14 Babyfone im Praxistest

Babyfone im Test: Was bringen Sonderfunktionen?

+
Gute einfache Babyfone gibt es schon für 30 Euro, mit Video-Funktion kosten sie schnell über 100 Euro. 

Babyfone gibt es inzwischen mit Video-Übertragung, Bewegungs- und Atemüberwachung, Temperaturanzeige und vielem mehr. Was bringen die Zusatzfunktionen? Und wie sieht es mit Elektrosmog aus?

Die gute Nachricht vorweg: Hinsichtlich Elektrosmog geben sich alle Hersteller Mühe, dass Babyfone möglichst wenig Funkwellen aussenden. Denn im Gegensatz zu einem Smartphone senden Babyfone in der Regel erst ein Signal an die Elternstation, wenn das Baby schreit. Ansonsten sendet es nicht und gibt damit auch keinen Elektrosmog ab. Ausnahme: Ist die Reichweitenwarnung aktiv, sendet die Babystation immer wieder ein kurzes Signal an die Elternstation und fragt, "Bist du da?". Ist das nicht der Fall, etwa weil sich die Eltern mit der Empfangsstation zu weit vom Baby entfernt haben, gibt das Elternteil eine Reichweitenwarnung ab. 

Diese Funktion kann man bei den meisten Babyfonen jedoch durch den Eco-Modus abschalten. Dann funktioniert zwar die Reichweitenwarnung nicht mehr, aber dafür wird das Baby noch weniger elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt. Und zuhause kann man auf die Reichweitenwarnung in der Regel gut verzichten. 

Smartphone als Babyfon?

Trotz unterschiedlicher Sende-Techniken und Frequenzen ist die Reichweite von Babyfonen in etwa gleich groß: Mehr als 100 Meter sind bei allen nicht drin. Das Problem hat man nicht, wenn man das Smartphone mittels einer App als Babyfon benutzt. Dazu legt man ein zweites Smartphone oder Tablet neben das Baby und wird genauso benachrichtig, wie beim normalen Babyfon auch – prinzipiell auch kilometerweit entfernt. 

Das macht aber wenig Sinn, schließlich will man ja auch schnell beim Kind sein, wenn es einen braucht. Und Smartphones und Tablets kommunizieren ständig mit über WLAN oder – noch schlimmer – mit dem Mobilfunknetz und erzeugen so sehr viel mehr Elektrosmog. 

Vor allem aber sind Smartphone-Apps wesentlich weniger zuverlässig als herkömmliche Babyfone, wie auch die Stiftung Warentest jüngst festgestellt hat. Babyfon-Apps sind eine gute Notlösung für unterwegs, aber keine Ersatz für ein richtiges Babyfon. 

Video und Atemüberwachung

Die Hersteller bringen immer mehr Babyfone mit Video-Funktion auf den Markt. Die sind allerdings deutlich teuer und ihr Zusatznutzen ist sehr begrenzt. Denn wirklich gut erkennt man sein Kind auf den kleinen Bildschirmen nicht, vor allem, wenn es im Kinderzimmer dunkel ist. Dafür gibt es zwar Infrarot-Kameras, aber die liefern ein schlechtes Bild. Auch für die Eltern ist es meist deutlich praktischer, einfach dem Babyfon zu lauschen, als das Display des Elternteils zu kontrollieren. Unser Tipp: Sparen Sie sich das Geld für ein teures Video-Babyfon. 

Nützlich können dagegen in manchen Fällen ein Bewegungsmelder mit einer Atemüberwachung des Babys sein. Mittels Sensormatten, die unter das Baby gelegt werden, können sie Alarm schlagen, wenn das Baby aufhört zu atmen – und so den plötzlichen Kindstod verhindern. 

Allerdings schlagen die Systeme oft falschen Alarm und die meisten Experten sind sich einig, dass eine Atemüberwachung für die meisten Babys unnötig ist. Es gibt zwar Risikofaktoren, bei denen sie Sinn machen kann, wichtiger sind zur Vorbeuge aber allgemeine Vorsichtsmaßnahmen wie eine nicht zu hohe Zimmertemperatur, das Baby immer auf den Rücken zu legen, die richtige Babydecke und ein Verzicht von Kissen und Nestchen im Babybett. 

Babyfone im Test

Das Test-Portal AllesBeste hat 14 aktuelle Babyfone unter die Lupe genommen. Testsieger wurde das Babyfon von Olympia, aber auch das Philips Avent SCD501/00 schnitt im Test sehr gut ab. Vorteil des Olympia: hier verfügt auch die Babystation über einen Akku – praktisch wenn man unterwegs ist, denn dann muss man kein Netzteil mitnehmen. 

Das Babyfon von Olympia kommt bereits mit Gegensprechfunktion und einer Anzeige der Temperatur im Babyzimmer. Bei Philips Avent gibt es das nur bei teureren Geräten. 

Das beste günstige Babyfon im Test war das Rigi 400 von Reer. Auch hier funktionieren beide Stationen mit Akku, außer einem Nachtlicht gibt es beim Reer aber keine Extras. Dafür kostet es aber auch nur gerade mal 30 Euro. 

Alles über Babyfone und den ausführlichen Praxistest können Sie bei AllesBeste nachlesen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.