Bald wird hier Strom produziert

Bald wird hier Strom produziert - Eine Photovoltaikanlage ist in wenigen Tagen installiert

+
Eingerüstet: Der Aufbau des Gerüstes zur Installation der Solaranlage muss dem verwinkelten Dach Rechnung tragen.

Unbeeindruckt von Strompreisentwicklungen durch eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach: Viele Menschen liebäugeln damit, die Vorteile zu nutzen und auf Stromgewinnung durch Sonnenenergie umzustellen.

Doch was kommt auf einen Hauseigentümer zu, wenn er sich eine solche Anlage installieren lassen will? Wieviel Zeit dauert die Installation der Anlage? Müssen die Handwerker durch die Wohnung aufs Dach, oder können sie vom Außengerüst arbeiten? Diese Fragen kann Lukas Mazurek jetzt beantworten. Der 35-Jährige aus Besse hat seit Ende vergangenen Jahres eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Hauses. Dieses wurde im Jahr 1975 gebaut und Lukas Mazurek hat es im Jahr 2011 gekauft. „Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung hat ergeben, dass wir voraussichtlich 25 Jahre nach der Installation der Anlage reinen Gewinn machen“, sagt er.

Dabei gibt es idealere Dachkonstruktionen für eine Photovoltaikanlage. Das Dach in Besse hat keine komplette Südausrichtung und daher lediglich einen Wirkungsgrad von 75 Prozent. Trotzdem ist der Hausherr zu dem Schluss gekommen, dass sich eine Installation lohnt.

Angebote einholen

Zwei Monate lang hat er sich durch Internetforen gelesen, sich über Zellen und Wechselrichter informiert und Angebote eingeholt. Manche waren mehr als dubios: „Eine Firma wollte mir Module verkaufen, die in der Beurteilung mit mangelhaft getestet waren“, sagt Lukas Mazurek. Und ergänzt: „Als Hausherr sollte man sich wirklich gut informieren, damit man versteht, wovon die Berater reden.

Sechs oder sieben Firmen hat er angefragt und sich schließlich für eine Firma entschieden, bei der aus seiner Sicht das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmig war. „Bei diesem Angebot konnte ich die Module selbst auswählen. Und der Service war auch ok – die Firma arbeitet mit Partnerunternehmen zusammen, ich musste mich daher um nichts kümmern“, sagt er. Mit der Firma hat der Hausbesitzer den Ablauf abgesprochen. Für die 40 Module musste ein Lagerplatz gefunden werden, da bot sich die Garage an. Vor der Installation wurde das Gerüst von einer Partnerfirma aufgestellt.

Für die Installation der Anlage waren zwei Tage veranschlagt. „In der Zeit sollte jemand da sein“, sagt Lukas Mazurek. Vorsichtshalber hat er eine Woche Urlaub eingeplant. „Dann gerät man nicht in Stress, wenn etwas mal nicht nach Plan läuft“, sagt er. Im Keller wurde ein Standort für den Steuerkasten ausgewählt.

Ein Eimer voll Dreck

Die Handwerker verlegten die Kabel vom Dach zum Keller in einem stillgelegten Schornsteinschacht. Dazu mussten sie Löcher in das Kaminmauerwerk bohren. „Ein Eimer voll – das ist alles, was an Dreck anfällt“, sagt der Hausherr. Zur Verlegung der Kabel benötigten die Handwerker Zugang zu einigen Zimmern im Haus. Für die Anbringung der Unterkonstruktion aus Aluminiumleisten entfernten sie ein paar Dachziegeln. Darauf wurden dann die Zellen montiert und miteinander verbunden – fertig.

Die Firma hat drei statt der geplanten zwei Tage benötigt, weil Schnee und Eis zu einem Tag Pause zwangen. Dann schaltete ein Elektriker von Eon die Anlage frei. Seit Ende vergangenen Jahres ist Lukas Mazurek jetzt Stromproduzent.

Von Ilona Polk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.