis 10 Grad, Bohnen 10 bis 12 Grad, Gurken über 12 Grad). In der kalten Erde würden die Samen an Keimkraft verlieren.

Die Erde: Ein ideales Saatbeet sollte feinkrümelig, gleichmäßig belüftet und unkrautfrei sein. Vor der Aussaat sollten der Boden mit dem Kultivator aufgelockert, eventuell aufkommendes Unkraut entfernt und dann mit der Harke feinkrümelig geglättet werden. Hier gilt: Je feiner der Samen, desto feiner die Krume.

Das Saatgut:Zur Aussaat sollten nur hochwertige Samen und bewährte Sorten verwendet werden, die ertragreich, widerstandsfähig und krankheitsresistent sind. Besonders leistungsfäg sind Hybrid-Sorten. Ihr höherer Preis macht sich jedoch bei der Ernte bezahlt.

Saatgut, wie hier Erbsen, geht besser auf, wenn der Boden gut vorbereitet ist.

Die Saattiefe: Saatgut, das zu tief in die Erde kommt, kann unter Kälte, Feuchtigkeit und Luftmangel leiden. Als Faustregel gilt: den Samen nur bis zu seiner dreifachen Stärke mit Erde bedecken. Nur Erbsen sollten besonders tief gesät werden, da sie nach dem Keimen noch in der Erde Bitterstoffe bilden, die vor Vogelfraß schützen.

Wichtig ist auch ausreichend Abstand für genug Licht und Luft. Am meisten Gefühl für das Saatgut besitzt man, wenn man es aus der Hand heraussät. Dazu gibt man den Tüteninhalt auf die Handfläche oder in ein flaches Schälchen. Dann streut man die Samen mit den Fingerspitzen in geringem Abstand über der Rille in die Erde. Feines Saatgut kann auch mit etwas Sand vermischt werden, dann wird es automatisch dünner gesät.

Der Bodenschluss:Nach dem Schließen der Saatrillen wird die Erde mit dem Harkenrücken angedrückt. Zu lockere Erde verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit zum Keimling. Dieser so genannte „Bodenschluss“ ist besonders wichtig bei Möhren, Zwiebeln, Feldsalat und beim Verwenden von Saatbändern. Aussaaten an Ort und Stelle braucht man nicht anzugießen – ausgenommen Petersilie und pilliertes Saatgut.

 Info: lwk-niedersachsen.de

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